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Geithain Vandalen sorgen am Harthsee für Unruhe
Region Geithain Vandalen sorgen am Harthsee für Unruhe
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15:52 17.07.2015
Völlig demoliert und der Angaben beraubt wurde auch die Infotafel der LMBV am Harthsee. Quelle: Thomas Lang
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Nenkersdorf

Und er fühlt sich – wie so oft in den vergangenen 20 Jahren – von staatlichen Stellen und Polizei ziemlich im Stich gelassen. Als Hoffmann am Sonnabendfrüh gegen 7.30 Uhr zum Schwimmen ging, war es mit seiner Ruhe vorbei. Auch wenn letztere schon vorher von einer Gruppe von jungen Männern und Frauen, die trotz Verbots auf dieser Seite des Sees zelteten, zudem ein großes Lagerfeuer entzündeten, durch eine ziemliche Geräuschkulisse und Hundegebell bereits arg gestört war. Doch was der Nenkersdorfer dann bemerkte, war um einiges schlimmer. „Beispielsweise wurden die Elemente eines Holzzauns an unserem Grundstück auf etwa 13 Metern gestohlen und offensichtlich verbrannt. Ich habe später in den Überresten des Lagerfeuers entsprechende Winkelteile und Schrauben gefunden“, so der Senior. Doch damit nicht genug des Unheils. Eine große Informationstafel der LMBV, die Badegästen und Wanderern Auskünfte über das Gebiete gibt, wurde massiv zerstört. Teile sicherte Hoffmann. Auch eine Bank, die er vor Jahren am Rande des Grundstücks anlegte und die sich bei Erholungssuchenden großer Beliebtheit erfreute, hat seither keine Bretter mehr. Zudem ist ein Betonfuß zerstört. „Jammerschade, denn auch wir haben sie sehr gern genutzt. Seit Sonnabend aber ist es nur noch ein Traum“, bedauert auch Manfred Linde aus Frohberg. Betroffen vom offensichtlichen Vandalismus ist auch ein Wegweiser des Pilgerweges „Via Porphyria“. Der wurde ausgegraben, der Pfosten am Strand wieder eingebuddelt und als Sonnenschutzträger genutzt. Sein Schild bleibt verschwunden. All das ließ Hoffmann am Sonnabendmorgen die Polizei rufen. Die war auch schnell vor Ort. Doch deren Ermittlungen hält das Nenkersdorfer Ehepaar für ziemlich oberflächlich. „Wir hatten zumindest gedacht, dass wenigstens ein Platzverweis ausgesprochen wird“, versteht Hoffmann nicht. „Das Gebiet ist zwar in Privatbesitz, aber doch auch öffentlicher Raum. Und wir Bürger werden immer wieder aufgerufen, wachsam zu sein. Ich finde hier müsste die Stadt und die Polizei viel wirksamer werden“, ist er verärgert. Und nun gespannt, was aufgrund seiner Anzeige passieren wird. Michael Hille, Sprecher der Polizeidirektion Westsachsen, verweist auf Nachfrage darauf, dass die Personalien von fünf jungen Leuten aufgenommen wurden, die Ermittlungen zu den Sachbeschädigungen liefen. Aufgeben, ein Auge auf Ordnung und Sauberkeit in diesem Bereich des Harthsees zu werfen, wird Hoffmann nicht. Er wird weiter darum ringen, dass der Müllcontainer auch an dieser Stelle vielleicht doch mal geleert wird, das Quadfahrer nicht das Terrain nutzen, Hunden nicht gleich hinterm Parkplatz freier Lauf gelassen wird. „Es wäre allerdings schön, wenn man das Gefühl hätte, nicht der einzige zu sein, der sich darum sorgt“, räumt er dennoch ein. Weil der Harthsee auch auf Nenkersdorfer Seite ein Fleckchen Natur ist, um dessen Schutz es sich zu kämpfen lohne.

Thomas Lang

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