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Steinbacher Wehr feiert Jubiläum

Steinbacher Wehr feiert Jubiläum

"Stellen sie sich vor, es brennt und keiner kommt zu Hilfe", beschreibt Steinbachs Ortswehrleiter Steffen Olschak das Horrorszenarium. Minuten des Wartens können in solchen Situationen zu Stunden werden.

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Ende April feiern die Steinbacher Kameraden das Jubiläum "75 Jahre Feuerwehr".

Quelle: krischunas

Steinbach. Doch seit 75 Jahren gehört dies der Vergangenheit an - solange gibt es in Steinbach die Freiwillige Feuerwehr. Dieses Jubiläum wird Ende April gefeiert, unter anderem mit einer Festveranstaltung.

"Für die Bürger ist es eine Selbstverständlichkeit, dass unsere Kameraden anrücken", so Olschak. Dabei benötigt die Wehr selber Hilfe im Alltag, denn auch die Organisation der Feste im Ort läuft zumeist über die Wehr und geht zeitlich gesehen auf Kosten der Familie. Die Gründe einer Mitgliedschaft in einer Freiwilligen Feuerwehr sind unterschiedlich. Gemeinschaftssinn, Kameradschaft und pures Interesse an der Einsatztechnik waren für Daniel Reuter überzeugende Argumente. Der 24-Jährige trat bereits im Alter von neun Jahren in die Jugendwehr ein. "Die Fahrzeuge haben mich damals schon brennend interessiert" erzählt der Steinbacher, der in Bad Lausick zum Landmaschinenmechaniker, seinen zweiten Beruf, ausgebildet wird. Auch die Feuerwehr-Wettkämpfe, für die er bis heute regelmäßig mit den Kameraden trainiert, waren ein Grund in der Wehr aktiv mitzumachen.

Wie Jugendwart Lars Dietze erklärt, wurden die Steinbacher zwischen 1990 und 2004 dreimal Kreismeister bei den Wettkämpfen der Jugendfeuerwehren. Seit nunmehr zwei Jahren arbeiten Dietze und seine drei Jugendkameraden mit dem Nachwuchs der benachbarten Lauterbacher Wehr zusammen, die zwölf Jugendliche stellen.

Lothar Kreischer, stellvertretender Ortswehrleiter, weist auf das soziale Engagement der Kameraden hin. "Im Dorf kennt jeder jeden. Das ist in unserer Truppe nicht anders", so Kreischer. Hier müssen alle mitziehen, egal ob beim Einsatz oder bei der Organisation der Feste. "Ohne Teamwork funktioniert da nichts", sagt Kreischer.

Heute engagieren sich insgesamt 26 Kameradinnen und Kameraden - alle ehrenamtlich natürlich. 17 wirken in der aktiven Truppe mit, drei gehören zur Jugendwehr und die restlichen Mitglieder zur Alters- und Ehrenabteilung. "Doch wir brauchen viel mehr Leute zur Unterstützung", erklärt Steffen Olschak, der vor 25 Jahren die Wehrleitung im Ort übernahm. Zuvor saß er noch in der Wehrleitung der Bornaer Stadtwehr.

"Allein der Technikpark, das waren andere Dimensionen", erinnert sich der Außendienstmitarbeiter der Firma Bosch. "Als ich das alte Steinbacher Gerätehaus und die kleinen, alten Fahrzeuge zum ersten Mal sah, war ich geschockt." Seitdem hat sich jedoch einiges verändert. Nicht nur das schmucke, neue Gerätehaus, das sich derzeit noch im Bau befindet, sondern auch bei der Gerätetechnik hat der Fortschritt Einzug gehalten.

Damals war Olschak beruflich viel in Österreich unterwegs. Dadurch entstanden im Jahr 2000 die Kontakte zur Partnerschaftswehr in Forchtenau. Von ihr bezog man damals die zwei gut erhaltenen gebrauchten Feuerwehrfahrzeuge, ein LF-8 und ein KLF (Kleinlöschfahrzeug). Bis heute besuchen sich die Kameraden der beiden Wehren regelmäßig. Die Ehefrauen sind immer dabei. "Schließlich will man die wenige Freizeit gemeinsam verbringen", so der Ortswehrleiter. "Ohne die Unterstützung der Familie ist die Arbeit in der Wehr schließlich nicht möglich", betont er.

Auch zum offiziellen Jubiläumsfest Ende April werden die österreichischen Partner mit ihren Frauen dabei sein. Laut Olschak soll es am 26. April auf dem Schlossgelände in Steinbach eine Festveranstaltung mit geladenen Gästen, unter anderem Landrat Gerhard Gey, geben. Einen Tag später, am 27. April, sind alle Bürger zum Fest eingeladen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.04.2013

Peter Krischunas

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