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Virtuoses Spiel auf sanierter Frohburger Orgel

Kirchgemeinde Virtuoses Spiel auf sanierter Frohburger Orgel

Seit 20 Jahren zieht die evangelische Kirchgemeinde alle Register, um die Orgel ihres Gotteshauses in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Zur Feier der abgeschlossenen Sanierung am Sonnabend war die Frohburger St.-Michaelis-Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt.

Kantor Hans-Martin Kluge präsentierte nach der Sanierung der Frohburger Orgel Musik aus vier Jahrhunderten.

Quelle: Gislinde Redepenning

Frohburg. Der Reformationstag bot einen würdigen Rahmen zur Wiederweihe. Orgelbauer Gerd-Christian Bochmann erläuterte technische und mechanische Details der Sanierung des 1946 von Reinhard Schmeisser aus Rochlitz erbauten Instruments mit 1146 Pfeifen. Die kleinste misst gerade einmal neun Millimeter, die größte 2,52 Meter. Über Jahrzehnte beschäftigten klangliche Mängel nicht nur die Kantoren, sie gehören nun der Vergangenheit an. Die offizielle Abnahme erfolgte im Beisein von Bochmann und dessen Sohn Thomas, des Kirchenmusikdirektors a. D. Bernhard Müller, des Kantors Hans-Martin Kluge und des Baumeisters Michael Franke bereits am 4. September.

Pfarrer Michael Fischer vertrat seinen erkrankten Amtskollegen Reinhold Voigt, einer der Initiatoren für die Erneuerung der Orgel. In seinen Ansprachen lehnte er sich an die von Voigt vorbereiteten Worte an und entführte in die Historie der "Königin der Instrumente". Bekannt seit der Antike, erklang die Orgel in Zirkusarenen, bevor sie ihren Siegeszug antrat und in die Kirchen des Mittelalters einzog. "Ihre Musik unterstreicht die Worte Gottes und lässt sie uns besser verstehen", so Fischer. Bis heute diene sie als Begleitinstrument für den Gesang der Gemeinde, Konzertinstrument für Solisten und für stimmungsvolle, meditative Musik. Kantor Kluge, unterstützt von den Kirchenchören Frohburg und Benndorf sowie den Michaelis Singers, präsentierte virtuos die große Bandbreite der Orgel. Dramatisch, majestätisch, fulminant oder fröhlich erklang Musik aus vier Jahrhunderten.

Die Gelder für die Sanierung wurden mit ebenso viel Engagement wie Ideenreichtum gesammelt. "Ein Gemeinschaftswerk von vielen Spendern und Helfern", erzählte Stefani Perl vom Kirchenvorstand. Doch sei die Finanzierung noch nicht ganz geschafft, 20 000 Euro, bisher aus Eigenmitteln der Gemeinde zur Verfügung gestellt, fehlten noch an der aufzubringenden Gesamtsumme von 79 500 Euro. "Deshalb verkaufen wir die alten Orgelpfeifen", erklärte Perl.

Der Wunsch, solch ein außergewöhnliches Deko-Element als Schmuck oder als Erinnerung an viele Jahre im Gottesdienst zu erstehen, sei groß, berichtete Katja Gallien. Ihre Kasse klingelte während der abschließenden gemeinsamen Kaffeetafel mit bergeweise von den Gemeindemitgliedern herangeschleppten Kuchen und Torten ordentlich.

Gislinde Redepenning

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