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Geithain Volkshochschule Leipziger Land vor dem Start in das neue Semester
Region Geithain Volkshochschule Leipziger Land vor dem Start in das neue Semester
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18:50 22.08.2017
Volkshochschule. Quelle: Thomas Kube
Borna

Mit der Auftaktveranstaltung am Freitag startet die Volkshochschule Leipziger Land feierlich in das neue Herbstsemester. Auf die Zahl genau 629 Kurse sind geplant, die von 155 Kursleitern gegeben werden. Die meisten Angebote konzentrieren sich auf Borna, Markleeberg und Markranstädt.

Doch auch in Geithain und Frohburg, Groitzsch, Pegau, Zwenkau, Großpösna und Böhlen ist die Volkshochschule vertreten, werden persönliche Beratung und Kurse angeboten. Für Ralph Egler, den Direktor der VHS Leipziger Land,

Ralph Egler, Direktor der Volkshochschule Leipziger Land Quelle: Thomas Kube

ist die Präsenz abseits der drei Geschäftsstellen besonders wichtig. „Bankfilialen schließen, der Bäcker macht dicht. Aber wir ziehen uns eben nicht aus dem ländlichen Raum zurück.“ Die Mitarbeiter der Volkshochschule haben den Anspruch, dass niemand weiter als zehn Kilometer fahren muss, um sich weiterbilden zu können. „Wir sind nach der Ausbildung die wichtigste Institution, um fortgesetzt lebensbegleitend zu lernen“, macht er deutlich.

Es gehe in den Volkshochschulen nicht nur um Sprach- und Sportkurse, die besonders bekannt und beliebt sind. Viel mehr sieht Egler eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung. „Wir sind ein Ort der Begegnung und des Austausches. Und wir befriedigen Bedürfnisse mit unserem umfangreichen Kursangebot.“

Egler selbst belegt im Herbst einen Kurs zum Obstbaumschnitt. „Meine Kollegen haben mir vor einigen Jahren zum Geburtstag einen Apfelbaum geschenkt. Der trägt leider kaum Früchte“, bedauert er. Nun wolle er lernen, wie er das Beste aus dem Baum herausholen kann. „Entweder ich kriege das endlich hin, oder er muss leider weichen“, kommentiert der VHS-Chef aus dem Leipziger Land. Es handele sich bei diesem Angebot um die Weitergabe einer Kulturtechnik. Das Wissen und die Fähigkeit darum werden auf diese Weise weitergetragen. „So werden Ressourcen geschaffen, und wir befähigen die Leute, Dinge selbst zu tun.“

Und Do it yourself, wie „mach es selbst“ englisch, also „modern“ heißt, liegt absolut im Trend. Das Internet ist voll von Videos mit Rezept-, Bastel- und Bauanleitungen. Klar, dass diese Bewegung vor der Volkshochschule keinen Halt macht. „Früher wurden wir für die Nähkurse belächelt. Heute möchten die Menschen ihre Werte erhalten und aus Altem Neues machen“, so Egler. Deshalb gibt es im Programmheft ab jetzt auch Kurse für Upcycling, also Aufwertung, sowie Dekoration mit verschiedenen Materialien, um alten Klamotten, Möbeln und Co. einen neuen Glanz zu verleihen.

Das Programm setzt sich wie in jedem Semester aus neuen und bewährten Inhalten zusammen. Um neue Teilnehmer für die VHS und ihr Angebot zu interessieren, gibt es zurzeit eine Rabattaktion. Wer mindestens fünf Jahre keinen Kurs mehr belegt hat, bekommt das erste Semester in einem beliebigen Sprachkurs zum halben Preis. „Wir wollen damit eine Signalwirkung setzen – es geht wieder los. Und alle sind herzlich willkommen“, sagt Ralph Egler.

Von Nathalie Helene Rippich

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