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Stadtmusik bringt Bad Lausick seit fast 20 Jahren zum Klingen

Jubiläum Stadtmusik bringt Bad Lausick seit fast 20 Jahren zum Klingen

Die Stadtmusikfeste, einst große Höhepunkte, sind längst Geschichte. Die Bad Lausicker Stadtmusik aber spielt seit 20 Jahren mit einer Begeisterung, die sich auf ihr Publikum überträgt. Am 17. April ist sie gemeinsam mit den Black&Orange Gospelsingers und dem Lehrerchor des Bornaer Gymnasiums zu erleben.

Herbstkonzert der Stadtmusik Bad Lausick in der Bläserakademie der Kurstadt.
 

Quelle: Thomas Kube

Bad Lausick.  Zu ihrem Frühlingskonzert am 17. April hat sich die Stadtmusik Bad Lausick Gäste eingeladen. Der Lehrerchor des Bornaer Gymnasiums Am Breiten Teich und die Black&Orange Gospelsingers stehen gemeinsam mit dem Orchester auf der Bühne im Haus der Deutschen Bläserakademie. Für die Stadtmusik unter der künstlerischen Leitung von Klaus Fischer ist die Veranstaltung Auftakt für ein besonderes Jahr – denn die Stadtmusik wird 20. Diese Jubiläum soll aber erst beim Herbstkonzert am 6. November begangen werden, denn November war es, als sich anderthalb Dutzend Musiker 1996 zu ihrer ersten gemeinsamen Probe zusammenfanden.

Von einer Stadtmusik war zu Beginn nicht die Rede; die Bad Lausicker Privilegierte Schützengilde war es, die den Wunsch nach einem eigenen Ensemble verspürte. „Ich hatte sechs, acht Leute angesprochen, und sie hatten Interesse“, erinnert sich Klaus Stegemann, dem Musikmachen seit Jahrzehnten verschrieben. Das Projekt zog Kreise. Heiko Schulze, der damals noch am Konservatorium in Nürnberg Musik studierte und heute Geschäftsführer des Trägers von Sächsischer Bläserphilharmonie und Bläserakademie ist, stieß hinzu, übernahm die Regie. Als 1997 das erste Bad Lausicker Stadtmusikfest im Saal des Kurhauses eröffnet wurde, hatte die namengebende Stadtmusik ihren ersten öffentlichen Auftritt. Das Ensemble als eine Keimzelle neuer kurstädtischer Musikkultur zu bezeichnen, sei deshalb durchaus zutreffend, sagt Claus-Peter Steinbach, der den Verein Stadtmusik leitet. Ein Gremium, das sich im Sommer 1997 unter dem Namen Kulturverein Bad Lausick Creativ zusammenfand, um nicht nur musikalische Aktivitäten zu bündeln und zu fördern. Sechs Stadtmusikfeste mit hochkarätiger Blasmusik, zum Teil international besetzt, stehen auf der Habenseite des Vereins und des Ensembles. Dass Versuchen, der Stadtmusik weitere künstlerische Abteilungen hinzuzufügen, letztlich kein Erfolg beschieden war, nimmt Steinbach nicht tragisch: „So wie sich unsere Stadtmusik entwickelt hat, kann sich das auf jeden Fall hören lassen.“

René Bartnick spielt Bass in der Stadtmusik. Der 51-Jährige aus Elbisbach ist beinahe von Anfang an dabei: „ein Hobby mit Leidenschaft“. Die Geithainerin Anne Hentschel (22), die bei Klaus Fischer lernte und mit ihm weiter zusammenarbeiten wollte, schätzt die Atmosphäre des mit zwei Dutzend Musikern eher kleinen Ensembles. Die Altsaxofonistin spielt gern in Bad Lausick, musiziert aber auch im Blasorchester in ihrer Heimatstadt. Erst vor ein paar Monaten stieß Konrad Deich hinzu. Der Saxofonist, der schon bei Bands wie „Staccato“ und den Thüringer Kreuzbuben spielte, ist in Borna zu Hause. Die Beispiele zeigen: mehrere Generationen finden sich zu gemeinsamem Musizieren zusammen, sie kommen nicht nur aus Bad Lausick, sondern zum Teil aus größerer Ferne.

Letzteres ist auch dem Umstand geschuldet, dass mancher, der als Musikschüler in der Stadtmusik an das Ensemblespiel herangeführt wurde, aufgrund von Ausbildung und Beruf inzwischen nicht mehr in der Kurstadt wohnt. Gut ausgebildete junge Leute für die Stadtmusik zu begeistern, falle nicht mehr so leicht, sagt Claus-Peter Steinbach. In der ersten Jahren habe es am damals noch bestehenden Friedrich-Schiller-Gymnasium und im alten Musikhaus Unterricht an verschiedenen Instrumenten gegeben. „Als das Gymnasium schloss, war das ein Einschnitt, der bis heute nachwirkt.“ Zwar werbe der Verein in Grund- und Oberschule, doch der Erfolg sei nicht allzu groß. Eine passable Gelegenheit, das Emsemble kennenzulernen, bietet sich am 1. Mai. Dann laden die Stadtmusik und die Außenstelle der Muldentaler Kreismusikschule ab 10 Uhr in die Bläserakademie zu einem Tag der offenen Tür ein.

„Musikalisch hat sich die Stadtmusik gut entwickelt“, sagt Klaus Fischer, der 2008 Heiko Schulze als künstlerischer Leiter beerbte. Der gebürtige Deutzner, renommierter Musikpädagoge und Musiker – die Klaus-Fischer-Bigband ist weithin ein Begriff – setzte seither neue Akzente. Dass das Orchester immer wieder gemeinsam mit den Black&Orange Gospelsingers zu erleben ist, hat einen guten Grund: Beide gehören zum selben Verein. Ein Verein, der neben 30 musizierenden Mitgliedern auch fördernde zählt.

Konzerttermine der Stadtmusik: 17. April, 15 Uhr, Frühlingskonzert in der Deutschen Bläserakademie. 1. Mai Eröffnung der Musiksaison im Bad Lausicker Kurpark. 3. Juli Frühschoppen beim Brunnenfest. 11. September „Schmetterling“-Abschluss. 6. November Herbstkonzert in der Akademie. 18. Dezember Weihnachtskonzert in der Akademie.

www.stadtmusik-bl.de

Von Ekkehard Schulreich

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