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Geithain Volkskundemuseum zeigt Bilder des Ballendorfers Johannes Oliva
Region Geithain Volkskundemuseum zeigt Bilder des Ballendorfers Johannes Oliva
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18:56 21.04.2010
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Wyhra/Ballendorf

Zu sehen sind Grafiken und Detail-Zeichnungen, die wegen ihrer Detailgenauigkeit heute auch den Denkmalschutz interessieren. Die Werke sind eine Leihgabe aus dem Kreismuseum Grimma, sagte Hans-Jürgen Ketzer, der Leiter der Wyhraer Einrichtung. In Grimma habe er die Werke bereits vor einem Jahr gesehen: „Ich war wegen ihres Bezugs zum ländlichen Raum sofort überzeugt: Die Ausstellung muss nach Wyhra in die Galerie im Kuhstall.“ Zu sehen in der Ausstellung, zu deren Eröffnung seine Witwe und Wegbegleiterin Elise Oliva kam, sind präzise Zeichnungen von Gehöften, Einfriedungen, Toranlagen und Fassaden aus etlichen Dörfern, vorwiegen aus dem Bad Lausicker Raum. Und immer wieder sind es Motive aus Ballendorf, aus dem Ort, wo Johannes Oliva 1952 an der Dorfschule als Lehrer begann und wo er mit viel Einfühlungsvermögen für seine Familie ein baufälliges Bauernhaus ausbaute. Oliva prägte den Ort als Leiter des Männerchores und der Frauengesangsgruppe, durch Theateraufführungen und als Ortschronist sowie durch seine künstlerischen Arbeiten. Seinem Wunsch entsprechend wurde ein großer Teil seines künstlerischen Nachlasses dem Kreismuseum Grimma übereignet. Dazu gehören stimmungsvolle Holz- und Linolschnitte, die er besonders liebte, Zeichnungen, Aquarelle und Ölbilder sowie fotografische Dokumentationen. Einen Teil davon können sich Interessenten in Wyhra bis zum 27. Juni anschauen. Die Oliva-Bilder sind die erste Leihgabe des Grimmaer Museums nach Wyhra. „Wir haben zwei völlig unterschiedliche Ausrichtungen“, meinte Marita Pesenecker, die Leiterin des Grimmaer Museums. Ihre Einrichtung arbeite die eigene Stadtgeschichte auf, Ketzer die der Bauern um die Wende zum 20. Jahrhundert und die Jahrzehnte danach. „Hierzu passen die Arbeiten von Johannes Oliva hervorragend“, so Pesenecker. Für Monika Löffelmann vom Bad Lausicker Geschichtsverein ist der Lehrer, Maler, Keramiker und Chronist Oliva ein bekannter Name, wie sie sagte. Ebenso für Annett Koza, der Betriebsleiterin des Bad Lausicker Freizeitbades „Riff“. Dort werden seit vielen Jahren Ausstellungen im Restaurant organisiert. Koza zeigte großes Interesse an den Werken. Eine Schau von Olivas Bildern 2003 in der Ballendorfer Kirche hatte eine beachtliche Resonanz gefunden. „Wir wussten vorher nichts von diesem Künstler“, sagten Wolfgang und Ulla Quapp aus Neukirchen. Die präzisen Arbeiten und Detailansichten von Oliva beeindrucken sie. Nicht mit dem Stift, mit der Kamera ist Wolfgang Quapp in ländlichen Regionen und Tagebauen unterwegs, um ebenfalls Veränderungen und Details zu bewahren.

Peter Krischunas

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