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Vollsperrung ab Montag: 1,5 Kilometer Kreisstraße werden erneuert

Vollsperrung ab Montag: 1,5 Kilometer Kreisstraße werden erneuert

Ab 17. September ist die vielbefahrene Verbindung zwischen Borna und Grimma wieder mal gekappt: Jetzt baut der Landkreis die Fahrbahn zwischen Steinbach und Lauterbach aus.

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Zwischen Steinbach und Lauterbach gibt es ab Montag eine zweimonatige Vollsperrung.

Quelle: Ekkehard Schulreich

Steinbach/Lauterbach. Bis Mitte November müssen Autofahrer eine Umleitung über Bad Lausick nehmen. Der Bau kann starten, da die Sperrung der Staatsstraße am Untermarkt, wo eine Wasserleitungshavarie beseitigt wurde, ab Sonnabend aufgehoben ist.

Die Fahrbahn zwischen Steinbach und Lauterbach ist ausgefahren und zu schmal. Dem in den vergangenen beiden Jahrzehnten erheblich gestiegenen Verkehr, vor allem dem der großen LKW, ist sie schon lange nicht mehr gewachsen. Der Landkreis Leipzig baute in den vergangenen Jahren die wichtige Verbindung zwischen Borna und Grimma Stück für Stück aus. Einer der letzten Abschnitte kommt jetzt an die Reihe: Ab Montag wird die Fahrbahn zwischen beiden Dörfern auf sechs Meter verbreitert. Die Baumaßnahme auf den knapp anderthalb Kilometern Trasse kostet 583 000 Euro. Der Auftrag ging an das Naunhofer Unternehmen Umwelt 2000.

„Der Unterhaltungsaufwand, den wir in den letzten Jahren betreiben mussten, war erheblich", sagt Kreissprecherin Brigitte Laux. Vor allem der Schwerverkehr, für den die Straße nicht ausgelegt sei, habe die Randbereiche ramponiert. Nach Abschluss der Arbeiten kämen LKW dann ohne Probleme aneinander vorbei. Während der Bauzeit rollen Laux zufolge die Busse zwischen Steinbach und Lauterbach über Stockheim. Autofahrer müssen bis voraussichtlich 16. November eine Umleitung über Bad Lausick in Kauf nehmen. Dort gibt es wohl bis Sonnabend früh nahe des Untermarktes eine Vollsperrung: Nach einem Rohrbruch tauscht die Oewa GmbH ein Stück Wasserleitung aus.

Vom Ausbau bisher ausgenommen ist ein Stück der Ortsdurchfahrt Lauterbach. Hier, nördlich der Kirche, geht es sehr eng zu. Dass ein Gehweg fehlt, bringt Fußgänger zusätzlich in Gefahr. Wann dieser Bereich ausgebaut wird, ist offen. „Wir haben das im Blick, aber machen lässt sich nur etwas gemeinsam mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr", sagt Rolf Löcher, der Leiter des Straßen- und Hochbauamtes. Denn dieser Ausbau müsse im Zusammenhang mit der Staatsstraßen-Kreuzung am alten Gasthof betrachtet werden. Dass die entschärft werden müsse, sei klar, das Wie aber in der Diskussion. Nicht vergessen dürfe man dabei die Stützwände zu den beiden Steinbrüchen, die stabilisiert werden müssten. Für den Ausbau der Straße nördlich der Kirche waren vor Monaten Varianten im Gespräch, sogar eine Verkehrsführung nördlich um das Dorf herum inklusive einer neuen Kreuzung am Dorfrand und einer Brücke über die Bahnlinie Leipzig – Bad Lausick. „Wir als Landkreis favorisieren den Ausbau im Bestand. Da lassen sich vernünftige Lösungen finden. Alles andere wäre zu aufwendig und zu kostenintensiv", sagt Löcher.

Noch offen ist, ob, wo und wann jener Radweg gebaut wird, den der Landkreis ursprünglich entlang der Kreisstraße geplant hatte und dessen Finanzierung sicher war. Für den Bau hatten sich die Steinbacher mit einer Unterschriftensammlung und mit einer Fahrrad-Demonstration zum Bad Lausicker Rathaus stark gemacht. Um entlang der Kreisstraße kein wertvolles Ackerland zu überbauen, hatte sich die Kurstadt prinzipiell bereiterklärt, den Weg an anderer Stelle, etwa entlang des Jordanbaches zu errichten. Der Landkreis ist bereit, das Geld, das er selbst dafür einplante, der Kommune zu übertragen. Unterzeichnet ist eine solche Vereinbarung aber noch immer nicht. Es gebe noch allerhand zu klären, meint der Bad Lausicker Bürgermeister Josef Eisenmann (CDU). Deshalb sei man unter anderem mit der Naturschutzbehörde in Kontakt, um zu prüfen, welche Wegführung aus dieser Sicht am geeignetsten sei.

Ekkehard Schulreich

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