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Geithain Töpfe, Teller, Tiere: Qual der Wahl bei Tönernem an 30 Ständen
Region Geithain Töpfe, Teller, Tiere: Qual der Wahl bei Tönernem an 30 Ständen
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00:23 20.05.2015
Tierisch, tierisch: Phillip (l.), Florian und Charlotte hatten es die Figuren der Plottendorfer Keramikerin Eva Hermann angetan. Quelle: Roger Dietze
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Kohren-Sahlis

Am Beginn des mittlerweile 23. Töpfermarktes, der traditionell eine Bastion der Kohrener Traditionstöpferei Arnold ist, erstand Neukieritzschs (Noch-)Bürgermeister Henry Graichen (CDU) eine tönerne Obstfliegenfalle. "Sie wurde mir wärmstens empfohlen, und wenn meine Frau im Moment schon sehr viel auf mich verzichten muss, dann hat sie sich eine kleine Aufmerksamkeit verdient", so das Kommunaloberhaupt. Dies umso mehr, wenn die kleine Aufmerksamkeit mit einem heißen Tipp verbunden wird. "Apfelsaft eignet sich besser als Lockmittel als Essig, und ein Spritzer Spülmittel erhöht noch einmal die Wirkung", gab Simone Döhler vom Töpferhaus Arnold mit auf den Weg.

Mit auf den Weg bekam jeder Töpfermarkt-Besucher an den beiden vergangenen Tagen einen Flyer mit dem umfangreichen, die Traditionsveranstaltung umrahmenden Programm. Auf der Bühne neben dem Töpferbrunnen gaben sich lokale wie regionale Akteure aus Vereinen (Kohrener Kulturfreunde) und Wohlfahrtsverbänden (Lebenshilfe-Band "Ich und die anderen") die Klinke in die Hand, Stadtführungen und Angebote für die kleinen Besucher rundeten das Wochenende in Kohren-Sahlis ab.

Apropos rund: Um den Töpfermarkt alljährlich zu einer "runden Sache" werden zu lassen, bedarf es laut der Cheforganisatorin und 1. Vorsitzenden des Töpfermarkt-Vereins, Gundula Müller, des Engagements vieler. "Herausheben aus der Vielzahl der helfenden Hände möchte ich unsere Freiwillige Feuerwehr, die für den reibungslosen Ablauf an beiden Tage gesorgt hat, sowie das Deutsche Rote Kreuz, das jeweils mit zwei Mitarbeitern vor Ort war", so Gundula Müller, deren Verein in diesem Jahr zum zweiten Mal den Töpfermarkt-Brunnen-Preis ausgelobt hatte. Dass nicht alle der reichlich 30 Töpfereien, die sich an den beiden Tagen in Kohren präsentiert haben, ein Stück unter dem Thema "Italien" zu jenem beisteuerten, hakte die Vereinsvorsitzende unter der Rubrik "bedauerlich, aber nicht zu ändern" ab. "Umso mehr hat es uns gefreut, dass uns die auf die Raku-Keramik spezialisierte Töpferei aus der Tschechischen Republik zum zweiten Mal mit einem Schaubrennofen die Ehre gegeben hat."

Mit von der Partie war einmal mehr vonne Schneider von Keramik-Design Mandry aus Glasten. Im Unterschied zu den beiden gastgebenden Kohrener Töpfereien, die auf eine lange Tradition zurückblicken, ist der einstige Arnold-Lehrling erst seit wenigen Jahren auf dem Töpfermarkt vertreten. "Aller Anfang ist natürlich auch in meiner Branche schwer, mittlerweile jedoch haben sich die Umsätze positiv entwickelt", so die 35-Jährige.

Gute Umsätze machten auch die Vertreter aus der Kohrener Partnerkommune Montottone. Neben Weiß- und Rotwein brachten die Städtepartner auch einen Vino Cotto unters Töpfermarkt-Volk, jene gekochte Weinspezialität aus der mittelitalienischen Marken-Region, die geschmacklich an einen Likör erinnert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.05.2015
Roger Dietze

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