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Geithain Vorfreude auf den Gegenbesuch in Israel
Region Geithain Vorfreude auf den Gegenbesuch in Israel
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16:10 19.05.2015
Gemeinsam singen hier die jungen Leute aus Israel und Deutschland ein Lied auf Englisch. Im Bürgerhaus haben die Jugendlichen öffentlich vorgestellt, was sie gemeinsam erlebt haben. Quelle: Jens Paul Taubert

Riesenjubel am Ende, nachdem die Jugendlichen aus beiden Ländern gemeinsam auf deutsch gesungen haben "Ich wollte Dir nur mal eben sagen, dass Du das Größte für mich bist..." Auftakt des Programms auf der Bühne waren zwei gemeinsame Lieder auf hebräisch gewesen. "Jeden Tag triffst Du einen Freund, jeder ist verschieden", hieß es da zum Beispiel.

Sie habe bei diesem Jugendaustausch viele neue Freunde gefunden, bestätigte Maria Eva Grankin aus Israel. Alles im Programm habe ihr gefallen, sie könne nichts hervorheben, so die 15-Jährige. Israel und seine Historie hat sie im Bürgerhaus vorgestellt. "Ich mag Geschichte, und ich lebe ja in dem Land", erklärte sie ihren kompetenten Vortrag auf Englisch. Ebenso souverän ins Deutsche übersetzt hat ihn Denis Gesserp. Das Programm der Jugendbegegnung habe richtig Spaß gemacht, so der 17-Jährige. Am besten fand er die Radtour zum Frohburger Bad, doch auch die gemeinsame freie Zeit im Kinder- und Jugendhaus sei schön gewesen. Jetzt freut sich der Streitwalder auf den Herbst, denn dann machen die Jugendlichen aus der Region einen Gegenbesuch in Azor.

Nach dem Vortrag der beiden erklärte Andreas Rauhut vom Flexiblen Jugendmanagement des Landkreises, das dies die israelische Sichtweise gewesen sei. "Hätten wir einen Austausch mit einer palästinensischen Gruppe gemacht, wäre das sicher etwas anders ausgefallen." Das Jugendmanagement hat den Austausch organisiert. Nachdem bei der Premiere im Vorjahr Borna Austauschpartner war, ist es dieses Jahr die Stadt Geithain. Der Bund unterstützt das Projekt finanziell. "Der Austausch ist für den gesamten Landkreis sehr wichtig", erklärte Ulrike Läbe vom Jugendmanagement. Das Thema Israel biete sich an, um über Demokratie und Zivilcourage zu sprechen. Ein Workshop dazu fand am Freitag statt, berichtete Elisabeth Steglich, abends erlebten die Teilnehmer einen Gottesdienst in der Leipziger Synagoge mit. "Das war sehr interessant", so die 15-Jährige aus Kohren-Sahlis. Deutsche Teilnehmer stellten im Bürgerhaus das Programm seit der Ankunft der Gäste am 4. August vor. Über einen Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald und einen Workshop dort berichtete Markus Langer. "Das war für uns ein sehr wichtiger Tag", so der 18-Jährige. Die Führung über das Gelände sei für alle sehr bewegend gewesen, vor allem aber für die israelische Gruppe. Gemeinsam habe man der vielen Opfer gedacht, erzählte er Markkleeberger.

Während dieser Jugendbegegnung habe es sehr viele und sehr unterschiedliche Höhepunkte gegeben, erklärte Markus Langer. Er freut sich nun auf das Wiedersehen im Oktober und darauf, Land und Leute in Israel kennen zu lernen. Die Jugendlichen aus Azor haben hier in Gastfamilien gelebt, israelische Familien werden beim Gegenbesuch die deutschen Besucher aufnehmen.

Zu den gemeinsamen Erlebnissen gehört auch der Stadtrundgang in Geithain samt Unterirdischer Gänge (die LVZ berichtete), gemeinsame Freizeit im Kinder- und Jugendhaus der Stadt mit Fußball, Billard, Tischtennis und Kochen, ein Grillabend mit den Gasteltern oder eine Geocaching-Tour über das Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers in Flößberg. Ein Besuch im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig vermittelte Wissenswertes zur deutschen Geschichte. Individuelle Ausflüge mit den Gastfamilien führten unter anderem in den Leipziger Zoo, ins Bad Lausicker Freizeitbad "Riff", nach Dresden oder in den Freizeitpark Belantis.

Sie sei "sehr, sehr glücklich", dass dieser Austausch in Geithain stattgefunden habe, betonte Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU), die für jeden Gast ein kleines Abschiedsgeschenk hatte. Sie hofft nun auf eine Fortsetzung der Beziehungen auch mit den Familien der jungen Leute. Mit einem Lied in ihrer Muttersprache bedankten sich die Gäste, es handelte von dem Wunsch nach Friede für das Land Israel und seine Menschen.

Montagabend stieg dann eine Abschlussparty im Kinder- und Jugendhaus. Gestern und heute haben die Gäste mit ihren Betreuern Galit Miron und Rony Konforty vor dem Abflug noch Berlin kennen gelernt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.08.2013

Inge Engelhardt

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