Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Streit um Wasserstand im Gnandsteiner Dorfteich

Streit um Wasserstand im Gnandsteiner Dorfteich

Der 8. Koi-Cup, der vor wenigen Tagen am Gnandsteiner Dorfteich mit 26 Anglern stattfand und wie stets großes Interesse fand, könnte der letzte gewesen sein. Denn der Streit um den Wasserstand in diesem Gewässer zwischen Teichpächter Falk Schubinki und der Stadtverwaltung Kohren-Sahlis wird immer heftiger.

Voriger Artikel
Bad Lausicker Fischer beklagt hohe Verluste
Nächster Artikel
Fohlentaufe im Geithainer Tierpark

Beliebt ist der Koi-Cup in Gnandstein. Ob er bleibt?

Quelle: Jens Paul Taubert

Gnandstein. Ersterer kann die Forderung der Stadt nicht nachvollziehen, den Wasserspiegel dauerhaft so niedrig wie im Moment zu belassen. Die Kommunalverwaltung dagegen sieht andernfalls Gefahren für das Gemeinwohl. „Wann endlich kann ich den Dorfteich wieder voll Wasser lassen, so, wie er bei der Pachtübernahme vor neun Jahren übergeben wurde, nämlich 50 Zentimeter unterhalb der Oberkante des Schiebers?", fragt sich der Streitwalder Falk Schubinski seit Langem. Dass der Wasserspiegel derzeit etwa 20 Zentimeter tiefer liege, gehe auf die ständigen Attacken der Stadtverwaltung Kohren-Sahlis zurück, die mit immer neuen Anwürfen darauf dränge. „Das neueste Argument war, dass es dann zu einer Dammdurchfeuchtung komme. Wäre es so, würde ich sofort zeitweilig das Wasser absenken. In den Vorjahren dagegen wurde immer mit dem Problem des hohen Wasserstandes in einem Gebäude auf einem Nachbargrundstück des Dorfteiches argumentiert", ist Schubinski sauer. Zumal er diese Forderung als völlig unbegründet ansieht. „Am 27. Juli fand aufgrund eines neuerlichen Schreibens der Stadt vom 24. Juli eine Vor-Ort-Begehung von Mitarbeitern der Unteren Wasserbehörde am Gnandsteiner Dorfteich statt. Es wurden dabei keinerlei Anhaltspunkte für eine Durchfeuchtung gefunden", bekundet der Streitwalder. Eine solche sei auch viel wahrscheinlicher bei den oberhalb liegenden Teichen, da das Umland aus wesentlich mehr Feinteilmaterial bestehe. Bereits im Juni vorigen Jahres hätte schon einmal eine Vor-Ort-Begehung stattgefunden mit Vertretern der Stadtverwaltung, Anliegern und Mitarbeitern der Unteren Wasserbehörde. Das Ergebnis – in einem Antwortschreiben der Unteren Wasserbehörde an die Verwaltung dargelegt – ist dem Teichpächter allerdings bis heute unbekannt. „Trotz dreimaligen Vorsprechens bei der Stadt erfolgte dies bis heute nicht", stößt ihm auf. Dafür aber kamen weitere Briefe, der letzte, wie erwähnt, am 24. Juli. Wieder mit der Behauptung, der Wasserstand wäre zu hoch. Das bestätigt die Kohren-Sahliser Kämmerin Angela Dietze. „Wir fordern vom Pächter nach wie vor, den Wasserstand auf jener Höhe zu halten, mit dem er das Pachtverhältnis übernahm. Das ist nach unserer Auffassung 75 Zentimeter unter der Oberkante des Schiebers. Denn wir haben Anzeichen und auch Fotos, dass ansonsten die Gefahr droht, dass der Damm unterspült wird, die Straße kaputt geht. Schaden hat die Straße schon in Größenordnungen genommen. Soll der noch größer werden und die Anwohner des Teichdamms etwa die einzige Zufahrt zu ihren Häusern verlieren?", begründet Dietze ihre Auffassung. Sie hält die Interessen der Anwohner für gefährdet, wenn der Wasserstand höher werde. Schubinski dagegen sieht seine Position durch die jüngste Vor-Ort-Besichtigung gestärkt. Zumal er dabei erfuhr, dass die Stadt Kohren-Sahlis bis heute noch nicht mal das Wasserrecht für dieses Gewässer habe und es als Feuerlöschteich ausschrieb, um keine Hydranten in Gnandstein bauen zu müssen. „Ein Wasserrecht ist jedoch die Grundvoraussetzung, um überhaupt eine dauerhafte Absenkung zu beantragen. Ich fordere also nur mein Recht ein, endlich den Originalwasserstand wieder herstellen zu können", ist für ihn die Konsequenz. Die Stadt sei derzeit dran, das Wasserrecht für den Dorfteich zu beantragen, hält Dietze entgegen. Sie zeigte sich erstaunt, dass die Kommune als Teicheigentümer nicht zu der Vor-Ort-Begehung eingeladen war. Das aber ficht sie nicht an, in dieser Sache nicht locker zu lassen. „Wir müssen das Gemeinwohl im Blick haben. Und das haben wir in diesem Fall." Schubinski will demnächst eine Stadtratssitzung in der Töpferstadt nutzen, um seine Sicht auf die Dinge darzustellen. Unter den derzeitigen Voraussetzungen werde es jedoch keine Veranstaltung wie den Koi-Cup mehr geben, kündigte er an.

Thomas Lang

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Geithain
17.10.2017 - 14:29 Uhr

Kreisliga A (West): Borna II/Eula braucht für 2:0-Erfolg in Kitzscher reichlich Anlauf

mehr
  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Kommen Sie an Bord: Am Sonntag, 22. Oktober 2017, laden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse in das LVZ Verlagsgebäude ein. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr