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Geithain Vom Bodensee ins Kohrener Land: Schüler treffen sich zum Theaterspielen
Region Geithain Vom Bodensee ins Kohrener Land: Schüler treffen sich zum Theaterspielen
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00:18 23.07.2017
Zupacken angesagt: Die Gäste aus Überlingen helfen, eine alte Mauer instand zu setzen. Quelle: René Beuckert
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Kohren-Sahlis/Linda

Auf dem KulturGut in Linda verbringen Schüler aus dem Bodensee-Landkreis Überlingen spannende Ferientage. Neben Theaterspielen und der Restaurierung der alten Bruchsteinmauer des historischen Anwesens verbringen die jungen Gäste ihre Zeit im Kohrener Land mit Ausflügen in die Region. Marc Mascheck vom Verein KulturGut, lud zu diesem außergewöhnlichen Projekt ein. Gemeinsam mit seiner Frau Franziska will er den mindestens 250 Jahre alten Hof zu einem Ort der Kunst, Kultur und Begegnung machen. „Kürzlich haben Jugendliche hier einen kleinen Film gedreht zum Thema ,Oma wie hast du früher gespielt?’ Dazu befragten sie ältere Leute aus dem Ort, von denen einige tatsächlich noch Spielgeräte jener Zeit hervorkramten.“

Die alternative Übernachtung mit dem Schlafsack im Heu hat für die jungen Gäste aus Süddeutschland einen besonderen Reiz. Wer einmal darin geschlafen habe, wolle das zumindest für die Zeit des Aufenthaltes nicht mehr missen, sagt Christine Lohmann, welche die Schüler begleitet. „Der Duft am ersten Tag ist sehr intensiv, doch ich habe mich schnell daran gewöhnt und schlafe sehr gut“, berichtet sie. Der Einladung auf das Gut in Linda mit ihrer Klasse sei sie gern gefolgt, da sie zum Schuljahresende nicht nur einfach eine Abschlussfahrt machen wollten, sondern an eigenen Aktionen interessiert seien. „Das Theaterspiel ist eine kleine Herausforderung für die Jugendlichen, die sich dadurch neu entdecken. Genauso fordert die Arbeit an der Bruchsteinmauer handwerkliche Fähigkeiten heraus“, erklärt sie.

Lehrer Norbert Vogler bemerkt, dass die Landschaft hier sehr schön sei. „Auf unseren Touren entdecken wir immer etwas Neues. Interessant war auch die Wanderung mit den Alpakas durch die Natur.“ Als Herausforderung sieht er die Bootsfahrt auf dem Markkleeberger See, „wo alle an einem Strang ziehen mussten, um vorwärts zu kommen“. Abstecher nach Leipzig und Altenburg bieten beste Gelegenheit, Land und Leute näher kennen zu lernen. Simeon Langmann ist einer von den Schülern, die sich an der Abschlussfahrt beteiligten. „Ich finde neben den Projekten auf dem Gut insbesondere die Ausflüge in die Umgebung interessant.“ Auch Daniel Lehr möchte diese Klassenabschlussfahrt nicht missen: „Vor allem hat mir die gemeinsame Bootstour gefallen.“

Gastgeber Marc Mascheck, selbst Theaterpädagoge, empfindet die Begegnung mit jungen Leuten als Bereicherung. „Für mich ist es schön zu erleben, wie die Schüler für das Theaterprojekt offen sind. Aus einem kleinen Sketch heraus entwickelt sich ihr Spiel, und sie entwickeln sich selbst dabei.“

Von René Beuckert

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