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Steigermarsch und Frankenlied

Steigermarsch und Frankenlied

Wer Sonntagvormittag in Geithain das Konzert des Veitshöchheimer Musikvereins miterleben wollte, stand zunächst vor dem leeren Marktplatz. Angesichts der Hitze war es kurzfristig in den Unteren Stadtpark verlegt worden, ein Schild informierte darüber.

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Der Musikverein Veitshöchheim spielte am Sonntag im schattigen Unteren Stadtpark in Geithain.

Quelle: Thomas Kube

Geithain. Die Bitten um gutes Wetter seien wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen, erklärte Bürgermeisterin Romy Bauer (parteilos) bei der Begrüßung.

 

 

Viele Zuhörer verfolgten im schattigen Park das Konzert. Mitten unter den Musikern des Veitshöchheimer Musikvereins saß Jürgen Götz, der neue Bürgermeister des Partnerortes. Er spielt seit über 30 Jahren Saxofon, hat das Ensemble 1987 mit aus der Taufe gehoben und stand dem Verein 13 Jahre lang vor. "Herzlich willkommen in doppelter Funktion", begrüßte Jürgen Götz die Geithainer. Zum fünften Mal weilte er in der Partnerstadt. In den 90er Jahren war der Musikverein aus Franken bereits dreimal hier aufgetreten, es gab darüber hinaus einen privaten Besuch. Geithain habe viel zu bieten, erklärte der frischgebackene Bürgermeister des Partnerortes, und es gäbe auch viele Parallelen zu Veitshöchheim. Götz verwies auf das "silberne Partnerschaftsjubiläum", das kommendes Jahr bevorsteht. "Schön, dass dieses Miteinander funktioniert, Freundschaften entstanden sind", so der Bürgermeister. Seit 1. Mai ist er im Amt, nachdem der 47-Jährige bislang als Techniker in einem kleinen Ingenieurbüro gearbeitet hat. Der klare Wahlsieg als Kandidat von CSU und Veitshöchheimer Mitte (VM) mit fast 65 Prozent habe ihn gefreut und überrascht. Nun sei er mitten in der Einarbeitung.

Leicht sei das, weil vieles auf gutem Wege sei, und schwer angesichts der "sehr großen Fußstapfen" seines Amtsvorgängers. Fast 28 Jahre lang hat Rainer Kinzkofer (SPD) die Geschicke der Gemeinde geleitet, trat aus Altersgründen nicht erneut zur Wahl an. Seit vielen Jahren sei er ihm freundschaftlich verbunden, so Götz, könne sich mit Fragen und Problemen stes an ihn wenden.

"Mir geht es gut", erklärte Kinzkofer, er genieße den Ruhestand, habe schon seine Bibliothek sortiert. Der 70-Jährige ist dabei, seine Bilder zu ordnen und habe vorbereitet, mal wieder zu malen. Das hatte er sich für den Ruhestand schon langfristig vorgenommen.

Geithains Stadtchefin dankte Altbürgermeister Kinzkofer und auch den beiden Partnerschaftsbeauftragten. "Ich wünsche mir, dass die Partnerschaft gut fortgeführt wird", erklärte Romy Bauer. Die Gäste überreichten ihr einen Scheck über 1100 Euro - die aufgerundeten Einnahmen aus dem traditionellen Glühweinverkauf auf dem Geithainer Weihnachtsmarkt vom Dezember. Das Geld steht wiederum für die Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung, der Kultur- und Sozialausschuss wird über seine Verwendung entscheiden. Zum nächsten Glühweinverkauf im Dezember würde der Altbürgermeister gern selber mitkommen, verriet Oswald Bamberger. Er ist seit 2001 Partnerschaftsbeauftragter von Veitshöchheim, genau wie Gabriele Sport auf Geithainer Seite.

Die beiden wissen schon, wie das Partnerschaftsjubiläum 2015 gefeiert wird: Eine Bürgerreise von Geithain nach Veitshöcheim soll es geben, die bis dahin frisch sanierten Mainfrankensäle sind schon für den 3. Oktober 2015 reserviert. "Ich hoffe, dass mindestens ein Bus voll wird, viele Besucher aus Geithain kommen", erklärt Götz. Wer im Oktober kommenden Jahres dabei sein will, kann sich ab sofort im Geithainer Kultur- und Fremdenverkehrsamt im Rathaus melden.

Insgesamt 55 Gäste aus dem Partnerort weilten zu Pfingsten in Geithain. Sie übernachteten in der evangelischen Heimvolkshochschule in Kohren-Sahlis, Auftakt des Treffens war ein Essen im Lindenvorwerk Sonnabendabend. Nach dem Konzert am Sonntag in Geithain gab es Stadtrundgänge durch mit Besichtigung der Nikolaikirche, der Unterirdischen Gänge und - sowie Kaffeetrinken. Ein Abend der Begegnung schloss den Sonntag ab, für Stimmung sorgten Einlagen des Männerballetts vom GCC. Pfingstmontag besuchten die Gäste aus Veitshöchheim noch Leipzig, bevor ihr Bus wieder nach Hause fuhr.

Schon kommendes Wochenende wollen knapp 20 Mitglieder der Geithainer Schützengesellschaft in den Partnerort reisen, denn die dortige Sportschützengesellschaft begeht ihr 50-jähriges Jubiläum. Der Projektchor der Sing- und Musikschule Veitshöchheim wird vom 17. bis 19. Oktober 2014 in Geithain weilen. Er gibt ein Konzert in der Marienkirche, der Erlös fließt in die Erneuerung der Orgel dieses Gotteshauses. Fast 20 000 Euro Spenden seien aus Veitshöchheim bereits nach Geithain geflossen, erwähnte Bamberger. Traditionell finden aller fünf Jahre größere Treffen statt - jeweils abwechselnd in den beiden Kommunen. "Unser Ziel ist immer die Partnerschaft der Vereine, der persönlichen Begegnungen", betonte er und ist guter Hoffnung, dass die Partnerschaft auch die nächsten 25 Jahre hält. "Schön, dass dieses Konzert so gut besucht ist", freute sich Gabriele Sporbert.

Um den Zuhörern eine Freude zu machen, spielte das Ensemble unter Leitung von Stefan Wagner auch den Steigermarsch, bevor das Frankenlied den Abschluss bilden sollte. Nach dem "Egerländer Liedermarsch" als Zugabe gab es Bravo-Rufe aus dem Publikum. Bürgermeister und Saxofonist Götz würde sich eine Wiederbelebung der Beziehungen zum Geithainer Musikverein wünschen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.06.2014
Inge Engelhardt

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