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Geithain Toter in Bad Lausicker Wohnung: Polizei schließt ein Verbrechen aus
Region Geithain Toter in Bad Lausicker Wohnung: Polizei schließt ein Verbrechen aus
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17:00 26.10.2017
In diesem Haus in der Bad Lausicker Heinrich-Heine-Straße wurde der Tote gefunden. Quelle: Ekkehard Schulreich
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Bad Lausick

Noch ist das Todesermittlungsverfahren, das die Staatsanwaltschaft Leipzig führt, nicht abgeschlossen, doch als sicher gilt: Der 38 Jahre alte Mann, der am Montagmittag in einer Wohnung in Bad Lausick tot aufgefunden wurde, fiel keinem Verbrechen zum Opfer. „Es gibt nach den Ermittlungen keinerlei Hinweise auf eine Fremdeinwirkung“, sagte Alexander Bertram von der Polizeidirektion Leipzig am Donnerstagnachmittag der LVZ. Man müsse von einem Unfall oder einen Suizid ausgehen.

Rettungssanitäter waren am Montag zu einer Wohnung in der Heinrich-Heine-Straße gerufen worden. In ihr entdeckten sie eine leblose Person. Außerdem befand sich in der Wohnung eine Gasflasche, aus der eine unbekannte Substanz ausströmte. Diese unklare, eine Gefährdung implizierende Situation hatte sie veranlasst, die Feuerwehr zu alarmieren. Die war sofort mit zahlreichen Kräften ausgerückt und hatte, um jegliches Risiko auszuschließen, das gesamte Haus evakuiert. Der Sperrkreis war schließlich auf 50 Meter ausgeweitet worden, was die Evakuierung eines zweiten Mietshauses und die zeitweilige Schließung eines Baumarktes zur Folge hatte.

Tomy Klisch, Chef der Bad Lausicker Feuerwehr und Leiter dieses Einsatzes, sprach von einer reinen Vorsichtsmaßnahme. Zahlreiche Rettungskräfte und die Polizei leisteten bei der Evakuierung Unterstützung.

Nachdem der ABC-Messwagen des Katastrophenschutzes des Landkreises vor Ort war, ging dann alles recht schnell: Ein Erkundungstrupp betrat Haus und Wohnung unter Vollschutz und nahm Messungen vor. Dabei stellte sich heraus, dass Helium ausgeströmt war, ein an sich ungiftiges Gas. Die Bewohner, die vorübergehend in einer benachbarten Physiotherapie ein Domizil gefunden hatten, konnten nach drei Stunden in ihre Wohnungen zurückkehren.

Von Ekkehard Schulreich

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