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Geithain Trotz Straßenbau und Granatenfund ging es bei Audigaster Narren rund
Region Geithain Trotz Straßenbau und Granatenfund ging es bei Audigaster Narren rund
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14:09 14.02.2016
Der Nachwuchs tanzt auf dem Weg in die große Garde. Quelle: Gislinde Redepenning
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Groitzsch/Audigast

Dass nicht mehr im Saal des heimischen Gasthofes gefeiert wird, hatten noch nicht alle auswärtigen Gäste mitbekommen. Ein paar kostümierte Gestalten rauchten vor dem Eingang die letzte Zigarette, bevor sie mitbekamen, dass das jecke Volk an ihnen vorbei Richtung prächtig geschmücktes und kuschelig warmes Zelt strebte. „Im letzten Jahr haben wir zum ersten Mal ins Festzelt eingeladen, das wurde sehr gut angenommen“, erzählt Roland Apelt, Vizepräsident und lebhafter Moderator der Shows. „Aus Kostengründen legen wir nun unsere drei Veranstaltungen auf ein Wochenende.“

Über die Verlängerung der Saison freuten sich nicht nur Pegaus Karnevalspräsident Heiko Günther und Vertreter seines Elferrats. Sie beklatschten lautstark alle Höhepunkte im Programm und erhoben sich respektvoll zum Einmarsch der FCA-Führung, der Garden und Hoheiten.

Seine Tollität Erik I. und Ihre Lieblichkeit Mandy I., seit zwei Jahren Kobschützer, haben sich prächtig in die Dorfgemeinschaft integriert und wachen gemeinsam über die Einhaltung der närrischen Regeln.

Präsident Rolf Fischer stimmte ein dreifaches „Audigast ahoi“ an, bevor er den ortsfremden Faschingsfreunden das diesjährige Motto „Trotz Straßenbau und Granatenfund, beim FCA gehts immer rund“ erklärte. „Die Bundesstraße zwischen Audigast und Kobschütz war lange gesperrt, da hatten wir hier eine sehr ruhige Zeit, waren praktisch abgeschnitten“, blickt er augenzwinkernd zurück. Munitionsfunde hatten die Bauarbeiten zusätzlich verzögert. „Jetzt sausen die Autos wieder aus allen Richtungen so schnell an unseren Grundstücken vorbei, dass wir kaum rauskommen.“

Rund 70 Mitwirkende boten ein unterhaltsames Programm. Die Gardetänzerinnen unter Leitung von Carola Kahle fegten ebenso wie die Showtanzgruppen leichtfüssig übers Parkett. Mittendrin Sina (18), Tochter von Hobbyfotograf Heiko Meißner, der das Geschehen seit Jahren für seine Vereinsfreunde in bunten und bewegten Bildern festhält.

Günter Hillert, der nur ein paar Schritte quer über die Straße gehen muss, lässt sich keine Veranstaltung entgehen. Ihn begeistern nicht nur die Line Dancer im Country- und Cowboy-Look. „Die kenne ich alle, das sind meine Nachbarn“, freute er sich über den gelungenen Auftritt. Zum Kinderfasching am Sonntag hat er seine Enkel Jan-Joel (3) und Julian (7) mitgenommen. Sie sind der Nachwuchs, den Rolf Fischer und gerne inspirieren würden, später einmal in ihre Fußstapfen zu treten. „Die Führungsriege ist seit der Gründung 1980 dabei, es wird Zeit, dass jüngere Leute mitmischen.“

Von Gislinde Redepenning

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