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Geithain Verband Grimma/Geithain: Neue Gebührenkalkulation
Region Geithain Verband Grimma/Geithain: Neue Gebührenkalkulation
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18:55 20.09.2010
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. Zur Abstimmung steht sie aber voraussichtlich erst Anfang November, damit die Bürgermeister zuvor Rücksprache in ihren Kommunen halten können. Denn die Gebühren steigen, wenn der Verband die Gruppenkläranlagen errichten soll. Für Wickershain könnte diese Entscheidung sogar den ersehnten Anschluss an die zentrale Kläranlage bringen.

„Was passiert hier? Wie ist die Technologie? Wie der Reinigungsgrad?" Gerhard Kindler, Mario Wabbel, Jürgen Schnabel sowie Helmut Heinrich – der den Vor-Ort-Termin in der Geithainer Kläranlage angeregt hatte – wollten es Sonnabendvormittag ganz genau wissen. Vorarbeiter Uwe Daniel führte sie über die Anlage. Detlef Bull, Bereichsleiter Trink- und Abwasser bei der Oewa GmbH, beantwortete ebenfalls Fragen. Auch Lutz Kunath, Geschäftsführer des Versorgungsverbandes, und Verbandsvorsitzende Romy Bauer, Bürgermeisterin von Geithain, gaben Auskunft.

Wie mehrfach berichtet, wünscht eine Mehrzahl der Einwohner des Geithainer Ortsteils den Anschluss an die zentrale Kläranlage statt des Baus von Kleinkläranlagen auf den einzelnen Grundstücken. Bestärkt sahen sich die Bürger am Sonnabend durch die nochmalige Auskunft, dass die im Jahr 2000 eingeweihte Kläranlage an der B 7 nur zu gut 50 Prozent ausgelastet ist – sie kann ohne eine Erweiterung Abwässer von bis zu 14 000 Einwohnerwerten (das schließt die gewerblichen Abwässer mit ein) aufnehmen, derzeit kommen aber nur die von 7400 an. Einen notwendigen Mindestwert gäbe es nicht, erklärte Bull. Drei Prozent mehr Auslastung würde laut Kunath ein Anschluss der 365 Wickershainer bringen.

Doch auch die Entlastung der Bürger, sich nicht um eine eigene Kleinkläranlage kümmern zu müssen, nannte Helmut Heinrich als weiteres wichtiges Ziel.

„Was Sie für Wickershain einfordern, hat der Verband für das gesamte Verbandsgebiet auf den Weg gebracht", betonte Kunath. Wenn in Regie des Verbandes alle Kläranlagen ab 25 Einwohnerwerten entstehen sollen, steht für ihn aber fest, „dass die Gebühren höher sein müssen" – auch wenn die Kalkulation noch nicht abgeschlossen sei. Investiert der Verband jetzt jährlich rund 3,5 Millionen Euro, müssten das von 2011 bis 2015 zusätzlich jedes Jahr etwa zehn Millionen Euro mehr sein. Abgesehen von Mutzschen betrifft die Erhöhung „jedweden Nutzer im Verbandsgebiet, auch wer schon viele Jahre angeschlossen ist", betonte Bauer. Deshalb steht für sie fest: „Das muss in die Parlamente!"

„Die Buchheimer Initiative wird die vorgelegte Kalkulation gründlich prüfen", kündigte auch Werner Tischer im Gespräch mit unserer Zeitung bereits an. Eine neue Kalkulation müsste ab 2011 greifen. Anfang November sollen deshalb die Bürgermeister, die die Verbandsversammlung bilden, entscheiden, ob sie den neuen – gewiss höheren – Gebühren zustimmen, ob es Beiträge oder Baukostenzuschüsse geben soll. Wickershainer haben bereits signalisiert, dass für sie die Schmerzgrenze eines Zuschusses bei etwa 3000 Euro läge.

„Wenn die große Lösung kommt, erübrigt sich ein Beschluss zu Wickershain", erklärte Kunath. Bis November bleibt für die hartnäckigen Wickershainer deshalb voraussichtlich alles offen, auch wenn der Antrag zu ihrem Ortsteil am 30. September behandelt wird. Man sei dennoch nicht enttäuscht, versicherte Schnabel am Sonnabend. „Wir sind Realisten, aber optimistisch", erklärte Kindler. © Standpunkt Seite 15

Inge Engelhardt

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