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Geithain Stabwechsel in Tautenhains Feuerwehr
Region Geithain Stabwechsel in Tautenhains Feuerwehr
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13:04 05.09.2012
Glückwünsche nach der Berufung zum Wehrleiter für Robert Henzold (Mitte) und seinen Stellvertreter Thomas Dennhardt (l.).
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Tautenhain

Der 24-Jährige erhielt bei der Wahl ebenso hundertprozentig das Vertrauen seiner Kameraden wie sein Stellvertreter Thomas Dennhardt (28). „Nun ist mir für die Zukunft unserer Wehr nicht mehr Bange“, atmete auch Weber auf. Noch vor reichlich vier Jahren sah das anders aus. Da war der damalige Wehrleiter Roland Helm für alle überraschend zurückgetreten, stand die traditionsreiche Wehr – sie kann im nächsten Jahr auf ihr 75-jähriges Bestehen blicken – ohne Leiter da. Zum Glück sprang damals Erhard Weber, der stellvertretende Wehrleiter, noch einmal in die Bresche. Der heute 74-Jährige, der bis 1990 schon 33 Jahre der Feuerwehr seines Heimatortes vorstand, diese Funktion aber abgeben musste, als er zum Bürgermeister Tautenhains und später Eulatals gewählt wurde, erinnert sich noch genau an diese Stunden. „Ich war ja stellvertretender Wehrleiter. Und es musste ja weitergehen. Vor allem die zehn jungen Kameraden, die wir damals in der Wehr hatten, wollte ich nicht einfach im Stich lassen“, gab das den Ausschlag für seine Entscheidung. Schon damals aber stellte er klar, dass er nur für eine Übergangszeit noch einmal diese Funktion übernehme, das keine Dauerlösung sei. Er suchte das Gespräch mit den jungen Kameraden, gab ihnen Bedenkzeit, um zu überlegen, wer ihn denn mal ablösen wolle und könne. Dass damit auch die entsprechenden Qualifizierungen verbunden waren, war allen klar. Es fanden sich glücklicherweise Kameraden. Robert Henzold und Thomas Dennhardt gehörten dazu. Nun konnten die Tautenhainer die Früchte ernten. Der neue Wehrleiter ist Kundenbetreuer in der Telekombranche. 1997 zog der gebürtige Leipziger nach Tautenhain, mischte schon zur Zeit des Hochwassers vor zehn Jahren in der damals noch bestehenden Jugendfeuerwehr mit. 2005 trat er in die richtige Wehr ein, qualifizierte sich inzwischen an der Landesfeuerwehrschule zum Gruppenführer. Das ist eine der Voraussetzungen, um die jetzige Funktion ausüben zu können. Sein Stellvertreter ist Ur-Tautenhainer, Landwirt und seit 2003 bei der Feuerwehr. Auch er hat inzwischen viele Ausbildungen absolviert, ob als Sprechfunker, Atemschutzträger oder Maschinist. Zeitnah wird er nun den Gruppenführer-Lehrgang besuchen. „Wir bauen natürlich vor allem in der ersten Zeit noch auf den Rat und die Hilfe von Erhard. Er ist unsere Rückhalt-Option“, so Henzold. Er sieht jedoch die Tautenhainer Wehr, die derzeit 20 Aktive und 13 Mitglieder der Altersabteilung umfasst, auf einem guten Weg. Etwa die Hälfte der Kameraden ist unter 30, die Dienstbeteiligungen konstant gut. „Natürlich sind wir wie andere Wehren immer auf der Suche nach weiteren Mitstreitern, bringen leider angesichts der Kinderknappheit im Dorf im Moment keine eigene Jugendfeuerwehr mehr auf die Beine. Aber einige ganz junge Interessenten lassen hoffen, dass dies eventuell mal wieder gelingen könnte“, ist das neue Duo durchaus optimistisch. Schließlich sollen die baldigen 75 Jahre des Bestehens noch nicht das letzte Wort sein...

Thomas Lang

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