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Statt Schiffskoch ins Bad Lausicker „Riff“: Daniel Redler übernimmt die Gastronomie

Kur- und Freizeitbad Statt Schiffskoch ins Bad Lausicker „Riff“: Daniel Redler übernimmt die Gastronomie

Für Tennis-Star Steffi Graf kochte er, für den Designer Luigi Colani: Jetzt hat Daniel Redler die Gastronomie im Bad Lausicker Kur- und Freizeitbad „Riff“ unter sich. Für den Küchenchef ein neues weites Feld, sich auszuprobieren.

Daniel Redler an seinem neuen Arbeitsplatz: der „Riff“-Küche.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick. Als Koch zur See zu fahren, davon träumte Daniel Redler am Beginn seiner Berufslaufbahn. Dass es anders kam in den knapp drei Jahrzehnten seit Beginn der Lehre, ist für ihn mitnichten ein Problem: Seit Oktober ist der Wahl-Ballendorfer Gastronomie-Chef im „Riff“, dem Bad Lausicker Kur- und Freizeitbad. Das Maritime findet sich immerhin im Namen, und es findet mitunter Eingang in das, was im Restaurant auf den Tisch kommt. Redler löste Rainer Lathan ab, der viele Jahre für die Gastronomie im Bad Verantwortung trug und jetzt in die Rente wechselt. Beide kennen sich aus dem „Merkur“/„Inter-Conti“, der Nobelherberge im Leipzig der Vor- und Nachwende-Zeit, wo Daniel Redler schon während seiner Ausbildung in der Küche tätig war.

Mit der Weisheit, nach der neue Töpfe gut kochen, vermag Daniel Redler so viel nicht anzufangen. An vielen Herden hat der in Espenhain Aufgewachsene gestanden und Erfahrungen gesammelt, seit er 1988 in Deutzen seine Lehre begann – in einem Beruf, der für ihn feststand: „Das Kreative, das hat mich immer fasziniert.“ Das sich diese Erwartung in der Versorgung der Kohlekumpel allein nicht erfüllte, merkte er schnell, wechselte in die gehobene Gastronomie der Messestadt. Die Wende öffnete ihm beruflich Tore zur Welt, auf andere Art als er sich das mit der Vision Schiffskoch in der geschlossenen Gesellschaft der DDR ausmalen konnte.

Ein Edel-Italiener war ab 1992 nicht nur eine hohe Schule für ihn, sondern Gelegenheit, sich auszuprobieren – und Menschen kennenzulernen, die viele nur aus der Distanz sehen: Für Tennis-Ass Steffi Graf bereitete er Pasta, bei einer Autohaus-Eröffnung, deren Stargast Designer Luigi Colani ist, durfte er kochen. Silke und Olaf Ränker, die 1994 in Bad Lausick das Hotel Am Kurpark eröffnen, holten Redler, rechte Hand des „Al Capone“-Küchenchefs, in die Kurstadt. Hier fand er sein Refugium und die Möglichkeit, sich selbst als Küchenchef zu beweisen. Der Wechsel in die Küche der Bad Lausicker Medianklinik 2007 stellte noch einmal eine Herausforderung dar. Jetzt ging es nicht mehr nur um anspruchsvolles Kochen, sondern um die Organisation eines großen Bereiches mit zwei Dutzend Mitarbeitern.

„Kochkunst allein ist nicht, was zählt. Ein funktionierendes Management ist unverzichtbar“, sagt Daniel Redler, auf dem besten Wege, sich im „Riff“ einzuleben. Hier hat er das große Restaurant unter sich, das kleine im Innenbereich und die Saunabar. „Die Gastronomie spielt seit der Eröffnung 1995 eine große Rolle für uns“, sagt Marketing-Mitarbeiterin Kerstin Hennig. Es seien bei weitem nicht nur Badegäste, die hier gerne einkehrten. Das Candle-Light-Dinner sei eine der gern gebuchten Pauschalen, Familien- und Firmenfeiern fänden statt, das Catering sei gefragt. Mit der ersten Nachtschwärmer-Sauna in diesem Jahr kümmerte sich Redler erstmals auch um die Cocktails und Speisen für dieses beliebte Event, servierte Garnelenspieße auf Chicoree-Schiffchen und Tomaten-Karotten-Suppe – „alles handgemacht“.

„Die Erfahrungen, die ich sammeln konnte, helfen mir sehr“, resümiert Daniel Redler. Stück für Stück wolle er dem Restaurant ein neues Profil geben. Regionalität bei den Zutaten sei ihm wichtig, doch das werde sich künftig stärker auch in der Weinkarte niederschlagen. Und die nächste Herausforderung zeige sich schon am Horizont mit dem Wellness-Ressort, das in unmittelbarer Verbindung mit dem „Riff“ entstehen soll.

Redler, dessen Künste auch die Pachtjäger zu schätzen wissen – für deren Verköstigung zieht er mit seinem Equipment in den Wald – , hält sich in der heimischen Küche indes zurück und überlässt gern seiner Frau das Terrain. Und wenn er selbst in ein Gasthaus geht, kommt mit Vorliebe das auf den Tisch: „Rumpsteak medium, das esse ich gern und teste es überall.“

Von Ekkehard Schulreich

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