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Geithain Tausende strömen zum Töpfermarkt
Region Geithain Tausende strömen zum Töpfermarkt
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19:20 13.05.2018
Eine breite Vielfalt an Keramik bot der Töpfermarkt von Kohren-Sahlis. Quelle: René Beuckert
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Frohburg/Kohren-Sahlis

Dass Keramik nicht gleich Keramik ist, davon konnten sich die Besucher des Töpfermarktes von Kohren-Sahlis am Wochenende überzeugen. Rund um den Marktplatz mit seinem 90 Jahre alten Töpferbrunnen waren zahlreiche Stände aufgebaut, an denen das breite Spektrum der Handwerkskunst angeboten wurde. Tausende Besucher ließen sich davon gefangen nehmen.

Frohburg will Kohren weiter fördern

Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) versicherte zum Auftakt, dass der Ort mit seinen gelebten Traditionen auch künftig einen festen Bestandteil in der regionalen Kulturlandschaft bilden wird. „Auch wenn Kohren-Sahlis das Stadtrecht verloren hat, wird Frohburg weiterhin den Ort fördern“, betonte er und wünschte den Organisatoren gutes Gelingen.

Nach dem Vorlesen einer kleinen Töpfergeschichte warfen Kinder traditionell einen Krug von der Marktbühne herab, der auf dem Boden zerschellte. Da Scherben sprichwörtlich Glück bringen, sollte dem fröhlichen Treiben nichts mehr im Wege stehen.

„Hier ist tatsächlich die Töpferzunft vertreten“

Martin Kaltwasser aus der Brandenburger Region gehörte zu jenen Händlern, die gern zurückgekehrt sind. „Ich habe mich bereits im vergangenen Jahr an dem Töpfermarkt beteiligt, der eine lange Tradition hat. Anders als auf verschiedenen Märkten dieser Art ist hier tatsächlich die Töpferzunft vertreten, die dem Ereignis einen würdigen Rahmen gibt“, betonte er.

Er komme gern nach Kohren-Sahlis, so der Töpfer, weil die Menschen dort seinem Eindruck nach aufgeschlossener gegenüber dem Handwerk mit seinen keramischen Erzeugnissen sind.

Tausende hat es am Wochenende nach Kohren-Sahlis gezogen. Dort bot der 26. Töpfermarkt eine Vielzahl an Keramik.

Familie Melzer aus dem altenburgischen Wintersdorf fand es interessant, über den Markt zu schlendern. „Was man auf den ersten Blick nicht sieht, ist die Arbeit, die hinter jedem einzelnen Gefäß steckt. Besonders beeindruckt bin ich von der Vielfalt der hier ausgestellten Ware“, hob Gudrun Melzer hervor. Sie besuche seit mehreren Jahren den Töpfermarkt und sei jedes Mal erfreut, immer wieder etwas Neues zu entdecken. Auch die gute Organisation der Veranstaltung gefalle ihr. „Vor allem der preiswerte Eintritt ermöglicht es auch Familien, hier herzukommen“, stellte sie lobend fest.

Breite Palette der Töpferwaren begeistert

Sigrid und Manfred Girke zeigten sich begeistert von der Vielzahl der Töpferarbeiten. „Ein Produkt ist schöner als das andere. Gern würde ich einige Stücke, die mir gefallen, mitnehmen, doch der Platz zu Hause reicht dafür einfach nicht aus“, sagte Sigrid Girke. Dennoch erstehe sie manchmal ein besonderes Exemplar, dieses müsse aber aus dem Töpferhaus Arnold stammen.

Manfred Girke ließ beim Anblick der Fülle seine Gedanken zurück in die DDR-Zeiten schweifen. „Da standen die Leute sogar schon nachts in einer Schlange an, die sich vor dem eigentlichen Verkauf der Töpferware bildete“, sagte er. „Wir haben heute noch etliche solcher Keramiken daheim stehen, mit denen viele weitere Erinnerungen verbunden sind.“

Auch Kulturelles und Informatives bot der 26. Töpfermarkt. Mit Auftritten und einem kleinen Programm auf der Bühne wurde er eröffnet. Interessierte erfuhren bei einem geführten Rundgang vieles über die Geschichte der Stadt, insbesondere über die des Töpferbrunnens.

Von René Beuckert

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