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Geithain Üben für den Ernstfall
Region Geithain Üben für den Ernstfall
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00:33 22.06.2015
Übung in der Schule Frankenhain: Die Versorgung der Verletzten erfolgte durch das DRK Geithain, Lutz Peltzer und Dieter Schlichter "helfen" Christian Lüpfert. Quelle: Jens Paul Taubert
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In Minutenschnelle waren die Feuerwehren Frankenhain, Hopfgarten, Tautenhain und Frohburg mit der Drehleiter vor Ort, 35 Kameraden stürmten teils unter Atemschutz in das Schulhaus. Das sah gefährlich und echt aus, war zum Glück aber nur eine Übung, erklärte Schulleiterin Karin Raabe (65).

Nach gut einer Stunde war der Einsatz wieder vorbei, alle Personen gerettet und niemand zu Schaden gekommen. "Ich bin sehr zufrieden, wie das heute abgelaufen ist. Hier und da haben ein paar Handgriffe noch nicht ganz gesessen, aber sonst war alles in Ordnung", stellte der Einsatzleiter Christopher Martin fest und bedankte sich bei allen Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft. "Ich möchte mich vor allem bei denjenigen entschuldigen, die am Mittwoch schon bei Ladenburger im Einsatz waren und jetzt zwei Tage hintereinander rausgerufen wurden. Aber diese Übung war schon lange geplant, wir wollten sie nicht absagen." Auch Kreisbrandmeister Nils Adam machte den Kameraden ein dickes Kompliment: "Das, was ich gesehen habe, hat mir gefallen. Eine Übung in der Schule ist immer die beste Nachwuchswerbung für unsere Feuerwehr."

Nach dem geprobten Ernstfall klang der Abend für die 90 Grundschüler, Lehrer und Eltern gemütlich am Lagerfeuer aus. Die Eltern der dritten Klasse hatten Essen und Getränke vorbereitet, worüber sich die scheidende Schulleiterin besonders freute. "Der Zusammenhalt an unserer Schule ist sehr groß, da geht alles Hand in Hand." Bereits am Nachmittag wurde die Pädagogin nach 46 Dienstjahren offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Dazu gab es im Vereinshaus eine kleine Feier mit geladenen Gästen, unter anderem mit Bürgermeister Wolfgang Hiensch, Kindergärtnern und Schulleitern aus der Umgebung, Vertretern des Schulamtes und vielen Weggefährten. "Es ist ein komisches Gefühl", sagte Karin Raabe, die immer gerne Lehrerin gewesen ist. Nach ihrer Pensionierung wird sie als erstes den Jakobsweg nach Santiago de Compostella gehen, fünf Wochen lang, um den Kopf für neue Ziele und Ideen freizubekommen (wir berichteten). Ihr Nachfolger in Frankenhain wird der Bornaer Jörg Schulze. Kathrin Haase

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.06.2015
Kathrin Haase

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