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Töpferstadt startet neue "Brautwerbe-Offensive"

Töpferstadt startet neue "Brautwerbe-Offensive"

Es gibt bei Grundstücksverkäufen Fortschritte, doch der ganz große Wurf ist der Töpferstadt in den zurückliegenden beiden Jahren noch nicht gelungen. Dabei wurde das Geld dringend benötigt, um den Vermögenshaushalt wenigstens ausgleichen zu können.

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Den alten Bahnhof hätte die Stadt gern in gute private Hände abgegeben, ist er doch ein stadtprägendes Gebäude. Bisher scheiterten alle Versuche.

Quelle: Taubert

Kohren-Sahlis. Noch aber wartet manches Objekt auf seinen "Prinzen". 2013 soll deshalb eine neue "Brautwerbe-Offensive" gestartet werden.

Ein Aufschwung ist sichtbar, das beharrliche Ringen, zeitigte einige Erfolge. Am meisten freut Bürgermeister Siegmund Mohaupt (51, CDU), dass endlich die beiden seit vielen Jahren bestehenden Gewerbegebiete Pflug und Dolsenhain nun vollends an den Mann gebracht sind. "Das Gute ist neben den dadurch erzielten Einnahmen, dass die restlichen Flächen von dort angesiedelten einheimischen Firmen erworben wurden. Das lässt uns auf deren Zukunft hoffen, erhält Arbeitsplätze und bringt Steuern", so das Stadtoberhaupt.

Als viel schwieriger dagegen erwies es sich, für ältere Gebäude, die meist schon Jahre und Jahrzehnte vor sich hindümpeln, Käufer zu finden. Zwar gäbe es auch da Fortschritte, beispielsweise bezüglich der einstigen Grundschule Gnandstein. "Die konnten wir veräußern und sie ist inzwischen zu einem sehr ansehnlichen Objekt im Ortsteil geworden. Auch in Jahnshain macht es Freude, wie ein junges Künstlerehepaar, das einen Vierseithof, das alte Gut Heinicke, erwarb, den schon auf Vordermann brachte", so Mohaupt.

Dagegen zerschlugen sich bisher die Hoffnungen, die ehemalige Kindertagesstätte in der Karl-Marx-Straße schnell zu veräußern. Die steht seit Juli 2008 leer, als die Steppkes nebenan in ihren modernen Neubau umzogen. Dabei sei die Bausubstanz ganz in Ordnung, könne man sich vorstellen, dass hier altersgerechte Wohnungen entstehen können. "Es waren auch Interessenten da. Denen war das Gebäude aber meist zu groß", so Mohaupt.

Und die Stadt hat noch einige Sorgenkinder auf der Agenda, darunter das einstige Bahnhofsgebäude. Bis 1999 war es vermietet und muss inzwischen grundsaniert werden, falls es einen Abnehmer findet. Schon mehrfach in diesen 14 Jahren gab es Hoffnung. Geklappt hat es nie.

Auch der einstige Gasthof mit Saalanbau und zahlreichen Nebengelassen im Zentrum Gnandsteins fand - trotz eines herrlichen Blicks auf die Burg - bisher keinen Abnehmer. Verschiedenste Vorstellungen und Projekte gab es, wie er genutzt werden könne. Denn schon seit 1994 steht er leer, ist das knapp 3400 Quadratmeter große Grundstück verwaist.

Weitere Objekte werden zur Verkaufsliste kommen, ist schon klar: Für die einstige alte Schule in Jahnshain müsse ein Käufer gesucht werden, wenn die Verhandlungen mit dem Ortschaftsrat negativ verliefen oder sich nicht doch noch ein Verein gründe, um das Haus als Gemeindezentrum für die Allgemeinheit des Ortes zu nutzen. Auch in der früheren Schule in der Kohren-Sahliser Pestalozzistraße, von der Lage her ein Top-Gebäude, sind im Moment nur einzelne Räume vermietet.

In Bälde soll durch neue Vernetzungsaktivitäten einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, was in der Töpferstadt so zu haben wäre. "Wir erstellen ein Dokument, das dann per Internet und Medien verteilt wird", so Mohaupt. Er hofft darauf, dass angesichts der geringen Sparzinsen vielleicht ein mancher überlegt, ob er nicht lieber das Geld in solch ein Objekt investieren sollte. Der Kommune wär's recht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.02.2013

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