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Geithain Versorgungsverband Grimma-Geithain: Durchschnittsgebühr wird steigen
Region Geithain Versorgungsverband Grimma-Geithain: Durchschnittsgebühr wird steigen
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15:30 30.09.2010
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Colditz

Die GKA werden die Kalkulation des Verbandes „erheblich beinflussen", prognostizierte Frank Schmidt: „Die Durchschnittsgebühr wird steigen." Für Schmutzwasser geht er von 5,06 Euro aus. Wobei nach Worten von VVGG-Geschäftsführer Lutz Kunath 4,95 Euro möglich wären, wenn der 2009 erwirtschaftete Überschuss von 982 000 Euro einberechnet würde.

Für Mutzschen, das eigene Wege in der Abwasserentsorgung gehen darf - der Verband bildet mit der Stadt eine öffentliche Einrichtung -, war eine getrennte Kalkulation erstellt worden. Augenfällig waren die etwa gleichen Gebühren im Verband wie in Mutzschen. Kunath erklärte dies mit der relativ konzentrierten Struktur von Mutzschen, während im restlichen Verbandsgebiet die teure Erschließung im ländlichen Raum durch die Bürger in den Städten gestützt werde. Deshalb, so Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch, sei die Entscheidung für GKA im ländlichen Raum auch eine „rein politische" - „zu Gunsten der Grundstückseigentümer und zu Lasten der Mieter".

Eine Diskussion, die nicht nur Carsten Graf ablehnte: „Die Kosten werden von allen im Verband getragen", erinnerte er an das Solidaritätsprinzip, „sonst können wir uns gleich auflösen." Auch der Grimmaer Bürgermeister Matthias Berger wollte sich diesen Schuh nicht anziehen und verwies auf Grimmas bisherigen Einsatz für den ländlichen Raum. „Die Übung heute dient nur dem Ziel, allen Angst zu machen", kritisierte er und behauptete, dass die veranschlagten 47 Mio am Ende noch erheblich schrumpfen könnten, wie Modellrechnungen in Bernbruch und Collmen zeigten. Allerdings dürfe sich im ländlichen Raum nun niemand zurücklehnen. „Der Bürger ist in der Pflicht, auch selber mit zum Spaten zu greifen, um die Kosten niedrig zu halten."

Dass die Zahlen nicht Hand und Fuß hätten, dagegen verwahrte sich Kunath: „Wir reden seit zwei Jahren über den Investaufwand für GKA und haben klar beschlossen, wie wir die Kosten ermitteln", verwies er auf die Referenzorte, deren Zahlen hochgerechnet worden seien. Für den Zschadraßer Bürgermeister Matthias Schmiedel war wichtig, dass - sollte man sich zur flächendeckenden Verantwortung des Verbandes bekennen - kein Wildwuchs entsteht. „Wir dürfen die nicht aus den Augen verlieren, die hier nicht angeschlossen werden können." Denn das Konzept sieht vor, GKA größer 25 Wohneinheiten zu betrachten.

Die Kalkulationen sollen in den nächsten Wochen in den Gemeinderäten diskutiert werden. Kunath orientierte auf einen Beschluss zur Gebührensatzung in der nächsten Verbandsversammlung am 10. November.

Ines Alekowa

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