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Geithain Traumstart in die Saison: Märchen, Miniaturen und Museum locken nach Gnandstein
Region Geithain Traumstart in die Saison: Märchen, Miniaturen und Museum locken nach Gnandstein
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18:00 02.04.2017
Conny und Henrik Lindner waren mit ihrem Söhnchen Kurt aus Leipzig angereist, und der stürmte mit dem Laufrad zwischen Märchen und Miniaturen umher. Quelle: Gislinde Redepenning
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Gnandstein

Besser hätte die Saison nicht beginnen können. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen öffnete der Märchengarten zu Füßen der Burg Gnandstein am Sonnabend zum ersten Mal in diesem Jahr seine Pforten.

„So darf es weitergehen“, freute sich Petra Sporbert. Nach langen Wintermonaten, in denen sie restauriert, renoviert und rundumerneuert hat, betreut sie nun wieder kleine und große Besucher. Seit zehn Jahren führt die gute Seele durch Märchen, Miniaturen und eine kleine Menagerie mit Meerschweinen, Mümmelmännern und Hängebauchschwein Schnitzel. „Solch ein Wetter wünschen wir uns die ganze Saison, vor allem zu Ostern.“ Für das Fest hat sie sich etwas Besonderes ausgedacht. „Die Kinder bekommen kleine Körbchen mit Überraschungen. Und mit etwas Glück hat die Kaninchenmutter bis dahin kleine Osterhasen bekommen“, verrät Petra Sporbert. Zur traditionellen Eiersuche und zum Basteln haben sich schon einige Familien angemeldet.

Unter dem Motto „Verdrehte Märchenwelt“ ging der Nachwuchs, bewaffnet mit Zettel und Stift, zwischen den 35 Häuschen von Frau Holle, Rotkäppchen, der Meerjungfrau und dem standhaften Zinnsoldaten auf Spurensuche nach Fehlern. „Die haben wir in die kurzen Beschreibungen der Märchen eingebaut, das regt zum aufmerksamen Lesen an“, erklärt die Betreiberin. „Früher haben wir für das Spiel, bei dem es Preise aus dem Kohrener Land zu gewinnen gibt, die Figuren umgestellt und Szenen verändert, aber das hat unsere Besucher zu sehr irritiert.“

Von der Märchenwelt führen die Spazierwege zur Miniaturenlandschaft mit Szenen aus der Umgebung, bevölkert von Scharen selbst getöpferter Figuren, die in frischen Farben historische, vergangene und ganz aktuelle Schauplätze beleben. Sie wandeln durch den Löserschen Lustgarten, feiern Hochzeit vor dem romantischen Schwindpavillon, tummeln sich auf dem Töpfermarkt oder angeln beim „Koi-Cup“ um die Wette. Dazwischen tuckert die Garten-Eisenbahn.

Langweilig wird es auf dem Refugium nie. Die fünfjährige Selina, mit Papa Matthias Huth und den Großeltern unterwegs, hatte auf dem Kinderkarussell ebenso viel Spaß wie der zweijährige Kurt, der mit seinen Eltern aus Leipzig angereist war. „Wir sind ganz spontan hergekommen, weil wir auf der Sommerrodelbahn in Kohren-Sahlis die Werbung für den Märchengarten gesehen haben“, erzählten Conny uns Henrik Lindner. „Das hat sich auf jeden Fall gelohnt.“

Alle Hände voll zu tun hatte auch Andrea Böttger, Verwaltungsleiterin der Burgen und Schlösser Rochlitz, Colditz und Gnandstein, an der Kasse des Museums. „Die Resonanz ist sehr gut“, freute sie sich. „Schon mehr als 100 Besucher bis zum frühen Nachmittag hatten wir am ersten Tag nach der Winterpause noch nie.“ Vor allem diejenigen, die schon früher in der Burg waren, staunten über die Schönheit der prächtig renovierten Räumlichkeiten. „Ein Ehepaar, das vor 35 Jahren in der HO-Gaststätte, die jetzt Burg-Restaurant ist, Silberhochzeit gefeiert hatte, war ganz begeistert“, so Böttger.

Von Gislinde Redepenning

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