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Geithain Sternsinger klopfen an die Tür
Region Geithain Sternsinger klopfen an die Tür
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18:38 08.01.2012
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. Und es wurde ihnen geöffnet. Unter dem Motto „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!" machten sich am Sonnabend die Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige auf ihren Weg zu den Menschen, um den christlichen Segen zu bringen und Spenden für Not leidende Gleichaltrige in aller Welt zu sammeln. Während des Gottesdienstes am Dreikönigstag erhielten die Sternsinger Gottes Segen, um ihn anschließend in die Häuser und Wohnungen der Bürger zu bringen.

„Am heutigen Hochfest der Erscheinung des Herrn, auch Epiphanie genannt, feiern wir eine heilige Messe", sagt Pfarrer Andreas Eckert von der Katholischen Pfarrei St. Benno Geithain. Besser bekannt sei der Feiertag als „Fest der Heiligen Drei Könige".

Nicaragua sei das Beispielland der 54. Aktion Dreikönigsingen. „Wir wollen mit der Aktion möglichst vielen helfen. Dabei geht es um die nackte Existenz, den Hunger, die gesundheitliche Versorgung, die Ernährung und die Wasserversorgung, Schulen und Bildungseinrichtungen, Hilfen für Leib und Seele, soziales Zusammenleben und die Förderung seelsorglicher Aufgaben", so Eckert. Das Ziel der Aktion besteht aber auch darin, dass die Menschen ihr Herz öffnen. „Wir wollen die frohe Botschaft verkünden, bis in den kleinsten Winkel der Erde", so der Pfarrer.

Dabei unterstützten ihn die Sternsinger und die vielen Helfer. Dazu gehörten Lilli Hobler (9). „Meine Tochter ist dabei, da für einen guten Zweck gesammelt wird", erklärt Dirk Hobler aus Bad Lausick. Er hatte bereits seine zweite Tochter, Romina (4), mit, die in den nächsten Jahren die Sternsinger verstärken soll. Auch Rena Illguth ist begeistert, dass ihre Töchter Annett (22) und Lisa (12) die Sternsingeraktion unterstützen. „Annett hat extra Urlaub genommen, um mit dabei sein zu können", sagt sie. Der 22-Jährigen sah man es auch an, dass sie Spaß an der Aktion hatte. „Ich bin seit 1997 mit dabei und möchte das Sternsingen nicht missen", meint sie. Das erste Mal als Helfer dabei waren dagegen Norbert Herbrich und Markus Walter aus Flößberg. 21 Familien besuchten sie mit den Sternsingern. Als Kaspar, Melchior oder Balthasar verkleidet waren auch ihre eigenen Kinder mit dabei. „Es ist wichtig, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt umgesetzt und geachtet werden", meinten sie. „Für mich war es in der Region ebenso eine Premiere, die sehr gelungen war", so Pfarrer Eckert, der sich besonders freute, dass die Kinder mit viel Engagement dabei waren. „Erste Zählungen ergaben, dass wir 2200 Euro an Spenden erhielten", so Eckert. Jedoch würde das endgültige Ergebnis erst Ende nächster Woche feststehen. „Ich möchte mich bei allen Helfern und den spendenfreudigen Bürgern bedanken", sagt der Pfarrer. So sorgten unter anderem Elisabeth Flatau und Rita Nikisch, dass die Sternsinger ein schmackhaftes Mittagessen erhielten. Juliane Flatau (27) studierte dagegen mit den Kindern Lieder ein, die die kleinen und großen Sternsinger vor jeder Haustür sangen, bevor sie das Kreidezeichen 20*C+M+B+12 – Christus Mansionem Benedicat (Christus segne diese Wohnung 2012) anbrachten.

Cornelia Braun

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