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Geithain Syhraer verärgert - Straße fertig, aber immer noch dicht
Region Geithain Syhraer verärgert - Straße fertig, aber immer noch dicht
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16:54 13.10.2011
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. Und das auch jetzt noch, obwohl die neue Straße zur B 7 seit Wochen eigentlich fertig ist." Zahlreiche andere Syhraer verstehen ebenfalls nicht, warum die Straße nicht für den Verkehr freigegeben wird. Im Geithainer Rathaus klingeln darob die Telefone heiß. Seit Wochen bemüht sich die dortige Verkehrsbehörde um Abhilfe – bisher vergeblich. Der Vorgang scheint sich – um im Bild zu bleiben – im behördlichen Kreisverkehr zu befinden.

Die Vorfreude der Bürger aus Syhra, Ossa, Kolka oder Theusdorf, die so lange schon Umwege in Kauf nehmen müssen, war Anfang September groß. Als zwischen Niedergräfenhain und Roda die neue Trasse der B 7 über die künftige A 72 mit einem Kreisel im Scheitelpunkt für den Verkehr freigegeben wurde, wähnten sie sich am Ziel ihrer Wünsche. Doch weit gefehlt. Die Sperrschilder zu diesem Geithainer Ortsteil blieben stehen. Und das bis heute.

„Wir waren leider zur Abnahme nicht eingeladen und auch verwundert, dass die Gemeindeverbindungsstraße nach Syhra nicht mit freigegeben wurde", so Kerstin Jesierski von der zuständigen Verkehrsbehörde im Geithainer Rathaus. Was folgte, war die Suche nach der Ursache und den Verantwortlichen, die durch eine verkehrsrechtliche Anordnung die missliche Situation beheben könnten. Die ergab letztlich, dass es an der fehlenden Beschilderung liegt. Ende September schien Land in Sicht, als die Oberbauleitung des Autobahnbaus versprach, eine solche Anordnung stellen zu lassen. Doch per Schreiben folgte Anfang Oktober die Hiobsbotschaft: Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH – kurz Deges genannt – zog den Antrag zurück, weil eine Beschilderung angeblich nicht finanzierbar sei.

So begann im Rathaus die erneute Tippeltappeltour, wurde zur Deges nach Berlin Kontakt gesucht und dort versprochen, den Sachverhalt zu prüfen. Das passierte augenscheinlich auch, bestätigt eine Auskunft von Pressesprecherin Manuela Geske auf Nachfrage dieser Zeitung. „Die Deges ist bezüglich einer provisorischen Beschilderung mit der Verkehrsbehörde der Stadt Geithain in Abstimmung. Die Freigabe der endgültigen Beschilderung kann erst nach Beauftragung und Vergabe der kompletten Markierung/Beschilderung für die A 72 voraussichtlich Mitte 2012 erfolgen", ließ sie wissen. Doch mit einer provisorischen Beschilderung wäre ja schon (fast) alles gewonnen für die Leute vor Ort. Woran also mangelt es, um zum Ziel zu kommen? Die Stadt als Baulastträger habe ganz schnell ihren bejahenden Standpunkt eingereicht und diesem (weil besagte Strecke an eine B-Straße anbindet) die Stellungnahmen von Verkehrsamt, Polizei und Straßenmeisterei beigefügt, verlautete aus dem Rathaus.

Allerdings forderte der Landkreis, dass zwei große Plantafeln, die angesichts des herrschenden Windes entsprechend stabil sein müssten, auf der B 7 vorm Kreisverkehr aufgestellt werden und auf die Situation aufmerksam machen. Die Deges jedoch will nur ein kleines Richtungsschild mit einer Kilometerangabe aufstellen, während die finanzklamme Stadt die Deges auch für die Plantafeln in Verantwortung sieht. Der Landkreis bleibt indes bei seiner Forderung. „Eine Öffnung der Verbindungsstraße macht einen Hinweis nach Syhra unbedingt erforderlich. Die Straßenverkehrsordnung lässt im Bereich dieses Kreisels derzeit keine andere Lösung zu", sagte Landratsamt-Sprecherin Brigitte Laux. Egal, wer es bezahlt.

So bleibt die Straße bis auf Weiteres zu. Mit allen Konsequenzen für die in diesem Gebiet Wohnenden, für die Bürger, den öffentlichen Personennahverkehr oder die zu erwartenden Mehrbelastungen für den Winterdienst, wenn er über Roda nach Syhra rollen muss.

Thomas Lang

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