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Geithain Verwegene Jungs rocken die Bad Lausicker Velux-Halle
Region Geithain Verwegene Jungs rocken die Bad Lausicker Velux-Halle
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12:47 04.01.2016
Verwegen, nie verlegen: Texas Music Massacre. Quelle: Andreas Krüger
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Bad Lausick

Sie haben es wieder getan: „Texas Music Massacre“, die Band, deren Name Programm ist, legt Silberscheibe zwei vor. Der Titelsong gleich ein Parforceritt, der – im Autoradio gehört – das völlig schuldlose Überschreiten jeglicher Grenzen zur Folge hat. Country Anarchy, auf diesen Begriff bringen die drei wilden Kerne namens Sam „The Bull“ Doc, Scott /The Joker“ Newman und Jessie „The Dynamite“ Hunter, was sie umtreibt. Nach „Remember T.M.M.“, der Album-Premiere 2012, der nächste Angriff auf althergebrachte abendländische Hörgewohnheiten. Kein Wunder, dass die CD ein Stück außerhalb der Kurstadt Bad Lausick, in der von Wüstungssteiner Prärie umgebenen Velux-Halle, vorgestellt wird: am 23. Januar. Einlass 19 Uhr.

„Wir haben viel zu erzählen. Was wir mit uns rumschleppen, wollen wir nach draußen tragen“, begründet Sam, warum es höchste Zeit war für diese zweite CD. Das Publikum unter Adrenalin setzen und so zum Komplizen machen, abgefeimt. Diesmal gelingt es den Herren, die bei aller lauthalsen Beredsamkeit schweigen wie Sitting Bull, sobald es um die eigene Vita geht, über Texas hinauszugreifen. Da klingt Balkan-Rock an (den Titel zu verstehen, ist Freunden der russischen Sprache vorbehalten), da wird es religiös („God is a Cowboy“), und auch die Kühe werden besungen (sind nicht eher die Schafe gemeint, die braven?!).

Rätselhaft auch der vierte Mann. „Ich habe endlich meinen Zwillingsbruder Skip getroffen. Der hat ein Banjo, spielt ein paar Lieder. Vielleicht ist er live in Bad Lausick dabei“, sagt Scott. Banjo war noch nie – und erstmals gab es die Musik, ehe das verwegene Trio nur einen Gedanken an die Texte verschwendete. „Als wir im Studio begannen, hatten wir erst die Hälfte zusammen. Der erhebliche Rest ist dann so passiert“, bestätigt Sam. Obwohl die Truppe schon Star von Sternburg-Festen in Leipzig war, soll sich – so heißt es – der Geschmack weiterentwickelt haben. Der Musikgeschmack selbstredend.

Wo „Texas Music Massacre“ 2016 noch Station machen, ist offen. Gebucht immerhin sind sie im Mai für Etzoldshain, für den „Rock auf der Kippe“. Und vielleicht verirren sie sich außerdem nach Rochlitz und Chemnitz, ehe sie die Pferde satteln und geräuschvoll gen West in den Sonnenuntergang galoppieren.

PS: Die neue CD ist seit Anfang Dezember zu haben, ist der Truppe per Schiff vorausgeschickt worden übern Teich: simuell@gmx.net

Von Ekkehard Schulreich

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