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Stadttor öffnet sich ab Juni für Autos

Stadttor öffnet sich ab Juni für Autos

Das Stadttor in Geithain wird ab 1. Juni für PKW aus Richtung B 7 geöffnet und zwar bis zum Ende des geplanten Baus unter Vollsperrung im Bereich Querstraße/Dresdener Straße.

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Durch das Geithainer Stadttor werden ab Juni von der B 7 kommend PKW ins Zentrum fahren dürfen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Das hat der Geithainer Stadtrat Dienstagabend mehrheitlich beschlossen. Den Vorschlag hatte, wie berichtet, die CDU-Fraktion eingebracht. "Jeder Verkehrsstrom, der umgeleitet wird, belastet am Ende die Bürger", erklärte Fraktionsvorsitzende Gabriele Sporbert. Mit Öffnung des Tores verteile sich die Belastung, hofft sie. Auf Antrag der Stadträtin war die Beschlussvorlage so geändert worden, dass nun nicht mehr der 31. Dezember 2014 als Ende der Öffnung festgeschrieben ist und dann bis zum Bauende möglicherweise neu beschlossen werden muss. Endpunkt der zeitweisen Stadttoröffnung ist nun die Wiederfreigabe der Querstraße nach dem Bau.

 

 

Wann die Bagger dort anrollen, stehe noch nicht ganz genau fest, so Bürgermeisterin Romy Bauer (parteilos). Zunächst muss die Chemnitzer Straße fertig werden, das ist - wie gestern berichtet - für den 28. Mai geplant. Vertraglich festgehalten war hier ursprünglich der 20. Dezember 2013! Baubeginn im Bereich Quer- und Dresdener Straße könnte im Laufe des Monats Juni sein, Bauende eventuell Anfang 2015.

 

 

Gunter Neuhaus (UWG) kündigte an, gegen die Öffnung des Tores zu stimmen. Er verwies auf die damalige Unterschriftensammlung von Bürgern der Unterstadt gegen das Öffnen. Man habe ihn gebeten, in der Sitzung darauf noch einmal zu verweisen. Zum anderen habe er Bedenken, dass rücksichtslose Kraftfahrer Kinder und Senioren gefährden könnten. Schließlich werde seiner Meinung nach eher die Bahnhofstraße frequentiert. Auch Ulrich Böhme (Linke) erklärte, er werde nicht zustimmen. Geithain habe zwei Zufahrten in die Innenstadt, und die Bahnhofstraße bleibe geöffnet. Dass sich eine Stadttoröffnung auf Umsatz der Geschäftsleute und Belebung der Innenstadt auswirke, sei eine Hypothese, die noch niemand belegt habe. In einer Befragung hätte sich eine Mehrheit der Leute gegen die Öffnung des Stadttores ausgesprochen, so Böhme. Schließlich ging er auf die vom Rathaus angegebenen Kosten von rund 2000 Euro für die Beschilderung ein. Beim letzten Mal sei von 4000 Euro die Rede gewesen, was wohl eher zutreffe.

 

 

Die Bürgermeisterin erklärte, die Stadt Geithain sei die anzuordnende Behörde für eine Öffnung. "Die Beschilderung ist auch einzuhalten", betonte sie. Für eine generelle Öffnung des Stadttores wären bauliche Veränderungen erforderlich, erinnerte Bauer.

 

 

Den Zuschlag für den Bau in der Quer- und Dresdener Straße vergab der Stadtrat an das Unternehmen ATS Chemnitz GmbH. Die Vergabe soll mit der Oewa GmbH, in deren Auftrag Trink- und Abwasserleitungen verlegt werden, an die selbe Firma erfolgen. Dem Vorwurf von Mario Frommhold (CDU) und Frank Rudolph (UWG), die Stadt verschenke durch die Vergabeentscheidung Geld, widersprach die Stadtchefin. Die Gesamtleistung sei ausschlaggebend, man könne den Straßenbau im Auftrag der Kommune nicht einzeln betrachten. Außerdem werde der geplante Kostenrahmen eingehalten.

 

 

"Entscheidend ist die Vertragsgestaltung", erklärte Lutz Löffler (CDU). Er forderte ein Mitwirken des neuen Stadtrates am Vertrag mit dem Bauunternehmen. Auch andere Stadträte drangen auf das Festschreiben klarer Regelungen. Schon in der Einwohnerfragestunde hatte Mario Wabbel gefragt, ob eine Bauzeit von 7 bis 20 Uhr und am Sonnabend vereinbart werde. "Erst die Zuschlagserteilung, dann die Vertragsgestaltung", erklärte Bauer. Sie hofft, dass sich die schlechten Erfahrungen der Chemnitzer Straße nicht wiederholen und versicherte: "Wir werden alles dransetzen, dass hier zügig und ordentlich gebaut wird."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.05.2014
Inge Engelhardt

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