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Über 9 Millionen Euro Schaden in fünf Kommunen

Über 9 Millionen Euro Schaden in fünf Kommunen

Mehr als 9 Millionen Euro Schaden hat das Hochwasser an der kommunalen Infrastruktur in Geithain, Narsdorf, Kohren-Sahlis, Bad Lausick und Frohburg angerichtet. Nicht eingerechnet sind Schäden an privatem Eigentum, in Firmen und Landwirtschaftsbetrieben.

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Unterhalb der Gartenanlage "Alte Heimat" in Geithain hat sich die Eula am 8. Juni 2013 in einen reißenden Strom verwandelt.

Quelle: André Neumann

Region Geithain. Zur Beseitigung von Hochwasserschäden erhalten die Kommunen eine hundertprozentige Förderung. Die LVZ fragte nach dem Stand.

 

 

In der Stadt Geithain und ihren Ortsteilen entstanden durch die Flut Schäden an der kommunalen Infrastruktur in Höhe von 5,82 Millionen Euro, informiert Bürgermeisterin Romy Bauer (parteilos). Die Instandsetzung der Brücke über die Eula im Zuge der Badergasse in Geithain wurde bereits abgeschlossen. Für 34 Vorhaben zur Beseitigung von Hochwasserschäden sind einschließlich der Projektsteuerung Fördermittel von insgesamt sieben Millionen Euro bestätigt. Bisher liegen drei Fördermittelbescheide vor. Anfang Juli soll voraussichtlich die Instandsetzung des Sozialgebäudes im Hennig-Frenzel-Stadion und des Untergeschosses der Kindertagesstätte "Wirbelwind" am Paul-Guenther-Platz beginnen. Der Baubeginn zur Instandsetzung der Holzbrücke über den Ossabach in Syhra ist für Ende Juli geplant. Insgesamt wurden bisher 15 Fördermittelanträge gestellt, zwölf sind derzeit in Arbeit und sieben noch unbearbeitet. Alle diese Anträge sind bis Ende Juni 2015 einzureichen.

 

 

Allein am kommunalen Eigentum wie Straßen, Gewässer, Schule, Sportplatz, gemeindeeigene Grundstücke sind in Narsdorf Schäden in Höhe von rund 1,45 Millionen Euro entstanden. "Durch den Wiederaufbaustab wurden alle Schäden in voller Höhe bestätigt", informiert Bürgermeister Andreas Große (parteilos). Insgesamt umfasst die Hochwasserschadensbeseitigung zehn Vorhaben, einschließlich der Projektsteuerung elf. Diese haben ein Volumen von 1,75 Millionen Euro. Am teuersten wird voraussichtlich die Instandsetzung der Gewässerläufe von Ossabach und Katze von Narsdorf bis Kolka mit einem geschätzten Umfang von 536 000 Euro.

Bislang liegen noch keine Fördermittelbescheide vor, die ersten Vorhaben waren bereits im Januar beantragt worden. Derzeit sind sechs Fördermittelanträge gestellt, zwei Anträge sind derzeit in Arbeit und drei noch unbearbeitet. Da die Kommune alle Vorhaben zunächst vorfinanzieren muss, ist die Umsetzung der Schadensbeseitigung in drei Jahresscheiben von 2014 bis 2016 vorgesehen.

 

 

Einen Schaden von 1,4 Millionen Euro hat die Flut an kommunalem Eigentum in Kohren-Sahlis angerichtet. Förderzusagen habe die Kommune bisher für zwei Vorhaben, informiert Volker Tracksdorf vom Bauamt. Das sind zum einen 143 000 Euro für das Sportlerheim sowie für die Dorfstraße in Linda 292 000 Euro - das ist die größte Einzelmaßnahme, die auch bereits abgeschlossen ist. Ebenfalls erledigt sind Arbeiten am Mausbach in Linda. Das Sportlerheim ist fast fertig. Baubeginn für den Durchlass am Mausbach in Linda ist der 16. Juni. Für diverse kleinere Maßnahmen sind die Vergaben erfolgt und steht der Baubeginn bevor. Die Kommune hat laut Tracksdorf einen Kredit aufgenommen, um die Vorhaben vorzufinanzieren.

 

 

Glimpflicher davongekommen ist die Stadt Bad Lausick, wo im Verlauf der Hochwassertage im Vorjahr lediglich der Heinersdorfer Bach über seine Ufer getreten war. Der Kommune ist ein Schaden von rund 75 000 Euro entstanden. Förderung ist der Stadt für vier Vorhaben im Gesamtumfang von 75 000 Euro zugesagt. Am teuersten wird mit geplanten 30 000 Euro voraussichtlich die Erneuerung einer Stützmauer im Bereich Bornaer Straße/Einmündung Heinersdorfer Straße. Förderbescheide sind noch nicht da, deshalb wird auch noch nicht gebaut.

 

 

14 Vorhaben zur Beseitigung von Hochwasserschäden mit einem Umfang von 863 000 Euro wurden der Stadt Frohburg bewilligt. Besonders kostenintensiv ist beispielsweise die Instandsetzung des Rad- und Wirtschaftsweges von Streitwald nach Gnandstein. Hierfür hat die Kommune einen Förderbescheid über 173 000 Euro erhalten. Zum Teil wurde mit von der Stadt gemeldeten und durch den Wiederaufbaustab des Freistaates bestätigten Vorhaben bereits vor Bewilligung begonnen. Schäden an der kommunalen Infrastruktur wurden unmittelbar nach den Flutereignissen auf etwa 270 000 Euro geschätzt. Aktuelle Angaben liegen unserer Zeitung nicht vor.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.06.2014
Inge Engelhardt

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