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Tobias Karte lädt Besucher wieder in sein Maislabyrinth nach Benndorf ein

Senf, Gerüche und ein Gefühl Tobias Karte lädt Besucher wieder in sein Maislabyrinth nach Benndorf ein

Das Benndorfer Maislabyrinth ist mittlerweile weit über seine Grenzen hinaus bekannt. Landwirt Tobias Karte hat vor 16 Jahren damit begonnen, in seinem Maisfeld Wege anzulegen, welche die Besucher keinesfalls in die Irre führen, sondern sie kommen sogar mit neuen Erfahrungen wieder heraus.

Wolfram Wadewitz mit seinen Enkeln Eric und Jonas auf Bildungstour im Maisfeld.

Quelle: René Beuckert

Frohburg/Benndorf. Das Benndorfer Maislabyrinth ist mittlerweile weit über seine Grenzen hinaus bekannt. Denn nicht nur Besucher aus dem Leipziger Landkreis nutzen im Sommer die Gelegenheit, im Labyrinth auf Entdeckertour zu gehen.

Landwirt Tobias Karte hat vor 16 Jahren damit begonnen, in seinem Maisfeld Wege anzulegen, welche die Besucher keinesfalls in die Irre führen, sondern sie kommen sogar mit neuen Erfahrungen wieder heraus. 1999 hat der Landwirt bei einem Besuch im Berliner Raum erstmals mit einem solchen Maislabyrinth Bekanntschaft gemacht. „Zwar waren mir Maisfeldlabyrinthe schon bekannt, aber durch die erste Begegnung damit ist bei mir gleich die Idee gereift, auf meinem Feld in Benndorf auch ein solches anzulegen, wobei das Labyrinth sofort gut angenommen wurde“, sagt er. Doch ein Irrgarten als solcher war Tobias Karte zu wenig, und so spickte er das Maislabyrinth mit verschiedenen Stationen, die den Besuchern Anreiz verleihen, mehr über Landwirtschaft und Natur zu erfahren. „Jedes Jahr stelle ich unter ein bestimmtes Motto und arbeite dazu Fragen aus.“ Doch das Fachwissen eines Landwirts in Fragen zu formulieren, die den Labyrinthbesuchern auch passende Antworten ermöglichen, sei anfangs gar nicht so leicht gewesen. Einmal wählte Karte das Thema das Schwein aus und da kamen solche Fragen auf, wie viel Ferkel eine Sau wirft oder was ein Läufer ist.

In diesem Jahr stand das Wissen um den Senf im Vordergrund. Auch Fragen nach Kräutern, die erschnüffelt werden mussten, wurden gestellt. Um es den Leuten, die nicht vom Lande kommen oder keinen Garten haben, leichter zu machen, durften sie vor der Tour Geruchsproben nehmen, die klar deklariert waren. Ob allerdings im Maisfeld die Gerüche noch verfügbar waren, verriet am Ende der ausgefüllte Zettel.

Wolfram Wadewitz fuhr mit seinen Enkelkindern nach Benndorf, um dort eine spannende Zeit zu verbringen. „Es ist immer wieder aufschlussreich zu bemerken, wie die Kinder bemüht sind die mitten im Maisfeld gestellten Fragen zu beantworten. Manchmal helfe ich schon mit, doch alles weiß ich auch nicht sofort“, verrät Wolfram Wadewitz. Enkel Eric meinte, es sei für ihn recht interessant gewesen durch das Blättermeer des Maisfeldes zu laufen. Auch sein Bruder Jonas hatte Gefallen daran, den richtigen Weg zu finden.

Auch Familie Heller ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, das Labyrinth zu durchqueren. „Ich hatte zum Glück das Navi mit“, scherzte Heiko Heller. Sein Sohn Marek stellte fest, dass er vom Aussichtspunkt im Labyrinth das gesamte Maisfeld überblicken konnte. Für alle war vor allem die Beantwortung der Fragen bedeutsam, die sie gemeinsam lösten. Mutter Anja war überzeugt, dass sie die Kräuter auf Anhieb erkannt habe, zumal sie Thymian, Pfefferminze, Sellerie, Bohnenkraut und Basilikum im Garten aufziehen. „Für mich fühlte sich das Maisfeld im ersten Moment an, mitten im Dschungel zu laufen“, berichtete Anja Heller über ihre Eindrücke.

Landwirt Tobias Karte freut sich über das rege Besucherinteresse. Wer in das Labyrinth einkehrt, hat vier Kilometer Wegstrecke vor sich. Mit dem Beantworten der Fragen kann so eine Tour weit über eine Stunde dauern.

Von René Beuckert

Frohburg/Benndorf 51.0677759 12.5385957
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