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Geithain Streit um Straßenausbau in Gnandstein geht weiter
Region Geithain Streit um Straßenausbau in Gnandstein geht weiter
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05:01 07.05.2018
Blick auf Burg Gnandstein. Um Gnandstein als Ausflugsziel (wieder) attraktiver zu machen, bedarf es aus Sicht des Frohburger Bürgermeisters erheblicher Anstrengungen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg/Gnandstein

Die seit Jahren aufgeschobene Herrichtung der Kreisstraße in Gnandstein nach Kanalarbeiten durch den AZV Wyhratal thematisierte in der Sitzung des Frohburger Stadtrates Marco Höppner (CDU). „Im Einigungsvertrag mit Frohburg ist festgelegt, dass eine Deckensanierung gemacht wird“, sagte der Gnandsteiner und Ex-Stadtrat von Kohren-Sahlis.

Kompromiss nach zähem Ringen

Darauf hätten sich seinerzeit Kohrener Stadtrat und Gnandsteiner Ortschaftsrat nach zähem Ringen mit dem Landkreis geeinigt, der partout einen grundhaften Ausbau mit viel breiterer Fahrbahn und Fußweg im historischen Dorfkern forderte.

Jetzt erfahre er aus der LVZ, dass das für den Frohburger Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) nicht bindend sei. Er setze sich über den Beschluss hinweg - „und wir werden als dumm hingestellt. Das ist keine Basis.“

Hiensch: „Das Ganze noch einmal abwägen“

„Bevor Geld zum Fenster hinausgeworfen wird für eine Instandsetzung, die nichts bringt, müssen wir das Ganze noch einmal abwägen“, hielt ihm Hiensch entgegen: „Da halte ich gerne mein Kreuz hin.“ Wobei er durchaus nicht in jedem Falle übereinstimme mit den Ausbau-Standards, die einzuhalten für den Bezug von Fördermitteln unausweichlich sei.

Aber über solche Standards diskutieren zu wollen, bringe nichts; die Kommunen hätten darüber nicht zu befinden. Im Zweifelsfalle setze er dann doch auf Planfeststellungsverfahren, in denen am Ende klipp und klar gesagt werde, was erforderlich sei und was nicht.

Dass treffe nicht nur auf Gnandstein zu, sondern auch auf andere Kreisstraßen im Stadtgebiet, so in Hopfgarten und Elbisbach, und auf die höchst desolate Verbindung von Frankenhain nach Tautenhain.

„Gnandsteins Zukunft diskutieren“

Keinesfalls setze er sich einfach so über Entscheidungen aus Kohren-Sahlis und Gnandstein hinweg, so der Bürgermeister. Vielmehr fordere er, „dass wir noch einmal diskutieren, was brauchen wir für die Zukunft in Gnandstein“. Da gehe es nicht nur um die Frage Instandsetzung oder grundhafter Ausbau.

Da müsse man in die Überlegungen die beiden Anschlüsse der sanierungsbedürftigen Bauerngasse einbeziehen. Da müsse man erwägen, ob die Bushaltestelle, die sich vorm einstigen Büro des Fremdenverkehrsverbandes befinde, nicht besser an den Burg-Parkplatz rücken solle.

Thema sollte auch sein, wie man den Parkplatz selbst neu gestalte. Um Gnandstein als Ausflugsziel (wieder) attraktiver zu machen, bedürfe es aus seiner Sicht erheblicher Anstrengungen. Deshalb wäre es falsch, etwas über das Knie zu brechen.

Von Ekkehard Schulreich

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