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Geithain Steinbacher Feuerwehr feiert Grundsteinlegung für ihr Gerätehaus
Region Geithain Steinbacher Feuerwehr feiert Grundsteinlegung für ihr Gerätehaus
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18:33 30.11.2012
Wehrleiter Steffen Olschak versenkte die Kartusche im Fundament. Quelle: Jens Paul Taubert
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Steinbach

Das kleine Fest wurde wegen des Schneeregens nach drinnen verlegt – in die in den sechziger Jahren zum Depot umgebaute Schmiede.

„25 Jahre hat es gedauert. Das ist eine lange Zeit, und manche Kameraden können es leider nicht mehr erleben, dass wir den Neubau einweihen", sagte Wehrleiter Steffen Olschak bei dem kleinen Festakt auf der Baustelle, den nicht der Bauherr, die Stadt Bad Lausick, ausrichtete, sondern die Steinbacher Wehr selbst. Seit Jahrzehnten verfügt die Wehr über zwei Standorte im Dorf, die beide völlig unzureichend sind. Dass sie noch ein erhebliches Stück auseinanderliegen, verschärft die Situation bei Einsätzen. Dass ein Neubau her muss, war schon Ende der achtziger Jahre klar; der Umbau eines Kuhstalls war im Gespräch. Die Kameraden hätten zahlreiche Vorschläge gemacht, Konzepte entwickelt, hätten sich mehrfach nahe am Ziel gesehen, so Olschak; letztlich seien aber all diese Bemühungen gescheitert. Jetzt aber wird gebaut.

466 000 Euro kostet das Haus mit Stellplatz für ein Fahrzeug mit Anhänger, mit Sanitär- und Umkleideräumen. Das Gros des Geldes kommt über Fördermittel. Mitte der Woche wurde die Bodenplatte gegossen. „Nächste Woche sollen die in Penig gefertigten Elemente kommen", sagte der Bad Lausicker Bauamtsleiter Wolfgang Günther. Danach könnten die Dachsparren drauf. 2013, irgendwann in der Jahresmitte, soll das Gerätehaus fertig sein. Auf jeden Fall noch nicht Ende April, wenn die Wehr ihr 75-jähriges Bestehen feiert.

Auf den Neubau freut sich Alterskamerad Werner Wittig. „Das war ja ein Hin und Her mit dem Geld", meinte der 81-Jährige. An den Vorgängerbau in den sechziger Jahren hatte er selbst mit Hand angelegt: „Das war damals im NAW, im Aufbauwerk." Zwischen den Aktiven saßen gestern mit Tom Herrmann, Tobias Wendebaum und Ron Kalbitz die Feuerwehrleute von morgen. Seit ein paar Jahren bilden die 13- und 14-Jährigen die Jugendwehr. Um die Grundübungen kennenzulernen, sagte Tobias. Um Kameradschaft zu erfahren, meinte Tom.

Dass die Steinbacher wissen, was sie an ihrer Feuerwehr haben, zeigten sie in den vergangenen Jahren immer wieder. Dank privater Spenden beschafften sie aus Österreich ein Einsatzfahrzeug, investierten 5000 Euro in den Ausbau eines Schulungsraumes im Herrenhaus. Für Detlef Stolle, den stellvertretenden Stadtwehrleiter, Grund, Dank zu sagen: „Engagierte Feuerwehrleute brauchen wir überall."

Ekkehard Schulreich

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