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Geithain Versorgungsverband hat plötzlich ein Denkmal
Region Geithain Versorgungsverband hat plötzlich ein Denkmal
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10:51 02.06.2010
Der Wasserturm bei Altottenhain ist ein Denkmal. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg/Geithain

Die Nutzung durch ein Internet-Unternehmen soll nun das benötigte Geld für die Unterhaltung reinbringen.

„Der Verband ist Eigentümer. Er hat einen Wasserturm, den er nicht braucht, und der verursacht in der Unterhaltung Kosten“, beschreibt Mathias Mucha, Niederlassungsleiter der Oewa Wasser und Abwasser GmbH in Grimma, auf LVZ-Nachfrage den Sachstand.Der 32 Meter hohe Riesenpilz steht 250 Meter über dem Meeresspiegel – auf einem Grundstück, das dem Bund gehört. Ein potenzieller Kaufinteressent müsste sich also nicht nur mit dem Versorgungsverband Grimma-Geithain (VVGG), sondern auch mit dem Bund ins Benehmen setzen. Der Verband prüfe derzeit, wie er mit der Situation umgehen werde, so Mucha.

Ein Breitbandanbieter habe Interesse, den Turm auf zehn Jahre zu mieten, informierte Verbandsgeschäftsführer Lutz Kunath auf der Verbandsversammlung. Die Einnahmen könnten die laufenden Kosten so decken. Den Turm abzureißen – diese Absicht habe ohnehin nicht bestanden, erklärte Kunath auf Nachfrage von Nerchaus Bürgermeister Uwe Cieslack.

Es gäbe Gespräche, bestätigte jetzt auf Nachfrage unserer Zeitung Carsten Weigel, Geschäftsführer der Drahtlos DSL GmbH. „Für unser Unternehmen ist es eine Option, den Turm als künftigen Standort einer Verteilstation für Breitbandinternet zu nutzen“, erklärte er. Zu schnellem Internet verhilft das Angebot des Unternehmens einigen Nutzern in der Region, die von der Entwicklung ansonsten abgehängt wären (die LVZ berichtete). Seit knapp anderthalb Jahren befindet sich eine Verteilstation der Firma an der Windkraftanlage in Tautenhain.

Der Wasserturm bei Altottenhain ist für manchen eines der Wahrzeichen der Region, er gehört zu den Stationen des 2006 eingeweihten „Erlebnispfades Wasser“. Im Dezember hatte der Geithainer Heimatverein wie berichtet den Antrag auf Aufnahme des nicht mehr genutzten Bauwerkes in die Denkmalliste gestellt, um seinen Abriss zu verhindern.

Erst Ende November war durch einen Hinweis des Geithainers Helmut Heinrich bekannt geworden, dass die Leipziger Firma Max Pommer den Turm gebaut hat. Zuvor galt als Tatsache, dass eine schwedische Firma den Wasserturm nach einer für die damaligen Zeit völlig neuen Bauweise errichtet habe.

Inge Engelhardt

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