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Teichhaus Eschefeld meldet sich mit "Ökologischem Fußabdruck" zurück

Teichhaus Eschefeld meldet sich mit "Ökologischem Fußabdruck" zurück

Nach vier Monaten Sichten und Räumen sieht die neue Besatzung des Teichhauses Eschefeld Land: Janine Kirchner, Mitarbeiterin des Naturschutzbundes (Nabu) Sachsen, und Philipp Wöhner, der hier seinen Bundesfreiwilligendienst absolviert, wollen die Naturschutzstation zurückbringen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Ein erster Schritt soll eine Ausstellung mit dem Titel "Ökologischer Fußabdruck" sein, die am 21. September eröffnet wird. Für den 24. Oktober planen beide ein Herbstfest - und setzen dabei auf die Unterstützung vieler, denen das Teichhaus am Herzen liegt.

Über Monate ruhte der Betrieb in der Naturschutzstation. Seit der Nabu das Haus im Frühjahr neu besetzte, bemühen sich die 31-jährige Medien- und Kulturwissenschaftlerin und der 28-jährige Wasserwirtschaftler, Kontakte neu zu knüpfen, neue Bildungsangebote und Veranstaltungen vorzubereiten. Inzwischen nutzten bereits wieder Naturschutz-Gruppen, Vereine und Schulklassen das Haus, sagt Kirchner. Das sei ausbaufähig, und deshalb habe man das in die Jahre gekommene Gebäude im Inneren wieder auf Vordermann gebracht, um Veranstaltungen und Seminare ebenso zu ermöglichen wie mehrtägige Aufenthalte im Vogelschutzgebiet Eschefelder Teiche.

"Die Vögel stehen natürlich auch in der Zukunft im Fokus, aber wir wollen uns stärker als in der Vergangenheit anderen wichtigen Themen widmen, die damit untrennbar verbunden sind", sagt Philipp Wöhner. Er meint vor allem das Ökosystem Wasser - und rührt damit an einen wunden Punkt. Denn die Teiche drohen aufgrund von Wassermangel zu verlanden. Das hat gravierende Auswirkungen auf das Brutgeschäft der Wasservögel, betrifft aber auch jene vielen Arten, die das Areal als Rast- und Ruheplatz nutzen. "Unsere Einrichtung ist unmittelbar an das Schicksal der Teiche gekoppelt", sagt Janine Kirchner. Der Nabu selbst aber habe es nicht in der Hand, nachhaltige Verbesserungen herbeizuführen; er werde sich aber mit seiner Arbeit auch hier vor Ort dafür nachdrücklich einsetzen.

Aufmerksamkeit bringen soll zum Beispiel die Ausstellung "Ökologischer Fußabdruck, die das sächsische Umweltministerium bis Anfang November leihweise zur Verfügung stellt. Eröffnet wird sie am 22. September, und danach gibt es im Teichhaus geregelte Öffnungszeiten: dienstags und mittwochs von 10 bis 18 Uhr, Terminvereinbarungen darüber hinaus jederzeit möglich. Rund um diese Schau soll es Angebote für verschiedene Altersstufen geben. Der Nabu arbeitet zudem an einer Dauerausstellung über die Flora und Fauna des Teichgebietes, einem Schutzgebiet von europäischem Rang. Ein Förderantrag dafür ist gestellt.

Was die Station zu bieten hat, beschreibt ein Faltblatt, das demnächst in den Druck geht. Bereits in gedruckter Form liegen Publikationen zu verschiedenen Projekten vor, die von hier aus begleitet werden. Eines heißt "Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge". Ein anderes widmet sich "Bunten Gärten ohne Torf". Beide richten sich an ein breites Publikum, Kleingärtner und Freunde blühender Balkone eingeschlossen.

Die Potenziale des Teichhaus herausstellen soll das Herbstfest am 24. Oktober. Zugleich soll es eine Plattform sein für viele, die sich an diesem Tag auf besondere Weise einbringen möchten: Kuchen für die Besucher backen, Schafwollsocken anbieten, Ideen und Projekte vorstellen. "Das ist unsere Einladung an die ganze Region", sagt Janine Kirchner und blickt dabei über den Leipziger Südraum hinaus in das nahe Osterland. Mittelfristig plane man, zu der etablierten Naturschutz-Gruppe Älterer eine Jugendgruppe aufzubauen. Wer daran Interesse hat, das Herbstfest kann ein geeigneter Anlass sein, um auch darüber zu sprechen.

Informationen und Kontakt: Telefon 034348/53895 (zeitweise besetzt), teichhaus@nabu-sachsen.de, www.facebook.com/teichhauseschefeld

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.09.2015

Ekkehard Schulreich

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