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Geithain Turnhallen-Dilemma: Bad Lausick favorisiert jetzt einen Neubau
Region Geithain Turnhallen-Dilemma: Bad Lausick favorisiert jetzt einen Neubau
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11:04 07.09.2011
Quelle: Axel Höer
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Bad Lausick

Der soll deutlich größer als der ein Jahrhundert alte Bau mit seiner markanten Decke werden. Fördermittel für den 2,8 Millionen-Bau wurden am letzten Augusttag beantragt. Nun heißt es hoffen.

22 Meter breit und 44 Meter lang, so lautet das Standardmaß für Zwei-Felder-Hallen, wenn man den reinen Sportboden betrachtet. Schon daran wird deutlich, die neue Halle, die - wenn es der Fördermittel-Geber Sächsische Aufbaubank will - bald nahe der Bad Lausicker Mittelschule entstehen könnte, größer wird als der einst vom Turnverein Bad Lausick 1846 errichtete Bau. An die beiden Hallenfelder schließt sich westlich ein Gebäudetrakt an, der auf zwei Ebenen Sanitärräume und Garderoben aufnimmt. Der Geländesprung des zum Sportplatz hin abfallenden Areals werde im Baukörper aufgegriffen, erläutert der Bad Lausicker Architekt Axel Höer.

 „Die Felder der Halle befinden sich auf dem Höhenniveau des Sportplatzes", sagt er. Zu den Räumen des Erdgeschosses blieben zwei als Tribüne zu nutzende Stufen. Der Zugang zum Haus erfolgt von der Seite des Jugendzentrums her - barrierefrei für das Erdgeschoss, über Treppen in die erste Etage, wo die Zahl der Räume auch einen Wettkampf mit mehreren Gastmannschaften erlaube und wo es eine Galerie zu den Spielfeldern hin gebe. Der Neubau wird insgesamt acht Meter hoch.

Der heutige, ohnehin wenig komfortable Sportplatz wird während der Bauphase wahrscheinlich Maschinen und Material aufnehmen. Danach müsste er in einen zweiten Schritt neu gestaltet werden. Südlich des Jugendzentrums, an der Stelle eines maroden Flachbaus, sind 18 PKW-Stellplätze vorgesehen.

1,5 Millionen Euro will die Stadt Bad Lausick von ihrem Ersparten in dieses Projekt investieren. Sie hofft dabei auf 1,3 Millionen Euro Fördermittel. Würden die bewilligt, könnte die Halle günstigenfalls Ende 2013 fertiggestellt sein und einen seit Jahren viel kritisierten Missstand beseitigen. Was aber wird, wenn das Land Sachsen die Förderung versagt? „Bei der zwingenden Notwendigkeit dieser Investition wird der Freistaat eine Möglichkeit sehen, sie zu fördern", gibt sich Bürgermeister Josef Eisenmann (CDU) zuversichtlich.

Der Mittelschul-Standort sei gesichert, die Halle also unverzichtbar. Würden neben den Mittelschülern auch die Grundschüler die Halle gleichermaßen nutzen, wie es der Idee einer Konzentration von Schule auf einem Campus zugrunde liegt, würde das die Auslastung des Neubaus noch steigern und die ebenfalls nötige Sanierung der Turnhalle im Neubaugebiet wohl verzichtbar machen.

Ekkehard Schulreich

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