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Ton für Obergräfenhains Dachziegelwerk: Abbau ab 2018

Auslegung von Akten Ton für Obergräfenhains Dachziegelwerk: Abbau ab 2018

Aus zwei neuen Tontagebauen bezieht das Obergräfenhainer Dachziegelwerk demnächst seinen Haupt-Rohstoff. Der Abbau im Feld Langenleuba-Oberhain beginnt 2018. Welche Konsequenzen das für die umliegenden Orte hat, steht in den Genehmigungsakten. Die liegen jetzt zur Einsicht aus.

Blick auf das Dachziegelwerk Obergräfenhain.

Quelle: Jens Paul Taubert

Penig/Obergräfenhain. Der Rohstoff für die Produktion im Obergräfenhainer Dachziegelwerk ist für die nächsten drei Jahrzehnte gesichert. Mit dem Planfeststellungsbeschluss, den das Sächsische Oberbergamt erteilte, ist ein neuer Tontagebau Langenleuba-Oberhain/Rathendorf genehmigt. Das Abbaufeld Langenleuba-Oberhain, rund 100 Hektar groß, soll auf einer Fläche von 78 Hektar Stück für Stück ausgebeutet werden. Die Braas GmbH beziffert die Rohstoffmenge, die hier lagert, auf 5,5 Millionen Tonnen. Zum Gesamtvorhaben zählt ferner das Abbaufeld Rathendorf, das zwischen Rathendorf und Jahnshain liegt. Braas hat inzwischen eine Trasse gebaut, über die ab dem Frühjahr 2018 der Ton aus dem Oberhainer Feld direkt in das Obergräfenhainer Werk rollen soll.

Der Genehmigungsbeschluss samt erteilter Auflagen liegt in den Rathäusern von Geithain, Kohren-Sahlis und Penig ab dieser Woche zur Einsichtnahme aus. Die Frist endet am 21. November, in Geithain bereits am 20. November. Die LVZ fragte Behördenleiter Oberberghauptmann Bernhard Cramer nach Details.

Oberberghauptmann Bernhard Cramer leitet das Sächsische Oberbergamt in Freiberg, die Genehmigungsbehörde

Oberberghauptmann Bernhard Cramer leitet das Sächsische Oberbergamt in Freiberg, die Genehmigungsbehörde.

Quelle: Oberbergamt

Wann kann die Erschließung des neuen Abbaufeldes beginnen, wann die Förderung?

Für den Aufschluss des Tagebaus ist noch die Zulassung eines den Rahmenbetriebsplan untersetzenden Hauptbetriebsplanes notwendig. Der Aufschluss des Tagebaus ist für das nächste Jahr geplant.

Die Genehmigung erging mit Auflagen – welchen?

Sie betreffen unter anderem die Betriebsführung, den Immissionsschutz, den Naturschutz und das Wasserrecht. Über die Details kann man sich während der Auslegung informieren.

Wonach bemisst sich, welche Flächen nach dem Abbau des Tons der Landwirtschaft zurückzugeben sind?

Der genehmigte Rahmenbetriebsplan enthält einen Plan für die Wiedernutzbarmachung der in Anspruch genommenen Flächen. Danach werden rund 90 Prozent der Flächen wieder an die Landwirtschaft zurückgegeben.

Wie werden jene entschädigt, die Flächen abgeben müssen?

Der Unternehmer muss vor der Inanspruchnahme von Flächen gegenüber dem Sächsischen Oberbergamt nachweisen, dass er verfügungsberechtigt ist. Wie diese Verfügungsberechtigung aussieht, unterliegt privatem Recht. Dem unterliegen auch Kaufpreise und Entschädigungsleistungen.

Welche Festlegungen zum Schutz der Orte vor Lärm und Staub gibt es?

Im Rahmenbetriebsplan werden Maßnahmen zum Schutz vor Lärm- und Staubimmissionen vorgeschlagen, welche durch die Genehmigung festgeschrieben wurden. Sie enthalten insbesondere die Anlage von Erdwällen und Anpflanzungen zum Schutz der Siedlungen. Außerdem wurden Immissionswerte festgelegt, welche nicht überschritten werden dürfen und deren Einhaltung mit einer Messung nach Einrichtung des Regelbetriebes überprüft werden muss.

Wann wird die Straße Rathendorf - Jahnshain überbaggert? Welchen Ersatz gibt es?

Die zeitliche Abfolge der Inanspruchnahme ist dahingehend festgelegt, dass zuerst das Feld Langenleuba-Oberhain abgebaut wird. Erst wenn dessen Vorräte erschöpft sind, folgt das Feld Rathendorf. Konkrete zeitliche Angaben sind nicht möglich, der Abbau der einzelnen Felder kann 30 bis 50 Jahre in Anspruch nehmen. Die Straße Rathendorf – Jahnshain wird nicht überbaggert. Sie wird im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme des Feldes Rathendorf kurzzeitig unterbrochen, um eine Unterführung zu realisieren. Weitere Aussagen und Planungen sind im mit dem Planfeststellungsbeschluss ausliegenden Rahmenbetriebsplan enthalten.

Von Ekkehard Schulreich

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