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Über 500 Oldtimer in Kohren-Sahlis – Besucher staunen und fachsimpeln

PS-starkes Angebot Über 500 Oldtimer in Kohren-Sahlis – Besucher staunen und fachsimpeln

Etwas mehr als 500 (!) historische Fahrzeuge rollten am Sonntag nach Kohren-Sahlis. Oldtimer-Enthusiasten aus der näheren und weiteren Umgebung der Töpferstadt sorgten dafür, dass es in Sichtweite der Burgtürme so eng, vielfältig und lebhaft zuging wie selten zuvor.

Über 300 Oldtimer sind beim großen Treffen des Oldtimervereins Kohren-Sahlis dabei.

Quelle: Andreas Döring

Kohren-Sahlis. Etwas mehr als 500 (!) historische Fahrzeuge rollen am Sonntag nach Kohren-Sahlis. Oldtimer-Enthusiasten aus der näheren und weiteren Umgebung der Töpferstadt sorgten dafür, dass es in Sichtweite der Burgtürme so eng, vielfältig und lebhaft zuging wie selten zuvor. „Wir haben uns sogar nochmal ein bisschen gesteigert. Das ist Wahnsinn“, zog Klaus Sliwanski, Chef des Oldtimervereins Kohren-Sahlis, am Mittag eine Bilanz. Fern der Absicht, von Rekord zu Rekord zu streben, hatten die routinierten Veranstalter, die von vielen Partnern unterstützt wurden, erstmals sämtliche Zwei-, Drei- und Vierräder, die das Treffen bereicherten, exakt erfasst – und waren von der dokumentierten Resonanz überrascht.

„Überragend, was man hier sieht“, meinte Ralf Schuhknecht aus dem thüringischen Wintersdorf. Mit seiner Frau Steffi und Sohn Sven war er mit einem himmelblauen VW Käfer, Baujahr 1965, auf den Montottoneplatz gerollt. „Nach der Wende haben der Junge und ich viel Zeit in das Restaurieren investiert“, sagte er. Zum Kohrener Treffen komme er gern, und Sven nutzt das kultige Fahrzeug „sonntags, wenn das Wetter schön ist, auch mal zu einer privaten Runde“.

Mit Strohhut und Tweedjacke stand Erwin Jentsch aus Penig neben seinem Opel 4/20, in Rüsselsheim 1929 montiert und an der Mulde vor einem halben Jahrhundert neu aufgebaut. „Von den 88 Jahren, die er rollt, fahre ich ihn schon 50“, sagte er, sah seinen Wagen, einen der ältesten der Veranstaltung, zwischen Trabant und Mercedes-Cabriolet ein wenig deplatziert: „Schöner wäre es, so ein Treffen wäre altersmäßig eingegrenzt.“

„Wir fahren zu fast jedem Oldtimer-Treffen in der Region“, sagten Barbara und Frieder Nagel aus Hagenest, die selbst keine historische Karosse ihr Eigen nennen. 1989 noch kauften sie ihren letzten Trabant, verbrannten eine hübsche Summe: „Leider haben wir den später weggegeben.“ Am Sonntag in Kohren wäre er in guter Gesellschaft gewesen.

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Etwas mehr als 500 (!) historische Fahrzeuge rollen gestern nach Kohren-Sahlis. Oldtimer-Enthusiasten aus der näheren und weiteren Umgebung der Töpferstadt sorgten dafür, dass es in Sichtweite der Burgtürme so eng, vielfältig und lebhaft zuging wie selten zuvor.

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Weil ihnen das Treffen 2016 so gut gefiel, spannten Evelyn und Siegfried Veit aus der Schildbürgerstadt Schildau den Framo, Baujahr 1958, vor den Mini-Wohnwagen Weferlingen LC 9/200, 1972 gebaut und nur zwei mal 1,20 Meter Fläche einhausend. „Als Schrotthaufen haben wir den Wagen erstanden und wieder aufgebaut.“ Es ist nicht der einzige, den die Familie bewahrt und nutzt, vor ein paar Wochen etwa bei einem Treffen in Schweden, mit einem Wartburg 312 Camping als Zugmaschine.

Das Blaulicht einzuschalten, darauf verzichtete Angela Külbel, als sie den feuerroten Feuerwehr-Trabant, den Dieter Külbel vor einem Vierteljahrhundert umbaute, von Neukirchen nach Kohren steuerte. Das Mobil, das einen Anhänger mit Spritze und Schläuchen zieht, nutzt üblicherweise die Jugendwehr für ihre Ausbildung.

Mitglied des Sachsenring-Oldtimerstammtischs ist der Chemnitzer Karsten Pfau, der mit einem mintgrünen IFA F9 Vollcabriolet vorfuhr, dem Vorgänger des Wartburgs 311. „Ich komme gern hierher. Zwischen den Oldtimerklubs gibt es einen regen Austausch.“ Ebenfalls aus Chemnitz reiste Steffen Weise an, auf einer russischen Beiwagen-Maschine der Marke Ural: „Die habe ich über den Winter komplett neu aufgebaut.“ 10 000 bis 12 000 Kilometer fahre er mit der im Jahr, „aber ölige Finger hat man da schon“.

Auf drei Rädern kam Gunnar Schneider aus Kleinhermsdorf bei Groitzsch. Das Velorex, basierend auf einer 350er Jawa, wurde in den fünfziger Jahren als Behindertenfahrzeug gebaut, vergleichbar dem „Krause-Duo“. Es besteht aus einem mit Kunstleder bezogenen Metallrahmen. Sein Velorex sei das einzig zugelassene in der Region, sagte Schneider: „Nach Kohren komme ich immer wieder gern. Das schöne Ambiente gefällt mir.“

Nach dem Mittag formierte sich ein illustrer Korso durch das Kohrener Land. Er führte zum Lindenvorwerk.

Von Ekkehard Schulreich

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