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Geithain Waldkönigin Luzie Elsa I. enthüllt Tafeln des Waldumbau-Lehrpfades im Colditzer Forst
Region Geithain Waldkönigin Luzie Elsa I. enthüllt Tafeln des Waldumbau-Lehrpfades im Colditzer Forst
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17:20 19.05.2015
Die große Orientierungstafel wird enthüllt: Die Sächsische Waldkönigin Luzie Elsa I. assistiert dabei Forstdirektor Andreas Padberg, Planungsverbandschef Andreas Berkner und Beigeordnetem Wolfgang Klinger (von links). Quelle: Jens Paul Taubert

Wie der Waldumbau den Colditzer Forst verändern wird und warum er überhaupt nötig ist, das führt jetzt ein spezieller Lehrpfad vor Augen. Am Montagmittag wurde er im Beisein der Sächsischen Waldkönigin nahe der Revierförsterei Waldmühle eröffnet.

"Dass die Fichte hierher kam, war eine Kultur-Tat", sagte Forstdirektor Andreas Padberg, der den Sachsenforst-Bezirk Leipzig leitet. Das Verdienst kommt dem Forstwissenschaftler Heinrich Cotta zu, der Anfang des 19. Jahrhunderts den zur Heide verkommenen Colditzer Forst mit schnell wachsenden Nadelbäumen neu bepflanzte. Allerdings, fügte Padberg an, hätten nachfolgende Generationen Cottas Ratschlag nicht beherzigt, später die Baumarten zu mischen. Darum müsse man sich, eingedenk der klimatischen Veränderungen, jetzt widmen - in kürzerer Zeit, als es üblich sei. "In 20 Jahren wird im Colditzer Forst keine Fichte mehr zu sehen sein", kündigte der Forstdirektor an. Und meinte: In Gesellschaft mit Laubbäumen und Douglasien wohl, aber nicht mehr in Monokultur.

Noch wachsen hier auf 300 Hektar Fichten. 16 Hektar pro Jahr wurden bisher umgewandelt: "Diese Schlagzahl wird sich deutlich erhöhen." Weil das auch den Waldbesuchern Veränderungen beschere, wolle man sie in diesen Prozess einbinden. Entstand im Rahmen des Modellvorhabens "Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel", das Sachsenforst, Regionaler Planungsverband Westsachsen und Technische Universität Dresden gemeinsam forcieren, im vergangenen Jahr ein Info-Faltblatt im Westentauschen-Format, ist es nun ein Waldumbau-Lehrpfad mit mehreren Tafeln und Stationen, wo man selbst aktiv werden kann. Er führt vom an der Straße Ballendorf - Ebersbach liegenden Parkplatz durch den Wald.

"Die kahlen Flächen sind schon ein ungewohnter Anblick für uns", sagte gestern Mittag Dr. Ursula Putzmann aus Colditz, die gern mit Freunden im Forst unterwegs ist und sich für diese Vorgänge sehr interessiert. Dass der Umbau notwendig sei, leuchte ihr ein; hoffentlich gelinge er. Dr. Gottfried Senf aus Geithain durchstreift den Forst gern zu Fuß oder mit dem Rad. "Ich möchte vor allem wissen, welche Bereiche zuerst abgeholzt werden", meinte er.

"Es ist gut, dass der Wald fit gemacht wird für die nächsten Jahrzehnte", sagte der Erste Beigeordnete des Landkreises Leipzig, Wolfgang Klinger. Schließlich sei die Region die waldärmste Sachsens. Von der "Verantwortung, die wir alle zusammen haben", sprach Professor Andreas Berkner vom Planungsverband. Auf einen stabilen Wald und auf mehr Wald komme es an.

Am Rand des Wanderparkplatzes wurde ein Übersichtstafel enthüllt. Danach machten sich die Gäste auf den Pfad. Neuntklässler des Rochlitzer Matthesius-Gymnasiums gaben unterwegs an den Tafeln Erläuterungen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.04.2013

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