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Geithain VVGG plant moderaten Anstieg der Entgelte bei Abwasser
Region Geithain VVGG plant moderaten Anstieg der Entgelte bei Abwasser
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15:40 19.05.2015
Verbandsversammlung am Donnerstag im Wasserwerk Grimma. Quelle: Roger Dietze

Beim Trinkwasser sieht man derzeit keinen Handlungsbedarf, Abwasser könnte etwas teurer werden.

Mit dem Ende dieses Jahres endet auch der fünfjährige Gebühren-Kalkulationszeitraum des Versorgungsverbandes. Ergo ist es an der Zeit, sich Gedanken über die (Gebühren-)Zukunft zu machen. Verbandsgeschäftsführer Lutz Kunath und die Bürgermeister der Mitgliedskommunen erhielten diesbezüglich auf der Verbandsversammlung Unterstützung in Person des Steuerberaters Frank Schmidt. Dieser hat vor dem Hintergrund allgemeingültiger, sich aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch sowie der Sächsischen Gemeindeordnung ergebender und - wie es Schmidt formulierte - ein "gewisses Spannungsfeld" erzeugender Grundsätze der Gebührenkalkulation (Kostenüberschreitungsverbot, Kostendeckungs- und Rücksichtnahmegebot) einen Vorschlag zur Gestaltung der Gebühren in den kommenden drei Jahren erarbeitet. Und hatte dabei in Grimma den Kommunaloberhäuptern aus Geithain, Frohburg, Colditz, Trebsen und Grimma respektive deren Vertretern sowie dem VVGG-Geschäftsführer eine gute und eine weniger gute Nachricht mitgebracht. Denn für die Wassergebühren sieht er in den nächsten drei Jahren keinen Handlungsbedarf, beim Abwasser hingegen schon.

Den größten Posten bildeten dabei die Gruben, deren künftige Leerung der Gebühren- und Steuerfachmann mit einer Kostensteigerung von einem guten Drittel ansetzt. Einen nicht minder starken Anstieg kalkuliert der Experte im Bereich der Kleinkläranlagen (plus 19 Euro). Als Quintessenz schlägt Schmidt dem Verband vor, das Abwasser-Mengenentgelt bei 2,93 Euro zu belassen, dafür aber die Abwasser-Grundgebühr von acht auf 9,35 Euro anzuheben, was einem Anstieg von 17 Prozent entsprechen würde.

Ein Kalkulationsmodell, für das sich VVGG-Geschäftsführer Kunath offen zeigte. "Wir bevorzugen es zum einen, weil wir damit unsere fixen Kosten gesichert decken können, und zum anderen vor dem Hintergrund der nur schwer kalkulierbaren Entwicklung im Bereich der Verbrauchsmengen", so Kunath, der für die Verbandsmitglieder sogleich ein Rechenbeispiel zu der sich aus der neuen Kalkulation ergebenden Mehrbelastung für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem fiktiven jährlichen Wasserverbrauch von 81 Kubikmetern zur Hand hatte. Demnach ergäbe sich für Einleiter in eine öffentliche Kläranlage zwar eine Erhöhung des jährlichen Grundentgeltes von 96 Euro (zwölf mal acht Euro) auf 112,20 Euro (zwölf mal 9,35 Euro), dieser Mehrbetrag indes würde durch geringere Niederschlagsgebühren (128,70 statt bisher 143 Euro) weitgehend kompensiert, die sich laut Kunath aus betriebsinternen Umwichtungen von Wassermengen ergeben würden. Unter dem Strich käme eine jährliche Mehrbelastung von knapp zwei Euro heraus. Noch geringer ausfallen würde laut diesem Rechenbeispiel die Mehrbelastung für Betreiber einer Kleinkläranlage. Diese läge bei drei Kubikmetern Fäkalschlamm bei lediglich 70 Cent pro Jahr.

Ob dieses oder doch ein anderes Gebührenmodell ab dem 1. Januar 2014 in Kraft treten soll, werden die Verbandsmitglieder auf ihrer nächsten Sitzung Ende November entscheiden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.09.2013

Roger Dietze

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