Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Veitshöchheimer besuchen Bad Lausick und spenden Erlös aus der Glühweinkasse
Region Geithain Veitshöchheimer besuchen Bad Lausick und spenden Erlös aus der Glühweinkasse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:20 20.06.2017
Ein aufmerksames Publikum fand das Musikschul-Konzert, das am Beginn des Familienfestes im Geithainer Heimatmuseum stand. Quelle: Museum Geithain
Anzeige
Geithain

Zu einem Kurzbesuch weilten Gäste aus der Partnerstadt Veitshöchheim am Wochenende in Geithain: Bürgermeister Jürgen Götz (CSU) und Oswald Bamberger, für die Kontakte zwischen beiden Kommunen verantwortlich, übergaben einen Scheck. Die bemerkenswerte Summe von 3100 Euro erlösten die Franken bei ihrem traditionellen Glühwein-Verkauf auf dem Geithainer Weihnachtsmarkt. Sie spricht dafür, dass dieses Veitshöchheimer Engagement, seit vielen Jahren gepflegt, in Geithain bestens ankommt. Allerdings beschränken sich die Kontakte zwischen den Menschen beider Orte keinesfalls nur darauf. Über inzwischen 27 Jahre sind vielfältige Bindungen gewachsen, werden in der unmittelbaren Wende-Zeit geknüpfte Freundschaften zwischen Familien und Vereinen längst von der nachfolgenden Generation gepflegt und vertieft. Das wurde deutlich bei dem kleinen Grillfest, zu dem der Geithainer Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) am Samstagabend die kleine Veitshöchheimer Abordnung sowie Geithainer Stadträte und Vertreter von Vereinen auf die Terrasse des Heimatmuseums eingeladen hatte.

„Wir bringen zurück, was wir im Dezember aus Geithain mitgenommen haben“, sagte Oswald Bamberger mit Blick auf die Veitshöchheimer Glühwein-Kasse. Das Geld komme der Jugendarbeit in Geithain zugute und sei da bestens angelegt. Er reise immer wieder gern hierher; diese Partnerschaft tue gut, habe eine solide Basis. Einen Tag nach dem Tod Helmut Kohls kam Bamberger selbstredend nicht umhin, an des Altkanzlers Verdienste um die deutsche Wiedervereinigung zu erinnern. Und daran, dass Kohl damals auf dem Markt zu den Geithainern sprach: „Das Dia muss ich mal raussuchen. Das lass’ ich vergrößern.“ Keine Fotografie, sondern ein gemaltes Bild hatte Jürgen Götz als kleines Geschenk für seinen Geithainer Amtskollegen dabei. Der Veitshöchheimer Harald Schmauser zeigt darauf die schönsten Seiten des fränkischen Ortes. Es werde, sagte Frank Rudolph, auf jeden Fall einen guten Platz im Rathaus finden: „Wir müssen ja unseren Ratssaal ohnehin umgestalten. Da passt das.“

Gern würden Veitshöchheim und Geithain ihr hervorragendes Einvernehmen mit einem Preis krönen, den die Stiftung „Lebendige Stadt“ ausgelobt hat. 300 Bewerber gebe es dafür bundesweit, meinte Götz. Wann die Sieger benannt würden, sei noch offen: „Ich würde mich freuen, wenn wir einen der vorderen Plätze belegten. Vorzuweisen haben wir jedenfalls eine ganze Menge.“

In den Stunden zuvor war das Heimatmuseum bereits bestens frequentiert, hatte es doch zum alljährlichen Familienfest eingeladen. Das begann mit einem Konzert von Mädchen und Jungen, die an der Kunst- und Musikschule „Ottmar Gerster“ lernen. Während die älteren Besucher danach auf der Terrasse Kaffee und Kuchen genossen, versuchten sich die Heranwachsenden im Museumsgarten an für sie schon historischen Spielen und nutzten die Gelegenheit, Blicke in die Ausstellungsräume zu werfen. Sie konnten Deckchen mit Kartoffeldruck-Mustern verzieren und sich von Mitgliedern des GCC schminken lassen. Im Laufe des Nachmittags habe man 70 Besucher gezählt, nicht wenige davon aus anderen Städten wie Frohburg und Markkleeberg, sagte Museumsleiterin Carmen Schmidt und freute sich über die gute Resonanz. Das Museum habe sich gerade auch bei den Heranwachsenden zu einer guten Adresse entwickelt. Kindergruppen nutzten verstärkt die Ritter- und Mittelalter-Programme – verstärkt in den letzten Wochen des zu Ende gehenden Schuljahres. Und auch während der Sommerferien komme bei denen, die das Museum besuchten, gewiss keine Langeweile auf.

Von Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

39 Jahre Lehrer, und das an einer einzigen Schule: Reinhard Deuil, Fachlehrer für Biologie und Chemie, seit 1992 Leiter der Bad Lausicker Mittel-, dann Oberschule wurde jetzt in den Ruhestand verabschiedet.

22.06.2017

Beim Thierbaumer Dorffest zogen alte Schlepper und andere historische Gefährte die Blicke auf sich. Aber nicht nur das macht das alle zwei Jahre stattfindende Spektakel aus.

22.06.2017

Luther läuft – läuft es auch bei Ihnen? Zum Abschluss der großen LVZ-Lutherweg-Serie wollen wir wissen: Kennen Sie sich aus? Raten Sie mit, und gewinnen Sie attraktive Preise! Wer alle neun Teile der Serie gelesen hat, wird mit den Antworten kaum Mühe haben: Jede Frage bezieht sich auf den jeweiligen Serien-Teil. Viel Spaß!

20.06.2017
Anzeige