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Geithain "Überlegen, was langfristig nützt"
Region Geithain "Überlegen, was langfristig nützt"
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13:55 19.05.2015
Neuntklässler Leander Lätzsch hat an der Frohburger Oberschule erläutert, wo in der Welt schon Projekte von "genialsozial" unterstützt wurden. Quelle: Jens Paul Taubert

Schulsozialarbeiterin Carolin Fischer nennt Beispiele für Einsatzorte, so die Agrargenossenschaft Greifenhain, das "Haus der Geborgenheit" in Borna, den Geflügelhof in Breitenborn, die Ossaer Kindertagesstätte oder die Geithainer Apotheke Am Stadtpark. Einige Schüler halfen auch in den Firmen ihrer Eltern.

Der an diesem Tag erarbeitete Lohn geht jeweils an humanitäre Projekte in ärmeren Ländern der Erde, die eine Schüler-Jury auswählt. Außerdem kann ein Teil des Geldes für eigene soziale Projekte eingesetzt werden. Schüler der Frohburger Oberschule "Maxim Gorki" wollen damit das Markkleeberger Kinderhospiz "Bärenherz" unterstützen.

"Darüber freuen wir uns sehr", betonte Mona Meister, die Öffentlichkeitsarbeit für die Einrichtung macht. Sie stellte "Bärenherz" gestern vor Sechstklässlern der Schule vor, damit die Schüler ihre Scheu verlieren und sehen, dass jeder die Arbeit dieser Einrichtung unterstützen kann. Das Kinderhospiz ist für schwerstkranke Mädchen und Jungen sowie für ihre Familien da. Die Arbeit werde zu 80 Prozent über Spenden getragen, erklärte Meister.

Etwa 120 Frohburger Schüler der Klassenstufen sieben bis neun haben gestern für "genialsozial" gearbeitet, erklärte Schulsozialarbeiterin Marika Seiffert. 20 Arbeitsplätze habe die Stadtverwaltung Frohburg bereitgestellt, so in Kindereinrichtungen der Kommune, im Bad oder der Stadtbibliothek. Doch unter anderem auch im Kosmetikstudio, der Physiotherapie oder im Metallbau Frohburg waren junge Leute tätig.

Fünftklässler werden heute in der Frohburger Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Unkraut auf dem Volleyballplatz und auf Wegen beseitigen. Eine der fünften Klassen sammelt Papier und Unrat an der zentralen Bushaltestelle und am Eisenberg. Die Mädchen und Jungen der 6. Klassen gestalten beim Badfest am Donnerstag einen Muffin-Basar, 30 Prozent des Erlöses kommen ebenfalls "genialsozial" zugute. Vorgestellt hat das Projekt den Sechstklässlern gestern Leander Lätzsch aus der 9b. Er hat schon zweimal an dem sachsenweiten Jury-Treffen teilgenommen, bei dem die Vertreter der beteiligten Schulen entscheiden, in welche Projekte das erarbeitete Geld fließen soll. Beim jüngsten Treffen zu Jahresbeginn hat er sich beispielsweise für eine Landwirtschaftsschule in Vietnam ausgesprochen. "So ein Projekt soll Sinn haben, man muss überlegen, was langfristig nützt", erklärte der 15-Jährige.

Wichtig sei, den Sechstklässlern den Gedanken der Solidarität zu vermitteln, dass andere Kinder in anderen Ländern nicht in die Schule gehen können oder ein Krankenhaus aufsuchen, betonte Marika Seiffert. Lea Schuster aus der 6a würde nächstes Jahr gern selber einen Tag für "genialsozial" arbeiten. Auch ihre Klassenkameradin Leonie Mühlig kann sich das vorstellen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.07.2014
Inge Engelhardt

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