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Über 16 Millionen Euro ins Stadtbild investiert

Über 16 Millionen Euro ins Stadtbild investiert

Vom Start aller städtebaulichen Programme bis zum Jahr 2015 wurden und werden in Geithain 12,7 Millionen Euro Fördergeld in diesen Bereich investiert. Hinzu kommt ein Eigenanteil der Kommune von rund 3,7 Millionen Euro.

Geithain. Diese in Summe 16,4 Millionen seien eingesetzt worden, um das Stadtbild zu verbessern, betont Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU). Wenn die Pläne der Kommune aufgehen, könnte noch dieses Jahr ein neues Programm für das Gebiet "Dresdener Straße" starten.

Allerhand sei in diesen ganzen Jahren gelungen, hebt die Stadtchefin hervor. Bereits 1994 waren das Programm Städtebauliche Erneuerung (SEP) und Städtebaulicher Denkmalschutz (SDP) gestartet. Das Thema Ablösebeträge bewegte vor allem im Vorjahr die Gemüter in Geithain, zu zahlen haben diese Beträge Hauseigentümer im Sanierungsgebiet des SEP-Programms.

65 Prozent Ablöse sind bezahlt

Bereits rund 65 Prozent der Zahlungen seien erfolgt - eine Summe von etwa 164000 Euro, erklärt Geithains Bauchefin Kerstin Jesierski. Dieses Geld will die Kommune für die Neugestaltung der Querstraße im kommenden Jahr nutzen, mit einbeziehen will man dabei einen Teilabschnitt der Dresdner Straße etwa von der Querstraße bis ungefähr zum Abzweig Bruchheimer Straße.

Ein Planungsbüro sei mit entsprechenden Vorarbeiten beauftragt, es werde Varianten vorlegen, die an den Ausbau der Chemnitzer und der Nikolaistraße angelehnt seien, so Jesierski. Der geplante grundhafte Ausbau der Querstraße wird wiederum ein Gemeinschaftsprojekt mit den Kommunalen Wasserwerken (KWW), die dort Leitungen verlegen lassen. "Sollte es finanziell möglich sein, wird angestrebt, auch in einem Teilbereich der Nikolaistraße noch etwas zu verbessern", so die Bauchefin. Das sei jedoch noch nicht genau festgelegt.

Bau Chemnitzer Straße geplant

Das Fördergebiet im Städtebaulichen Denkmalschutz (SDP) geht über den Stadtkern hinaus. Die Förderung für private Vorhaben ist hier ebenfalls abgeschlossen. Die letzten verfügbaren Fördermittel will die Kommune in den grundhaften Ausbau des zweiten Abschnittes der Chemnitzer Straße stecken. Den Baubeschluss hatte der Stadtrat bereits beim Teil eins der Straße mit gefasst. Die Ausschreibung läuft, voraussichtlich am 19. März wird der Stadtrat den Auftrag vergeben. "Wir hoffen, dass alles reibungslos läuft", so Jesierski. Wenn bekannt sei, welche Firma baut, werde es eine Anwohnerversammlung geben sowie eine Beratung und Abstimmung mit dem Gewerbeverein, kündigt sie an. Noch auszubauen ist der Bereich von der Einmündung Katharinenplatz bis zur Einmündung Querstraße, wie im ersten Teil wiederum gemeinsam mit den Kommunalen Wasserwerken. "Die Gestaltung erfolgt genau wie im ersten Teil der Straße", bestätigt Jesierski.

Fördermittel aus dem SDP-Programm hat die Kommune bereits vielfältig genutzt, so für Arbeiten an den Kindereinrichtungen Paul-Guenther-Platz und Bahnhofstraße, am Kinder- und Jugendhaus, ebenso bei der Marktplatzgestaltung und der Sanierung der Katharinenstraße. Hinzu kommen viele private Baumaßnahmen.

"Mit den Förderprogrammen ist uns eine riesengroße Hilfe gegeben worden, die entsprechenden Gebiete zu sanieren und auch Aufwertungsmaßnahmen durchzuführen, um das Stadtbild zu verschönern", betont Jesierski und hebt in diesem Zusammenhang die sehr gute Zusammenarbeit mit der Sächsischen Aufbaubank hervor.

100 Wohnungen abgerissen

Ab 2005 profitierte Geithain vom Förderprogramm Stadtumbau Ost, Rückbau. Abriss von Wohnungen wurde hundertprozentig gefördert, die Stadt brauchte nichts beisteuern. Das nutzte die Kommune, um nach und nach 100 Wohnungen im Wohngebiet Geithain-West abzureißen.

Dieses Programm Stadtumbau-Ost beinhaltet auch die Komponente Aufwertung, von der Geithain ab 2008 profitieren konnte. "Eine riesengroße Unterstützung" sei das, hebt Jesierski hervor. Bislang hat das Rathaus diese Förderquelle genutzt, um die Kindereinrichtung "Little Stars" in Geithain-West auf Vordermann zu bringen. Das Dach des Gebäudes ist neu, die Fenster sind erneuert, und sobald der Frühling richtig Einzug gehalten hat, geht es an der Fassade weiter. Wenn alles klappt, soll noch dieses Jahr die Trockenlegung des Kellers erfolgen.

Ebenfalls mit Geld aus dem Aufwertungsprogramm wird der Parkplatz an der Hospitalstraße gestaltet. Vier Ausbauvarianten waren dem Technischen Ausschuss im Vorjahr vorgelegt worden. Da das Geld 2012 knapp war, wurde das Vorhaben auf 2013 verschoben. Der Technische Ausschuss oder auch der Stadtrat werde noch über die Form des Ausbaus entscheiden.

Neues Gebiet ist beantragt

Alle vier Förderprogramme laufen Ende 2015 aus. Um weiter Zuschüsse nutzen zu können, hat die Kommune am 27. Februar einen Antrag auf Aufnahme des neuen Fördergebietes Dresdener Straße in das Programm "Stadtumbau-Ost, Aufwertung" bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt. Unsere Zeitung hatte über den entsprechenden Stadtratsbeschluss berichtet.

"Wir sehen es als Chance, vielleicht können wir in dem Bereich etwas entwickeln", erklärt Jesierski. Beantragt wurde der Start bereits für 2013, bis 2020 könnte das Programm dann laufen. Das Gebiet umfasst etwa den Bereich zwischen Marienstraße, Colditzer Straße und den Scheunen am Tierpark. Eine eventuelle Förderquote steht noch nicht fest. Das Fördergeld würden zu je einem Drittel der Bund, das Land und die Stadt Geithain aufbringen. Fest steht, dass auf private Bauherren keine nachträglichen Ablösebeträge oder Ähnliches zukommen. "Wenn Fördergelder kämen, wäre das eine wertvolle Hilfe für die Stadt, aber auch für Private", betont die Bauchefin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.03.2013

Inge Engelhardt

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