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Geithain Versorgungsverband investiert in Frohburg, Geithain und Narsdorf
Region Geithain Versorgungsverband investiert in Frohburg, Geithain und Narsdorf
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13:50 10.02.2016
Blick auf das Wasserwerk Prießnitz Quelle: privat
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Geithain

Der Neubau des Wasserwerkes Prießnitz ist das größte Investitionsvorhaben, mit dem sich der Versorgungsverband Grimma-Geithain im Bereich Trinkwasser in diesem Jahr befasst. Der 2016 geplante erste Bauabschnitt kostet rund 2,1 Millionen Euro. Das Wasserwerk entsteht unmittelbar neben dem vorhandenen Komplex aus den 50er-Jahren. Parallel dazu wird die Wasseraufbereitung im Werk Frohburg aufgegeben. Das dortige, bisher separate Netz erhält einen Anschluss an das der Kommunalen Wasserwerke. Der Neubau in Prießnitz kostet 2016/17 rund 3,5 Millionen Euro, die Leitung nach Frohburg weitere 1,2 Millionen Euro. „Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für das Wasserwerk ist abgeschlossen. Jetzt ist noch ein Umweltgutachten als Voraussetzung für die wasserrechtliche Genehmigung zu erstellen“, sagt Verbandsgeschäftsführer Lutz Kunath. Parallel werde der Abriss des alten Wasserwerkes vorbereitet. Für die Leitung, die die Bahnstrecke queren muss, laufen die Planungsarbeiten.

Etwas mehr als 100 000 Euro kostet eine neue Wasserleitung, die in der Kohrener Straße in Narsdorf verlegt wird. „Die alte Leitung aus DDR-Zeiten ist verschlissen und führt über private Grundstücke“, begründet Kunath diese Investition. Im Zuge dessen würden auch Hydranten für Brandschutzzwecke errichtet. Derzeit sei man am Planen. Neu gebaut wird auch eine Wasserleitung zwischen Ossa und Narsdorf. Sie versorgt Narsdorf mit Wasser aus dem Wasserwerk Rathendorf, ist allerdings in die Jahre gekommen und liegt stellenweise nicht tief genug im Boden, Kostenpunkt 83 000 Euro.

Eine alte Stahlleitung aus dem Jahr 1952 transportiert bisher das kühle Nass zwischen den Kohren-Sahliser Ortsteilen Neuhof und Rüdigsdorf. In den vergangenen Jahren habe man sie nur notdürftig reparieren können; jetzt sei ein Austausch nicht mehr aufzuschieben. Den Auftrag übernahm für rund 70 000 Euro die Firma Götze und Müller Rohrleitungsbau Espenhain.

Im Geithainer Stadtgebiet investiert der Versorgungsverband in diesem Jahr intensiv im Abwasser-Bereich. So werden in der Straße In der Hohle, in Windmühlenweg, Gartenstraße und Rosental Kanäle verlegt, um Grundstücke an die zentrale Kläranlage anzubinden. Errichtet werde in den ersten drei Straßen ein Trennsystem mit teilweisem Neubau der Regenwasserleitung, so Kunath: „Ein Teil vorhandener Mischwasserkanal wird als Regenwasserleitung umgenutzt.“ Im Rosental werde ein Mischwasserkanal mit derzeitiger Ableitung in den Vorfluter Eula an das Leitungssystem zur Kläranlage Geithain angeschlossen. Insgesamt profitierten 25 Grundstücke von der Investition, die rund 370 000 Euro koste. Der Verband erwarte den Fördermittelbescheid der Sächsischen Aufbaubank.

Von Ekkehard Schulreich

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