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Geithain Teichhaus Eschefeld zählt 900 Besucher
Region Geithain Teichhaus Eschefeld zählt 900 Besucher
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08:00 31.12.2016
Blick auf die Naturschutzstation Teichhaus Eschefeld. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg/Eschefeld

Wer mit Blick auf die Nabu-Naturschutzstation Teichhaus Eschefeld sagt, es brummt, meint nicht nur die erhebliche Zahl von 900 Besuchern im zu Ende gehenden Jahr, sondern auch – Bienen. „Wir bauen eine kleine Imkerei auf. Zweimal haben wir schon Honig geschleudert“, sagt Philipp Wöhner, der die Station gemeinsam mit Janine Kirchner und Kathleen Burkhardt-Medicke betreut. Sie teilen sich in anderthalb Vollzeitstellen. Der Honig der vorerst zwei Völker wird im Teichhaus angeboten. Ein Projekt, das ausgebaut werden soll und das der Frohburger Imker Wolfram Heinicke unterstützt. Zustande kam der Kontakt im Frühsommer, als das Nabu-Team ein Schmetterlingscamp vorbereitete und unmittelbar vor der Ankunft der Schülergruppe sich ein Bienenvolk im Teichhaus-Hof niederließ. Heinicke fing die Tiere ein; die Idee, eine eigene kleine Imkerei aufzubauen, war geboren.

„Sie passt hervorragend zu dem, was wir hier anbieten“, sagt Janine Kirchner und verweist auf die vielfältigen Angebote der Umweltbildung und des Naturschutzes. Eines war besagtes Camp, das im Rahmen der sachsenweiten Mitmachaktion „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ stattfand. Die Klasse 5b der Frohburger Oberschule hatte dazu ein überzeugendes Plakat gestaltet und verbrachte deshalb ein erlebnisreiches Wochenende in der Station und im Naturschutzgebiet Eschefelder Teiche. Insgesamt sei die Frequenz durch Schulen, aber auch durch Horte und Kindergärten gestiegen, sagt Kirchner – egal ob bei Exkursionen, im fächerverbindenden Unterricht oder bei einer GPS-gestützten Schatzsuche. 400 der 900 Gäste seien Kinder und Jugendliche gewesen. Darüber hinaus sichert das Team Seminare für Bundesfreiwilligendienstler und Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres ab. Ornithologische Gruppen treffen sich hier in einem Vogelschutzgebiet von europäischem Rang. Externe Wissenschaftler und Fachgruppen nutzen das Haus für Tagungen. Hinzu kommen Veranstaltungen, die offen sind für alle Interessenten. So war kürzlich Klaus Eulenberger, viele Jahre Cheftierarzt des Leipziger Zoos, mit einem Vortrag zu Gast. Im Rahmen des Herbstfestes wurde zudem der 20. Jahrestag des Hauses in Nabu-Trägerschaft gefeiert.

„Ohne unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter und Freunde wäre ein solch breites Programm an Umweltbildungsveranstaltungen gar nicht machbar“, sagt Janine Kirchner. Das Team wisse dieses Engagement zu schätzen und danke allen, die sich auf ihre Weise einbrächten. Auf diese Unterstützung könne man auch im neuen Jahr nicht verzichten. Dazu zähle etwa auch der Schutz von Amphibien im Frühjahr. Joachim Krüger aus Geithain kümmere sich um einen Schutzzaum am Hegeholz bei Rathendorf. Ilona Schaumkessel biete nicht nur Natur- und Entspannungskurse, sondern helfe auch bei der Betreuung junger Besuchergruppen. Unterstützung bei Exkursionen im Teichgebiet leisteten die Mitglieder der ornithologischen Fachgruppe. Das Jahresprogramm 2017 befinde sich noch in der Erarbeitung, sagt Philipp Wöhner. Terminiert sei zum Beispiel im Januar ein Vortrag, der an den bekannten, aus Colditz stammenden Tierfotografen Helmut Drechsler erinnert; er findet am 24. Januar statt. Künftig werde es im Teichhaus regelmäßige Umweltabende geben, die allen Interessenten offen stünden: „Ein solcher Austausch ist uns sehr wichtig.“

Die Station ist Dienstag und Mittwoch von 10 bis 18 Uhr besetzt. Unter der Telefonnummer 034348/53895 lässt sich darüber hinaus ein Termin vereinbaren. www.teichhaus-eschefeld.NABU-sachsen.de

Von Ekkehard Schulreich

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