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Telefon im Geithainer Freibad klingelt heiß

Telefon im Geithainer Freibad klingelt heiß

Das Freibad in Geithain konnte gestern nicht öffnen, weil die Freigabe durch das Gesundheitsamt noch ausstand. Unzählige Badegäste erkundigten sich am Montag vor Ort nach dem Stand der Dinge oder riefen im Bad an.

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Geithains Freibad ist eröffnet

Alles ist fix und fertig im Geithainer Freibad, jetzt fehlt nur noch die Hygiene-Freigabe durch das Gesundheitsamt.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Für heute kündigen Kommune und Betreiber Oewa GmbH aktuelle Informationen an.

 

 

Strahlend blauer Himmel und flierrende Hitze, kristallblau glänzt das Wasser in den verschiedenen Becken des Freibades. Tische und Stühle leuchten weiß, der Rasen ist einladend gemäht. Das neue Sonnensegel wirft einen Schatten auf das Kinderbecken, frischer Sand schimmert auf dem Beachvolleyballfeld. Saubere Müllbeutel hängen in den Ständern und an der Tafel steht von 9 Uhr angeschrieben: Luft 21, Wasser 24 Grad.

 

 

Seit früh um 7 Uhr hatten Uwe Krause und Egbert Montag vom Geithainer Freibad-Team gestern Stühle abgewischt, Schirme rausgestellt, die Becken gesäubert. Sie waren davon ausgegangen, die Geithainer und ihre Gäste nun endlich einlassen zu können. Doch das Tor des Freibades blieb auch gestern zu Beginn der zweiten Ferienwoche geschlossen - dabei hatten alle gehofft, dass es sich endlich öffnen würde.

 

 

Mit dem Rad fahren Celine und Sarah Pechstein aus Narsdorf vor, nehmen enttäuscht zur Kenntnis, dass es noch nichts wird mit dem Bade-Tag. "Sonst gibt es nur noch Rochlitz, aber das geht schlecht mit dem Fahrrad", sagen die beiden. Peter Maszunat aus Königsfeld kommt erst einmal mit dem Auto gucken, auch er wollte sich später mit der Familie aufs Rad setzen und nach Geithain baden kommen. "In den letzten Jahren sind wir eigentlich immer hierher gefahren, erzählt er, das sei näher und man müsse nicht durch ganz Rochlitz durch - zumal die Enkelin jetzt in Geithain in die Schule geht. Auch seine Frau nutze mit ihrer Sportgruppe gern das hiesige Freibad. "Die Sicherheit für die Badegäste geht vor", erklärt ihm Uwe Krause, und der Königsfelder hat volles Verständnis. Er will am Mittwoch anrufen, wie es aussieht. Fast ununterbrochen klingelt das Telefon im Bad. Geduldig erklärt der 53-jährige Krause jedem den Sachstand. Die meisten Bürger seien traurig, aber verständnisvoll, erzählt er.

 

 

"Wir sind selber tieftraurig, es tut uns in der Seele weh. Die Kinder haben Ferien, die sollten doch jetzt schon hier sein. Wir haben uns voll reingelegt, alles ist gerichtet, und wir dürfen noch nicht öffnen", bedauert der Geithainer, dessen zwölfte Saison in diesem Freibad bevorsteht. Genauso geknickt ist Egbert Montag. "Aber wir geben die Hoffnung nicht auf", erklärt er. Die Technik funktioniere einwandfrei.

 

 

Bereits parallel zu den Reparaturarbeiten hatte das Freibad-Team mit der Vorbereitung der Saison begonnen, was immer viel Arbeit ist. Am 15. Juli startete dann der Probebetrieb und am 19. Juli war er so weit abgeschlossen, dass Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Wasserproben genommen haben.

 

 

"Wir hoffen, dass wir noch diese Woche aufmachen können", erklärt Uwe Krause gerade wieder einem potenziellen Badegast am Telefon. Nein, die vielen Nachfragen würden sie nicht nerven, sagen die beiden Männer entschieden. "Das zeigt doch, dass wir uns nicht umsonst anstrengen, sondern dass die Leute das Freibad wirklich wollen."

 

 

"Hoffen auf Dienstag": Das Freibad Geithain bleibt auch zu Beginn der zweiten Ferienwoche in Sachsen geschlossen, informierten die Stadt Geithain, der das Bad gehört, und die Oewa GmbH als Betreiber gestern gemeinsam. "Das Gesundheitsamt des Landkreises Leipzig konnte am Montagmorgen noch keine Hygienefreigabe für das Bad erteilen. Zur Begründung heißt es, die am Freitag der vergangenen Woche genommenen Wasserproben seien noch nicht abschließend ausgewertet".

Das Gesundheitsamt habe angekündigt, am Dienstagmorgen - also heute - die Entscheidung bekannt zu geben, ob das Bad unverzüglich öffnen kann oder eine weitere Analyse des Badewassers erforderlich ist, heißt es weiterhin.

Kommune und Oewa GmbH erinnern daran, dass im Januar der gesamte Technikkeller des Bades überschwemmt und die bäderspezifische Steuerungs- und Messtechnik in Mitleidenschaft gezogen worden war. "Es war lange fraglich, ob das Freibad in dieser Saison überhaupt öffnen kann", heißt es.

Eine ortsansässige Elektrofirma hatte am 10. Juni im Auftrag der Stadt damit begonnen, die notwendige Technik zu erneuern. Seit dem 15. Juli lief der Probebetrieb im Freibad, das die Oewa-Bädergesellschaft seit 2008 für die Stadt Geithain betreibt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2013

Inge Engelhardt

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