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Geithain Tautenhainer Denkmal erinnert nun an Tote beider Weltkriege
Region Geithain Tautenhainer Denkmal erinnert nun an Tote beider Weltkriege
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00:21 24.09.2017
Das Denkmal vor Beginn der Arbeiten. Quelle: Ekkehard Schulreich
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Frohburg/Tautenhain

Es ist (beinahe) vollbracht: Nach der Sanierung trägt das Tautenhainer Weltkriegs-Denkmal auch die Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges. Möglich wurde die Sanierung und Ergänzung durch zahlreiche Spenden, die über Jahre im Dorf zusammengetragen wurden, und dank einer Förderung der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 11 400 Euro. 5000 Euro steuerte die Stiftung bei, weitere 500 Euro die Gesellschaft Wettina. Im Rahmen eines Gottesdienstes am 26. November, dem Totensonntag, soll das Denkmal eingeweiht werden.

In den 1920er Jahren hatten die Tautenhainer vor der Kirche ein Denkmal aus Reinhardtsdorfer Sandstein aufgestellt. Im Laufe der Jahrzehnte verwitterte es. Ein erster Versuch unmittelbar nach der Wende, die Namen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Tautenhainer zu ergänzen, scheiterte. Die Bürgerinitiative Eulatal ergriff 2008 die Initiative und begann mit der Sammlung von Spenden. Nach ihrer Auflösung 2015 übernahm der neu gegründete Freizeitverein Tautenhain das Projekt und führte es gemeinsam mit der Kirchgemeinde jetzt zum Ziel. „Denkmale wie dieses sind wichtige Orte für die gemeinsame Erinnerung, verdeutlichen sie uns doch, wie auch ferne Schlachtfelder Leid und Tod bringen können“, sagt Gabriele Greiner, die Vorstandvorsitzende der Sparkassenstiftung. Deshalb unterstütze man die Bemühungen gern, die 56 Namen auf einer separaten Tafel zu ergänzen.

Der unter Denkmalschutz stehende Gedenkort befindet sich auf der Südseite der Kirche in Tautenhain und hatte eine Restaurierung mehr als nötig: „Die zwei zehn Meter hohen Lebensbäume haben mit ihren Wurzeln das Denkmal so stark beeinträchtigt, dass es in absehbarer Zeit einsturzgefährdet gewesen wäre“, meint Daniel Kratz, Vorsitzender des Freizeitvereins. Steinmetz Thorsten Delkus aus Frohburg fertige den zusätzlichen Stein und setze ihn voraussichtlich Ende September. In den vergangenen Wochen habe man das Denkmal und den Aufgang gereinigt. Ein Landschaftsgärtner werde neue Bäume sowie Rhododendren pflanzen, damit das Umfeld des Denkmals wieder ansehnlicher werde. Kratz: „Wir sind glücklich, dass das Projekt dank der Förderungen endlich einen Abschluss finden kann.“

Von Ekkehard Schulreich

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