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Geithain Viele Energieleitungen bald unter der Erde im Kohrener Land
Region Geithain Viele Energieleitungen bald unter der Erde im Kohrener Land
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13:46 08.08.2012
Jörg Stechert (l.) und Andreas Polster von EnviaM mit den Plänen für die Burgbergbohrung – hinten Mitarbeiter der ausführenden Firma Bohrtechnik Zeitz. Quelle: Jens Paul Taubert
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Kohren-Sahlis

Von der dortigen Trafostation neben dem Eingang zum Märchen- und Miniaturgarten wird nämlich ein dickes Rohr durch die Straße und anschließend den Burgberg hinaufgeschoben. „Wir haben in der vorigen Woche begonnen. Zuerst war Lehm, dann sind wir auf Fels gestoßen, der nun durchbohrt wird“, schildert Polier Jörg Winkler vom Unternehmen Bohrtechnik Beermann aus Zeitz. Etwa 140 Meter an Kabeln sollen unterirdisch von hier zur Burgstraße verlegt werden. Derzeit hat die Pilotbohrung einen Durchmesser von 16 Zentimetern. Später wird diese auf 40 Zentimetern Querschnitt aufgeweitet, um Rohre folgen zu lassen. „Die wiederum enthalten dann Mittel- und Niederspannungskabel, eines für die Straßenbeleuchtung und ein Leerrohr für künftige DSL-Anschlüsse“, erläutert Jörg Stechert, der Leiter Projektmanagement der Netzregion West-Sachsen. Mindestens ein Kilometer soll dabei in Gnandstein und Umgebung mittels dieser Bohrtechnik verlegt werden. „Das bedeutet natürlich auch, dass wir wenig Verkehrsbehinderungen verursachen“, so Andreas Polster vom zuständigen Anlagenmanagement der Envia Netzservice GmbH. Danach folgten rund viereinhalb Kilometer Kabellegung mittels Pflugtechnik außerhalb der Ortschaften über landwirtschaftliche Flächen. Das werde Ende August oder Anfang September sein, wenn die Felder abgeerntet seien. „Ich denke, der größte Teil der Anlagen kann Ende Oktober in Betrieb gehen. Die Arbeiten laufen bisher planmäßig“, schätzt Polster ein. Insgesamt werden im Kohrener Raum auf etwa 9700 Metern Mittelspannungs- und auf 1700 Metern Niederspannungskabel neu verlegt, sieben Trafostationen neu gebaut und zudem 470 Meter Straßenbeleuchtungskabel mitverlegt. „Wir wollen damit die Störanfälligkeit dieser Leitungsstrecken vor allem im Gebiet Dolsenhain/Wüstenhain minimieren und die Aufnahmekapazität für Strom aus erneuerbaren Energien erhöhen“, so der Anlagenmanager. Insgesamt will die EnviaM dafür etwa 1,2 Million Euro investieren. Damit gehört in Bälde die nicht gerade ideale Netzfahrweise im Gebiet der Vergangenheit an. „Wir hatten mehrere störanfällige Stichabzweige. Durch die neuen Trafostationen – sechs sind schon fertig, eine folgt nächste Woche – ist das Ganze nun wie an einer Perlenkette aufgefädelt und es gibt Umschaltmöglichkeiten. Damit sind wir flexibler bei Störfällen oder Wartungsarbeiten“, bekräftigt Polster. Auch für den Vogelschutz sei es gut, dass nach Inbetriebnahme des neuen Systems die Mittelspannungsleitungen weg kämen. Zudem verringere sich die Gefahr von Störungen nach Blitzeinschlägen und Bauern hätten mehr Bewegungsfreiheit, wenn alles unterirdisch liege.

Thomas Lang

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