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Geithain Veitshöchheimer Platz in Geithain geweiht: Ein guter Ort, um aneinander zu denken
Region Geithain Veitshöchheimer Platz in Geithain geweiht: Ein guter Ort, um aneinander zu denken
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10:09 25.07.2016
Anstoßen auf den neuen Namen des Platzes: Rainer Kinzkofer (v. l.), Frank Rudolph und Jürgen Götz. Quelle: Jens Paul Taubert
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Geithain

Dieser Platz ist Symbol einer lebendigen Freundschaft, die von vielen getragen wird: Geithainer und Veitshöchheimer benannten am Sonnabend mit einem kleinen Festakt jenen bisher namenlosen Ort an der Stadtbibliothek in Veitshöchheimer Platz. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert verbindet die Sachsen und die Franken ein Partnerschaftsvertrag. Die Veitshöchheimer nutzten ihre Visite am Wochenende, um mit ihrem Projektchor ein Konzert in der Nikolaikirche zu geben.

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In Geithain gibt es jetzt ein neues Symbol für die Freundschaft der Stadt mit Veitshöchheim. Mit einem kleinen Festakt benannten Vertreter beider Kommunen am Sonnabend den bisher namenlosen Ort an der Stadtbibliothek in Veitshöchheimer Platz. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert verbindet die Sachsen und die Franken ein Partnerschaftsvertrag.

Zwischen Rathaus und Nikolaikirche, unmittelbar in der Geithainer Innenstadt, liegt der Veitshöchheimer Platz – ergo, formulierte es Jürgen Götz (CSU), Bürgermeister der Partnergemeinde, „im Zentrum zwischen weltlicher und kirchlicher Macht“. Er übergab seinem hiesigen Amtskollegen Frank Rudolph (UWG) eine Flasche „Veitshöchheimer Sonnenschein“ und kündigte für den nächsten Besuch einen Weinstock an: einen ersten, denn auf der Grünfläche daneben sei ja möglicherweise Raum für einen ganzen Weinberg.

Höchste Zeit, die Partnerschaft im Stadtbild deutlich zu machen, befand Rudolph, nachdem es in Veitshöchheim bereits seit 2009 eine Geithainer Allee gibt. Für Geithain sei die enge Verbindung ein unschätzbarer Gewinn. Die Namensweihe fand in Baustellen-Atmosphäre statt, denn der Platz wird zurzeit neu gestaltet. Er soll „eine Stelle sein, wo wir in Zukunft aneinander denken“, sagte Pfarrer Johannes Möller, der mit der Bitte um Frieden einen Bogen schlug zu dem Münchner Amoklauf vom Vorabend. Sängerinnen und Sänger des Projektchores, der am Abend unter der Leitung von Dorothea Völker in St. Nikolai konzertierte, gaben der Weihe den musikalischen Rahmen.

„Ich war schon einmal zu einem Fest in Veitshöchheim, aber das ist schon ein bisschen her“, sagte Ingrid Jahn, die der Namensgebung beiwohnte. „Die Partnerschaft ist sehr wichtig“, meinte Rolf Bierbaum. „Sie sollte noch lange aufrechterhalten werden. Dazu braucht es die Jüngeren, die sie weiterführen.“ Er war in historischer Rittmeister-Uniform gemeinsam mit anderen Geithainer Ulanen gekommen; an ihrer Seite waren Mitglieder der Trachtengruppe des Heimatvereins in historischen Gewändern.

„Ohne diese Partnerschaft hätte ich Geithain nie kennengelernt“, sagte Josefine Feiler aus Veitshöchheim. Die fast 15-Jährige reiste mit dem Chor an. Wie Julie Lehner (16), die bestätigte: „So ein Austausch ist doch wichtig, wir haben die Verbindungen vor allem über die Musik.“ Für den Veitshöchheimer Alt-Bürgermeister Rainer Kinzkofer (SPD) ist diese Sicht beruhigend: „Es ist schließlich an der Jugend, dass diese Partnerschaft weiterlebt.“ Sie gründe sich auf viele private Freundschaften, auf die Kontakte zwischen Schützen, Karnevalisten, den Sport- und anderen Vereinen. Mehrfach im Jahr gibt es gegenseitige Besuche. Der Verkauf fränkischen Glühweins auf dem einen und Geithainer Stollen auf dem anderen Weihnachtsmarkt sind längst lieb gewonnene Kultur geworden. Jürgen Götz hatte deshalb einen Scheck über 2200 Euro im Gepäck: Der Erlös des jüngsten Glühweinverkaufs soll der Geithainer Jugendarbeit zugutekommen.

„Wir Geithainer haben das Konzert sehr genossen“, sagte Gabriele Sporbert, die als CDU-Stadträtin die Kontakte nach Veitshöchheim koordiniert, nach dem abendlichen Auftritt des Chores. Die Kollekte des Konzertes wird für die Orgelsanierung verwendet. Das Wochenende mit den Franken sei insgesamt erneut eine runde Sache gewesen. Das Kirchspiel werde sich bald mit einem musikalischen Gegenbesuch revanchieren.

Von Ekkehard Schulreich

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