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Geithain Trotz Regen: Andrang beim Weihnachtsmarkt in Prießnitz
Region Geithain Trotz Regen: Andrang beim Weihnachtsmarkt in Prießnitz
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11:50 03.12.2018
Vom Regen nicht verdrießen ließen sich die Mädchen und Jungen des „Kinderlands“ bei ihrem Programm. Quelle: Ekkehard Schulreich
Frohburg/Prießnitz

Ein bisschen Schnee anstelle des Regens wäre dem Heimatverein Prießnitz/Trebishain zu seinem 20. Weihnachtsmarkt auf dem Hof von Rittergut und Schloss zu gönnen gewesen. Dass die Wetterkapriolen der Jubiläumsveranstaltung am Sonntag kaum Abbruch tun konnten, zeigt, welch guten Ruf der Verein und seine Helfer sich in zwei Jahrzehnten erarbeitet haben.

Hunderte Besucher kamen trotz des schlechten Wetters zum Weihnachtsmarkt

Mehrere Hundert Besucher erlebten das Bühnenprogramm, fanden ein trockenes Plätzchen in den Museumsräumen und historischen Werkstätten. Gestartet war der Markt mit dem traditionellen Adventssingen in der Annenkirche.

„Einwandfrei. Die geben sich alle Mühe hier. Die alten Ackergeräte haben es mir besonders angetan. Da muss ich noch mal mit den Enkeln her“, sagte Martin Voigt aus Bruchheim. Im Ritterguts-Foyer ließ er sich den Kuchen schmecken, den die Frauen des Heimatvereins gebacken hatten. Ingrid Guhr und Edith Schubert gehörten zu jenen, die alle Hände mit dem Kaffeeausschank zu tun hatten. „Unser Kuchen wird immer gern gekauft. Wir freuen uns, wenn er alle wird“, sagte Guhr.

Schau zum bäuerlichen Leben in Prießnitz

Wer einmal im Haus war, stieg meist ein paar Stufen nach oben, um die Schau des Vereins zum bäuerlichen Leben in Augenschein zu nehmen. Abgerundet wird die seit dem Sonntag durch Tafeln, die sich, gestaltet von Hans-Jürgen Ketzer, dem Wyhraer Museumschef, zwei namhaften Vertretern derer von Einsiedel widmen. Das ist jenes Geschlecht, das über Jahrhunderte in Prießnitz ansässig war. Oder sie begaben sich hinab in das Kellergewölbe, wo eine Märchenerzählerin zu begeistern verstand – nicht nur Kinder wie Maxi aus Prießnitz, die den Weihnachtsmarkt insgesamt „ganz toll“ fand.

In den Werkstatt-Räumen gab es viel zu schauen. Quelle: Ekkehard Schulreich

Dem Regen trotzten auf der Bühne die Mädchen und Jungen des „Kinderlands“, die Tänzer der „Movetastixs“, die Vollgas GmbH mit ihrem Weihnachtsmärchen. Melanie Britt, Emelie Heinke, Rico Bohne, Kevin Heinke und Lars Tomaschewski, die als Mitglieder des Posaunenchores Frankenhain den Markt eröffnet hatten, wärmten sich an einem der Feuer auf. Im Seitenflügel des Gutes gab es Weihnachtliches und kleine Geschenke. „Meine Kinder haben ein bisschen mitgebastelt, diese Adventskerzenhalter hier“, sagte Bianka Wutta aus Elbisbach am Stand von Angela Hoffmann.

Prießnitzer Holzgestalter Ricky Radünz zeigte Mobilar

Für einen Aha-Effekt sorgte der Prießnitzer Holzgestalter Ricky Radünz, denn neben in Handarbeit gefertigtem Mobiliar zeigte er Binder aus edlem Holz. Die fanden Ursula und Wolfgang Holtsch aus Bad Lausick bemerkenswert – und waren sich einig: „Wir kommen immer gern nach Prießnitz. Das ist für uns der schönste Weihnachtsmarkt weit und breit.“ Radünz, zum dritten Mal dabei, bestätigte: „Ich finde das Konzept gut, sich auf einen Tag zu konzentrieren. Da lohnt sich der Aufwand.“

Andreas Mäder mit dem Prießnitz-Kalender. Quelle: Ekkehard Schulreich

Hans-Peter Zacharias aus Colditz gab sich als regelmäßiger Gast zu erkennen. Er zollte den Organisatoren höchste Anerkennung. Eigens zum Jubiläum hatte Andreas Mäder, der Vorsitzende des Heimatvereins, einen Kalender mit historischen Ansichten aus Prießnitz kreiert. Er wurde gut nachgefragt. Mäders Resümee: „Trotz des schlechten Wetters sind viele gekommen. Auch die Ausstellungen werden lebhaft besucht.“ Nach dem Aufräumen ist für den Verein erst einmal Pause: Zu Ostern 2019 beginnt die neue Museumssaison.

Von Ekkehard Schulreich

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