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Stützpunkt-Wehr Frankenhain hat neue Truppe: die „Löschzwerge“

Frohburg Stützpunkt-Wehr Frankenhain hat neue Truppe: die „Löschzwerge“

Mit den „Löschzwergen“ gehen jetzt in Frankenhain die Feuerwehrleute von übermorgen an den Start. Die Wehr, die als eine Stützpunktwehr im Frohburger Territorium agiert, setzt aber nicht nur auf den Nachwuchs. Die Reihen werden auch durch zwei Ehrenamtliche, die vorher in Hopfgarten Dienst taten, verstärkt.

Die neu gegründete Gruppe der „Löschzwerge“ vor dem Frankenhainer Gerätehaus. Sie treffen sich zweimal im Monat.

Quelle: Feuerwehr Frankenhain

Frohburg/Frankenhain. Die „Löschzwerge“ sichern die Zukunft der Frankenhainer Feuerwehr: Zwar gehen noch etliche Sommer ins Land, ehe die Fünf- bis Siebenjährigen als Einsatzkräfte ausrücken werden, doch sehen die Feuerwehrleute in ihrer neu gegründeten Kinderwehr einen unverzichtbaren Personal-Pool für die Zukunft. Als Ende Februar die Knirpse aus Frankenhain, Tautenhain und Hopfgarten zu einem ersten Schnupperkurs eingeladen wurden, kamen 17 Mädchen und Jungen. „Ein Zuspruch, der uns überrascht hat, der uns sehr freut“, sagt Holger Martin, der seit Jahresbeginn die Kinder- und Jugendarbeit koordiniert.

Löschzwerge und Jugendwehr treffen sich zweimal im Monat

Die „Löschzwerge“ treffen sich jetzt wie die zehnköpfige Jugendwehr zweimal im Monat – an jedem ersten und zweiten Montag, 17 Uhr, die Zwerge, 18 Uhr, die Jugendlichen. Ein achtköpfiges Team kümmert sich um den Nachwuchs; dass die Frankenhainer Wehr pädagogisch geschultes Personal in ihren Reihen hat, kommt da zupass. Martin: „Wir sind einen großen Schritt gegangen. Das Boot liegt im Wasser – und es schwimmt.“

Das Jahr 2017 und das folgende bringen für die Frankenhainer Kameradinnen und Kameraden eine weitere Herausforderung: Das Gerätehaus muss umgebaut und erweitert werden. Platz ist zu schaffen für das Fahrzeug der Hopfgartener Wehr, die durch den Frohburger Stadtrat im Sommer 2016 nach Frankenhain eingegliedert worden war.

Gerätehaus in Frankenhain muss umgebaut werden

Zudem braucht die Wehr Raum für zusätzliche Spinde, will endlich die Bereiche für Frauen und Männer trennen, will Kinder- und Jugendwehr mehr Möglichkeiten bieten. Zudem wechselt 2018 ein großes Löschfahrzeug, das aktuell in Frohburg im Einsatz ist, nach Frankenhain. Andererseits wird auf den Kauf eines Neufahrzeugs verzichtet, um Mittel zu sparen. „Frankenhain ist neben Frohburg eine von drei Stützpunktwehren im Stadtgebiet. Wir sichern die Tageseinsatzbereitschaft für Frankenhain, Tautenhain, Ottenhain, Hopfgarten, Elbisbach, Frauendorf“, sagt Wehrleiter Christopher Martin, der zugleich stellvertretender Stadtwehrleiter von Frohburg ist. Zudem werde man bei Bedarf von Frohburg oder der Nachbarstadt Geithain herangezogen. Wenn ab voraussichtlich Ende August die in Leipzig neu erbaute Rettungsleitstelle auch die Einsätze im Landkreis Leipzig koordiniere – zurzeit geschieht das von Grimma aus -, „werden wir mehr Einsätze bekommen. Darauf müssen wir vorbereitet sein – technisch und personell.“ Aktuell zählt die aktive Truppe 35 Köpfe; 40 sind für Martin „eine magische Zahl“, die man anstreben müsse.

Dass mit Benjamin Koschnicke und Christian Fischer seit dem vergangenen Jahr zumindest zwei junge Männer, die vordem im benachbarten Hopfgarten Dienst taten, die Frankenhainer Wehr verstärken, ist ganz in diesem Sinne. „Das sind gut ausgebildete Leute, die sich engagieren und die integriert sind“, sagt der Wehrleiter, der sich freut, dass es 2016 darüber hinaus drei weitere Zuwächse gab. „Für mich ist Feuerwehr schon immer ein Teil meines Lebens“, sagt Koschnicke, der als Heranwachsender in der Frankenhainer Jugendwehr war.

Zwei Hopfgartnener rücken jetzt mit aus

Die Schließung der Hopfgartener Wehr schmerze zweifellos, doch müssten die Bürger ungeachtet dessen im Gefahrenfall auf Hilfe rechnen können. „Jenen, die in Hopfgarten über Jahre und Jahrzehnte dabei waren, die Wehr mit aufgebaut haben, tut die Schließung bis heute weh“, sagt er. Das könne er verstehen, doch er habe sich entschieden, nun mit den Frankenhainern auszurücken. Inzwischen arbeitet Koschnicke im Ortsfeuerwehrausschuss mit und hat dabei vor allem Hopfgartener Interessen im Blick. Auch für Wehrleiter Christopher Martin ist es wichtig, dass sich die Hopfgartener und Elbisbacher nicht abgehängt fühlen: „Bei der Ausbildung und bei Übungen werden wir beide Dörfer nicht aussparen.“

Intensive Unterstützung erfahren die Ehrenamtlichen durch die Fördergruppe der Freiwilligen Feuerwehr, die 2016 als neue Abteilung des Vereins Dorfgemeinschaft gegründet wurde. Seither trug sie 6000 Euro an Spenden zusammen. Das Geld ermöglicht die Beschaffung zusätzliche Ausrüstung für das Hopfgartener Auto, für zwei Kameraden einen Zuschuss zur LKW-Führerschein-Ausbildung und eine Unterstützung des Nachwuchses.

Wer sich für die „Löschzwerge“ und die Jugendwehr interessiert: Der nächste Treff ist am 3. April.

Von Ekkehard Schulreich

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