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Geithain Städte-Fusion ist machbar
Region Geithain Städte-Fusion ist machbar
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21:50 25.05.2012
Rötha/Böhlen

Viele Details der künftigen Zusammenarbeit sind indes noch zu klären. Zunächst nicht öffentlich. Von Saskia Grätz Erst Ende des Vormonats hatten die Stadträte beider Kommunen ihre Bürgermeister Ditmar Haym und Maria Gangloff legitimiert, Gespräche zu diesem sensiblen Thema aufzunehmen. Anlass war der Antrag Röthas auf Eingliederung in die Stadt Böhlen. Offensichtlich waren die Verhandlungen der Kommunalpolitiker sehr konstruktiv. Zwischenzeitlich fand auch eine Beratung im Landratsamt zur kommunalrechtlichen Seite eines solchen Zusammenschlusses statt. Entsprechend der Leitlinien sei alles machbar, fasste Haym das Gespräch zusammen. 1. „Die Bildung einer Stadt Böhlen – Rötha ist möglich". 2. Böhlen könne in die Rolle der erfüllenden Gemeinde für Espenhain eintreten. Denn eine Auflösung der bestehenden Verwaltungsgemeinschaft von Rötha und Espenhain ist nicht vorgesehen. Bei diesem Thema ist freilich Espenhains Bürgermeister Jürgen Frisch gefragt. Über die Feinheiten der angedachten Eingliederung wird es noch diverse Beratungen geben müssen. Der Stadtrat Böhlen tagt am Donnerstag nächster Woche. Für den 5. Juni ist eine weitere Sitzung im Mehrgenerationenhaus in Rötha anberaumt. Auf der Tagesordnung der nicht öffentlichen Beratung geht es im Besonderen um die Eckzahlen für den Haushalt 2012 – das eigentliche Problem von Rötha. „Bis heute ist es nicht gelungen, schlüssige Zahlen vorzulegen", sagte Haym vorgestern Abend. Die Nachbarkommune Böhlen ist da einen großen Schritt weiter – der erste doppische Haushalt soll, wie berichtet, in der nächsten Woche beschlossen werden. In einer ersten Reaktion hatte Böhlen das Ansinnen von Rötha begrüßt, wenngleich der Vorstoß bedauerlicherweise vor allem aus fiskalischen Gründen erfolgt. Es gibt bereits Bereiche, in denen die Kommunen zusammenarbeiten, etwa im Sport und bei der Feuerwehr. Im Übrigen gab es in der Vergangenheit bereits Entgegenkommen der Stadt Rötha, zum Beispiel bei der Entscheidung für den Mittelschulstandort. Die Mittelschule Rötha wurde 2005 geschlossen – die Kinder aus Rötha lernen seither in Böhlen. Dem Vernehmen nach steht der zeitliche Fahrplan für eine Eingliederung der Stadt Rötha nach Böhlen. Der Weg durch die Parlamente und behördlichen Instanzen wäre frei.

Saskia Grätz

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