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Geithain Vollbiologie für Buchheim: Keine 15 Monate mehr Zeit
Region Geithain Vollbiologie für Buchheim: Keine 15 Monate mehr Zeit
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14:02 19.05.2015

Er informierte am Dienstag im proppevollen Matthessaal des Bad Lausicker Kurhauses die Buchheimer und einige Heinersdorfer Grundstückseigentümer darüber, was auf sie zukommt. Denn nach dem Scheitern der Pläne für eine zentrale Entsorgung muss nun jeder auf eigene Faust investieren.

"Es gab beim besten Willen keine Möglichkeiten für eine zentrale Lösung oder eine Gruppenkläranlage", verdeutlichte Kunath den rund 100 Einwohnern, dass sich der Verband - gemeinsam mit Buchheimer Ortschaftsrat, engagierten Bürgern und Stadt - sehr wohl darum bemüht habe. Doch er sei gescheitert, weil alle Varianten aufgrund der Gefällesituation, der hohen Zahl der Direkteinleiter in den Bach und der Unmöglichkeit, in der Aue einen Kanal zu verlegen, platzten. 8000 Euro oder mehr hätten Grundstückseigentümer letztlich zahlen müssen, illusorisch und nicht rechtskonform. Außerdem, so Kunath, seien lediglich vier Fünftel der Buchheimer für ein gemeinsames Projekt zu haben gewesen, zu wenige, um die finanzielle Last akzeptabel zu verteilen. Dem Vorstoß aus dem Publikum, noch einmal unter den Buchheimern zu werben, erteilte der Geschäftsführer eine klare Absage: "Zwei Jahre haben wir das versucht. Die Entscheidung ist endgültig."

Ablaufklasse C, Kleinkläranlagen aus Beton oder Kunststoff, Reinigungssysteme, die auf Sauerstoffzuführung basieren, mit Tropfkörpern arbeiten oder aus einem Schilfbett bestehen: Eine Flut von Informationen stürzte auf die Einwohnerschaft herein. Wer nicht mitschreiben wollte, fand Kernpunkte kompakt am Ende auf einem Merkblatt. Fakt ist: Die Buchheimer und viele Heinersdorfer müssen sich jetzt um ihre Kleinkläranlage kümmern. Keine 15 Monate mehr haben sie Zeit dafür, das Behördliche, Technische und Bauliche auf die Reihe zu bekommen.

Schritt eins: Genehmigungen. "Eine Baugenehmigung brauchen sie nicht", sagte Kunath. Wer in einen Kanal einleite, brauche aber das Okay des Versorgungsverbandes. Wessen Überlauf direkt in den Bach führe, müsse beim Landratsamt seine wasserrechtliche Erlaubnis erneuern. "Alle jetzt existierenden erlöschen per Gesetz zum 1. Januar 2016." Schritt zwei: informieren, welche Technik infrage kommt, ob gegebenenfalls ein preiswerterer Nachrüstsatz für die alte Grube genügt oder gar eine abflusslose Grube - etwa für einen Ein-Personen-Haushalt - praktikabel, weil kostengünstiger, ist. Die Fördermittel besorgt der Verband bei der Sächsischen Aufbaubank. Nach Vollzug des Einbaus müssen die Investoren, die in Vorkasse gehen, die Auszahlung der Förderung beantragen. 1500 Euro werden für eine Anlage für vier Personen gewährt, darüber hinaus Zuschläge.

145 Kleinkläranlagen gibt es derzeit in Buchheim. Einleiter direkt in den Bach und in einen Kanal halten sich die Waage. 16 Anlagen haben bereits den Standard Vollbiologie. Ein Dutzend Grundstücke im Umfeld der Colditzer Straße sollen an die bereits vorhandene Anlage an der Jugendherberge angeschlossen werden. Dazu wird nahe des Feuerwehr-Gerätehauses eine kleine Pumpstation errichtet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.10.2014
Ekkehard Schulreich

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